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Festival-Berichte


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Heavy-Metal-Heaven - Farewell Anthem

 

... it's time to say goodbye...

 

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Liebe Metal-Fans, Bands, Managements, Agenturen...

nach rund 26 Jahren haben wir beschlossen unser Portal "Heavy-Metal-Heaven" einzustellen.

Dieser Schritt ist uns nicht leicht gefallen, da wir viele Jahre mit Herzblut bei der Sache waren und im Dienste des Heavy-Metal und der Bands allen Widrigkeiten getrotzt haben. Leider ändert sich das Leben und auch die anderen Aufgaben ändern sich oder nehmen immer mehr zu.

Neue Leute zu finden, die einen unterstützen können, wird immer schwieriger und die Flut an Neuigkeiten im Heavy-Metal Bereich nimmt kontinuierlich zu. Alleine zum Sortieren der vielen täglichen E-Mails geht immer mehr Zeit verloren, so dass wir nicht mehr hinterher kommen.

Der Abschied fällt schwer, aber öffnet auch neue Türen. Vielleicht starten wir ein kleineres Projekt mit neuem Anfang. Das Ausmaß von Heavy-Metal-Heaven ist mit der Zeit einfach zu groß geworden und die Redakteure immer weniger. Das ist euch Fans und der Musikbranche gegenüber nicht mehr vertretbar.

Nun ist die Überlegung, ob wir Heavy-Metal-Heaven.de so als Archiv stehen lassen oder die Seiten ganz schließen.
Die Domain würden wir dann zum Verkauf anbieten. Angebote dürfen gerne an webmaster(at)heavy-metal-heaven(dot)de eingereicht werden, bevor wir entscheiden.

Wir blicken mit Stolz zurück und erinnern uns gerne an die vielen schönen Momente bei Konzerten oder Interviews. Herzlichen Dank an alle, die uns bis hierhin unterstützt haben.

… now it's time to say goodbye...

 

Euer HMH-Team
Holger + Stefan

 

 

04.03.2026

 

W:O:A 2011 - Wacken, 04.-06. August 2011

Augen auf! Duschen! Kaffee! Letzte Gepäckstücke einladen und los geht's! Vorbei an Weyhe, Achim, Oyten, Stuckenborstel, Ottersberg, Bockel und Mulmshorn ging es in Richtung Norden gen Waterkant. Bei der ersten von zwei Pinkelpausen lies bereits die Pommesgabel grüßen. Den Salut darauf nutzten dann Mitfahrer Frank und Stephan für eine erste Bierprobe. Fahrer Dieter und ich blieben vorerst noch abstinent. Weiter ging es vorbei an Schildern nach Horneburg, Halvesbostel, Tornesch, Horst/Elmshorn, Krempe, Rasthof und Kaaksburg. Und immer wieder an einem Schild welches auf diesen ominösen Ort "Ausfahrt" hin wies. Er schien überall und nirgends zu sein. Aber ich schwöre, auf der Fahrt nicht einen Tropfen Alkohol zu mir genommen zu haben! Wirklich! Immer wieder kamen wir daran vorbei und ich vermutete schon einen "Kreisverkehr" oder eine nicht endende Warteschleife, in die man uns geschickt hatte. Irgendwann kamen wir aber doch tatsächlich in dem sonst so beschaulichen Örtchen Wacken an.

Wie schon erwartet, hatte die vereinigte internationale Metal-Fraktion bereits die Kühe von ihren Weiden verdrängt. Zwar gibt es auch unter ihnen den einen oder anderen "Wiederkäuer" aber wir wollen uns jetzt lieber den etwas appetitlicheren Dingen zuwenden.


Nach der Anmeldeprozedur schlug ich mein Zelt auf und kam gerade rechtzeitig zum Auftritt vom Bülent Ceylan. Der plauderte aus dem Mannheimer Nähkästchen. Man macht sich ja keine Vorstellung davon wie gefährlich doch so ein Supermarkt-Besuch sein kann. "Amok-Omas" , die einem in die Hacken oder den Hintern fahren gibt's anscheinend überall. Im weiteren Verlauf wurde er von einer kleinen Puppe assistiert, die auf Bauchdruck so Sachen wie zum Beispiel: "Knie nieder!" von sich gab. - Wo gibt's so einen Stimmungsmacher eigentlich zu kaufen…??? - Nach einem abschließenden Bauchtanz, wurde ihm von seinen Fans noch ein ganz persönlicher Wunsch erfüllt. Mit einem Schlauchboot fuhr er von der Menge getragen über die tosende Wacken-Gemeinde.


