Lacrimas Profundere – Lay Me Down O Silent Fear

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Lacrimas Profundere – Lay Me Down O Silent Fear

Steamhammer / OPEN
25 September 2026

Nachdem es 4 Jahre lang in Bezug auf Studioalben eher ruhig war, erscheint nun am 25.09.2026 endlich das neue und wohl nicht nur von mir sehnsüchtig erwartete neue Werk von Lacrimas Profundere mit dem Namen „Lay Me Down O Silent Fear“.
Und was ich mir da gerade zu Gemüte führen darf, ist nicht nur Lacrimas Profundere pur, sondern weit mehr, als ich zu hoffen wagte!

 

Doch zuerst muss natürlich mit dem Vorurteil aufgeräumt werden, die Jungs wären in diesen 4 Jahren nur auf der faulen Haut gelegen.
Vielmehr ist das absolute Gegenteil der Fall, denn in dieser Zeit haben sie weit über 100 Konzerte gegeben, sowie große Festivals beackert und nicht zuletzt auch mit den großartigen Paradise Lost im Herbst 2025 eine erfolgreiche Tour bestritten.
Ich selbst durfte sie in diesem Jahr ein weiteres Mal live erleben und zwar auf dem RV Bang in Balingen im Juli, wo sie in der Mittagssonne die Massen zum kollektiven Ausflippen (im positiven Sinne) animierten.
Kommen wir jedoch nun zum neuen Album!
Was Lacrimas Profundere auf ihrem neuen Werk auspacken, ist zwar unverkennbar ihr Stil, doch merkt man, dass sie immer weiter wachsen wollen und ihrem Stil mittlerweile einen Namen geben können.
Nichts anderes als „Gothcore“ passt fast wie die Faust aufs Auge, auch wenn ich mich mit diesem „Core“ etwas schwer tue.
Sie packen sowohl Elemente drauf, die man durchaus auch von Bands, wie Insomnium, Paradise Lost und deren mehr erwartet, doch fallen auch Namen, wie z.B. HIM, denn in ihren ruhigeren Passagen, erinnern sie mich doch hin und wieder an die Finnen um Ville Valo und das meine ich im allerbesten Sinne, denn ich halte HIM auch heute, nach ihrem Ableben noch immer für eine sehr gute Band.
Schon der Opener „Days Of Doom“ zeigt eindringlich auf, wo die Reise hingeht, denn dieser Song hinterlässt den Hörer in ehrfürchtigem Staunen und macht ihn mehr als neugierig darauf, was da noch kommt.
Mit „Nevermore“, den man fast schon als Single-Hit bezeichnen kann, weil er ultra eingängig daherkommt, geht die Reise weiter, bevor „Heart I Will Break You Before You Break Me“ dem Hörer eine unvergessliche Gänsehaut verpasst.
Was für ein unfassbar genialer Song, der zwischen deprimierender Schwere und dem immer wieder aufkeimenden Gefühl des Aufbruchs schwankt.
Das darauffolgende „O Silent Fear“ könnte man fast als Reise in die Vergangenheit von Lacrimas Profundere sehen, wären da nicht diese endgeilen Parts, die mich immer wieder an Insomnium und schnelleren Ausbrüche von Amorphis erinnern.
Unglaublich was diese Band da erschaffen hat!!!
Die nächsten Tracks, die im Anschluss auf diesen Übersong aus den Speakern schallen, sind mit „Agony (In Dread And Dust), „Faceless“ und „Arcane Promises“ 3 Songs, die ein weiteres Mal deutlich machen, wo die Reise der Band hingehen soll, während das darauffolgende „A Sinful Desire“ für mich wohl die größte Überraschung auf diesem Album darstellt, denn Vergleiche zu Slipknot sind hier ganz und gar nicht von der Hand zu weisen,
Vor allem weil dieser Song auch auf einem sehr neuzeitlich und modernen Gerüst aufgebaut ist.
Sicherlich für den geneigte Fan von Lacrimas Profundere erstmal eine Überraschung.
Wenn ich jedoch von meiner Seite aus sprechen darf, würde ich sagen, steht es ihnen sehr gut zu Gesicht, denn man hört einfach zu jeder Sekunde heraus, dass man es ernst meint und das macht nicht nur die Band, sondern auch „A Sinful Desire“ mehr als nur interessant.
Gleiches gilt im Übrigen auch für das folgende „Veil XV“!
Mit „At The End Of A Dream Lies Hope You Once Killed“ endet diese Reise des neuen Werks von Lacrimas Profundere, ohne jedoch zu vergessen und noch einmal klar zu machen, dass diese Band auch weiterhin für feinste Mucke steht.

 

Ob man dies nun tatsächlich „Gothcore“ nennen will, oder man diesem Stil lieber seinen eigenen Namen aufdrücken will, darf jeder für sich selbst entscheiden.
Ich zumindest kann von meiner Seite aus sagen, dass „Lay Me Down O Silent Fear“ eine mehr als nur positive Überraschung darstellt und somit die 4 Jahre Studioabstinenz locker vergessen macht.
Ein Album für die Ewigkeit!
Fakt!!!

Note: 1
 

23.08.2026, 12:33 by Stefan
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Chris schrieb am 24.08.2026 - 20:58
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