Korpiklaani - Manala

empty placeholder Pagan Humpaa Metal
Nuclear Blast
12 Songs
49:20 Min.


Mit ihrem zwischenzeitlich achten Longplayer blasen die finnischen Pagan Metaller von „Korpiklaani“ zum Angriff.
In ihrer Landessprache dargeboten kommen insgesamt 12 Songs zum Zuge, mit denen die Fanschar beschwichtigt werden soll.
Obwohl ich dieser Sprache nicht mal in einem kleinen Ansatz mächtig bin, muß ich zugeben, daß sich die Stücke in finnische Sprache um Welten besser anhören, als die englischen Version auf der Bonus CD.
Mit mächtig Druck geht es vorwärts bzw. hinunter in dir Unterwelt der einheimischen Sagenwelt „Kalevala“, denn hiervon wird auf „Manala“ berichtet (wenn auch nicht zwangsweise in konzeptioneller Form).

Der Opener „Kunia“ vermittelt direkt den zu erwartenden Weg und kann mit seinem knackigen Beat amtlich mitreißen.
Gleiches gilt für die nächsten Songs „Tuonelan Tuvilla“ (welches richtig ordentlich abgeht) und „Rauta“, daß ebenfalls zu den Highlights des Albums zu zählen ist.
Ihrem gewohnten Stil beibehaltend, eröffnen sich im weiteren Verlauf bei Stücken wie „Ruumiinmultaa“ und dem schnellen „Petoeläimen Kuola“ zwar keine neuen Perspektiven, doch können sie durchaus ihren Platz auf „Manala“ verteidigen.
Bonuspunkte bekommt von meiner Seite aus das akustische „Synkää“, das in seiner folkloristischen Art und Weise vollends überzeugen kann.
Nach diesen ruhigen Momenten wird es dann aber auch wieder Zeit für eine kernige Ausrichtung ihres Materials welches sich in „Ievan Polkka“ (ich sag nur Humpaa – Alarm) widerspiegelt, bevor die beiden Instrumentals „Huskey Sledge“ und „Doloruos“ die u.a. von traditionellen Instrumenten gespielt werden, dem Gesamtbild einen noch besseren Eindruck verschaffen.
Bevor es Richtung Ende geht, preschen denn aber noch das sackschnelle „Uni“, sowie das zwar nicht ganz so speedige, doch deshalb sicherlich nicht schlechtere „Metsälle“ durch die Gehörgänge, ehe mit „Sumussa Hämärän Aamun“, einem Song im Mid Tempo Bereich angesiedelt, das Ende von „Manala“ denn auch erreicht ist.

Ihrer Linie treu bleibend haben „Korpiklaani“ auf ihrem neuen Longplayer alles richtig gemacht und den Fans das gegeben, wonach sie verlangten.
Ob allerdings die Special Edition von „Manala“ mit den oben schon erwähnten englisch sprachigen Songs wirklich nötig ist, darf wie immer jeder für sich selbst entscheiden.
Interessant zum anhören ist es zwar allemal, doch klingen die Stücke in ihrer Landessprache einfach einen Zacken ehrlicher.
Doch das ist einmal mehr Ansichtssache!

Note: 2,5


15.08.2012, 12:39 by Stefan
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