Während der Deutsch-Türke nach seinem Auftritt für seine Fans da war und Autogramme gab, gings für mich übers Gelände um ein paar Eindrücke zu sammeln. Auch dieses Jahr gabs wieder diverse Stände an denen sich der nur unzureichend mit T-Shirts ausgestattete Metalhead mit adäquater Kleidung versorgen konnte. Und auch für die Einkleidung des Nachwuchses zu Hause gab es Auswahl in Hülle und Fülle. Wem dann auch noch ein Mode-Accesoir fehlte, konnte sein Outfit noch mit ein paar Ansteckern komplettieren. Es war für jeden etwas dabei.


Blind Guardian hab ich früher total gern aber schon lange garnicht mehr gehört. Aber als ich "Imagination from the other side" hörte und "Barts Song" war ich schlagartig in alte Zeiten zurück versetzt. Auch wenn zwei oder drei CDs meinem persönlichen Geschmack nicht voll entsprochen haben, hat diese Band für mich kein bisschen an Faszination verloren. Auch mit grau meliertem Bart und kurz geschnittener Frisur machten Hansi Kürsch und Co. eine unverändert gute Figur. Einzig Thomas "Thomen" Stauch hätte als Kirsche auf dem Sahnehäubchen das alte Erscheinungsbild noch garnieren können. Aber zu viele Tortenschnittchen :fg: übersättigen recht schnell und das macht bekanntlich unzufrieden. Und wer will das schon sein?

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Ein "Muss" war der Auftritt von Ozzy, den ich zuvor noch nie live erlebt habe. Mr. Osbourne hat ordentlich am gewaltigen Topflappen der Musikgeschichte mitgestrickt und verdient einen würdigen Platz in der Kult-Galerie. Trotz seiner rheumatischen Bewegungen war er überraschend agil. Er strampelte und hüpfte hinterm Mikro auf und ab, lief auch herum und lieferte für seinen Jahrgang einen anzuerkennenden Auftritt ab. Nur - wirklich mit allem Respekt - lebte dieser Auftritt wohl hauptsächlich von seinem Namen und dem ihm vorauseilenden Kultstatus. Ohne den Rest der Band wäre die Performance wesentlich schlichter ausgefallen. Zudem hatte ich das Gefühl als wäre seine Stimme nahe dran "abrutschen". Im Verlauf der Show wackelte mancher Ton doch ganz schön. Aber wir alle haben ihm tolle Balladen und eine kurzweilige "Die Osbornes ganz privat - Doku" zu verdanken. Und immerhin scheut er sich nicht, live zu singen. Da könnte sich ein "Herr Wespe" mal eine Scheibe von abschneiden. Daher ziehe auch ich meinen nicht vorhandenen Hut und zolle meinen Tribut an den großartigen Mr. Ozzy Osbourne.


Unverhofft kommt oft. Und auch ich habe mir auf dem W:O:A einen ganz besonderen persönlichen Wunsch erfüllt! Ich habe das erste Mal im Leben einen Tiger gestreichelt! Er war ganz zahm und friedlich. Er hat nichtmal geknurrt. Im Notfall hätte ich ihm einen Schlumpf zum Fraß vorwerfen oder eine leckere Banane anbieten können. (Schlumpf und Banane mögen mir meine Feigheit verzeihen;) Was meint ihr? Gelb oder Blau?

Ich persönlich tendierte am Freitag anfänglich zu gelb und erst dann zu blau! Denn zum Frühstück gabs eine Dose Mais und Brot mit Salami und einen Cappuccino bei den Zeltnachbarn. An dieser Stelle nochmals Danke an Maren, Manuel und Iris - ihr seid spitze!!!! Dann machte ich mich mit Kamera auf in Richtung Musikgetöse. Dies führte mich am Zeltlager von Seeb, Dirk und Matt vorbei. Dort genehmigte man sich gerade eine ordentliche Dose Ravioli. Sicherlich wurden an diesem Wochenende zwischen Grashalmen und Matschepatsche wieder mehrere Bruttoregistertonnen Dosenfutter vertilgt, wahlweise kalt, lau oder warm. Aber an den Geschmack von mit Hackfleisch gefüllten Teigwaren in Tomatensauce werde ich mich wohl nie gewöhnen können. Also eine Station weiter und ran an den Kaffee. Mit einem freundlichen Lächeln wechselten ein Becher Kaffee und 2,50 € die Besitzerin. Am Frühstückstisch gesellten sich alsbald 4 gesprächige Schweizer hinzu, die den Tag mit magenfreundlichem Rührei und Brötchen anklingen ließen.


Bald schallte aber wieder die Musik von der Bühne herüber und jeder machte sich auf den Weg, die Band zu sehen, nach dem es ihm gelüstete. Morbid Angel standen gerade auf der Bühne als ich den Kaffebecher geleert hatte und mich zum Veranstaltungsgelände trollte. Klick, klick ein paar Fotos von den finsteren Herren geschossen und dann weiter Richtung Biergarten zu den Smack Balls. Die erfreuten sich zum wiederholten Male über regen Zulauf zu ihren Auftritten im Biergarten. Mit E-Gitarre, Akkordeon und Cajon spielt das Trio Metal-Hymnen von Iron Maiden, Motörhead, Manowar und anderen Klassikern. In diesem Jahr wirkten beim Coversong "Warrions of the World" mehrere "Gastmusiker" mit, die alle den "Wacke(re)n Schlagzeugwettbewerb" gewonnen hatten. Sechs taktgetreue Schlagwerker, vorn in der ersten Reihe, die in eingängigem Rhythmus, allesamt ihr gewonnenes Wacken-Cajon bearbeiteten.

Meine Güte, jetzt wars schon gleich 17:00 Uhr und ich wollte doch Rhapsody sehen. Schnell, schnell,…. schneller rüber wackeln….. Kamera im Anschlag. Aber ich hatte das gleiche Problem wie schon so oft: Fotopass aber keinen Zugang zum Fotograben und ich bin nicht gerade ein Riese. Wie gut nur, dass mich ein freundlicher Metaller nach vorne ans Geländer ließ. Das war Zwergen-Bonus und Geschlechts-Rabatt zusammen und ich konnte ein paar Schnappschüsse von der linken Seite machen. Wenn nur dieser doofe Bühnen-Nebel nicht wäre. der verdampft einem doch das ganze Bild. So kann man doch nicht arbeiten…. :o/

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Und auch nicht, wenn einem ewig zwei Kasper vor der Linse herum springen, die unbedingt fotografiert werden wollen. "Ja, ja, dann schmeißt euch in Pose!" - Hartnäckigkeit zahlt sich aus… *schmunzelt*

So, nun aber ab ins Zelt. Erst wars windig und kühl. Jetzt zerfließe ich vor Hitze. Also schnell in die kurze Carmouflage-Hose geschlüpft und zurück zum Ort des Geschehens. Dachte ich! Denn…..

…auf dem Weg zurück zum Veranstaltungsgelände hörte ich im Vorbeigehen eine bekannte Stimme. - "Hasi, du auch wieder hier?!" begrüßte ich überrascht die ehemalige Redaktionskollegin. Nach kurzen Smalltalk entschied man 5-stimmig, dass ich "jetzt erstmal einen mittrinken" müsste. Sogleich wurde mir in der Mädchenrunde etwas orangefarbenes zu trinken gereicht. Als der Becher leer war wurde er mit etwas rotfarbenen wieder aufgefüllt. Da ich nicht besonders oft dem Alkohol fröne, schlug das Ganze recht schnell auf meine Zunge und die Augen und Füße und……… und so…….. und………. ich entschloss, meine Schieße wieder zurück zu bringen. Jedes Foto hätte irreparable Verwackelungsefeckte aufgewiesen. Ach, und morgen war ja auch noch ein Tag. Alsbald riss ich mich von der alkoholgeschwängerten Frauenrunde los um die Kamera "jetzt aber wirklich" weg zubringen und anschließend Judas Priest anzugucken. Und ich verlautbare feierlich: "Damit kann ich jetzt auch hinter diesem großen Namen ein Häkchen bei "gesehen" machen.


Später gab es an diesem Abend dann noch eine Begebenheit, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Ein sehr netter jemand namens Jens hatte mir ein Bier ausgegeben, musste aber kurz danach leider den Weg ins Hotel antreten. Kaum dass er aufgestanden war, schmiss sich ein Typ auf den frei gewordenen Barhocker neben mir. "Ludger!" stellte er sich mir kurz und knapp vor. "Och nööö…..!" dachte ich. Denn ich wartete hier auf Bekannte, konnte nicht einfach weg gehen und war total unscharf auf jegliche Kommunikation. Auf jeden Fall textete mir "Ludger" bestimmt 10 Minuten lang eine Frikadelle ans Knie. Dabei musste ich doch so dringend Bier weg bringen…
Der Retter in der Not sagte: "Okay, geh ruhig. Ich pass aufaine Flasche auw, dann weißich auch, dassde widder kommsssss." Ja gut, also Bier abgegeben, ich aufs WC und war wirklich nach 5 Minuten wieder da! Aber "Ludger" war weg! Nach kurzer Suche fand ich den Helden an der Theke wieder und tippte ihm von hinten auf die linke Schulter. Sofort drehte er sich um. Aber als er mich wortlos anstarrte erkannte ich dieses riiiiesige Fragezeichen auf seinem Gesicht: "Wer bischu denn?" - Okay, dachte ich, spielste mit: "Sandra"! Verzögerte Reaktion: "Jaää ääun…… was willse….??!" - "Mein Bier!" - Und noch immer sah ich das riesige Fragezeichen auf der Stirn dieses Bierakrobaten. Da kam mir das erste mal in den Sinn: "Ach du Sche*ße, der Kerl weiß tatsächlich nix mehr…." - "Welch….chs Bier?" - "Na dass, worauf du aufpassen wolltest während ich zum Klo gehe." - Er schwankte leicht als er sich mit ungelenker Handbewegung halb zur Theke drehte: "Is DASCH dein Bier?" - "Das weiß ich nicht. Das müsstest DU doch besser wissen als ich.... Du wolltest doch drauf aufpassen!" Seine Augenbrauen zogen sich zusammen und die Augen blickten angestrengt zur Seite. Dann sah er mich erst ratlos dann erschrocken an und sagte: "Oh,…. dann habbisch das wohl ausgetrdungen!" - Mal ehrlich: Kann man sowas glauben… *schmunzelt*
Er hat mir dann ein neues Bier gekauft und sich tausendmal dafür entschuldigt, dass er sich nicht mehr an mich erinnern könne und sowas. Auch solle ihm dies "vascheihen", weil er doch schon seit 12 Uhr Mittags trinken würde. - Ludger…….., hiermit geschehen!!!


Dooferweise sind mir an diesem Wochenende einige Bands durch die Lappen gegangen, die ich wirklich gern (wieder) gesehen hätte. So z.B. Airbourne, Danko Jones, Warrant und Primal Lear. Vor allem der Auftritt von Roberto Blanko zusammen mit Sodom hätte ich mir gerne zu Gemüte geführt. Bis zum Wikingerdorf am anderen "Ende der Welt" bin ich auch nicht vorgedrungen, dafür hat der Kollege aber ein paar Fotos gemacht und sich eine Schlacht angesehen. Oft war einfach die Luft raus, die Zeit verflog bei einem Gespräch oder man hatte es anderweitig nicht mehr auf dem Schirm. Man horcht und bekommt von Weitem mit: "Ach, die spielen ja schon…." Von intensiven Gesprächen mit interessanten Zeitgenossen sollte man daher Abstand nehmen. Am besten ist es, sich neben einen halb abgestürzten Tiefflieger zu stellen. Der sagt nix und hört nur zu. Auch dann noch, wenn man schon längst gegangen ist. Aufgrund der langen Wege sollte man sich immer rechtzeitig auf den Weg machen. Das gilt auch für den Nachhauseweg. Am besten mit Navigationsgerät. Eine pfiffige junge Dame aus dem Bekanntenkreis speichert ihre Koordinaten am Zelt ab und zückt zur richtigen Stunde das Orientierungs-Utensil. Clever, clever, Krise! ;o)

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Da die Besucherzahl offiziell mit 70.000 Besuchern und gefühlten 140.000 Gästen auf immense Dimensionen angewachsen ist, ist es nicht verwunderlich, dass sich die Orientierung in der Zeltstadt ohne Straßenangaben schwierig gestaltet. So manch bierlastiger Wack(l)inger suchte seine Basis-Station mit nur mäßigem Erfolg. Das Wiederauffinden der Heimstätte dauerte häufig mehrere Stunden, konnte sich aber auch über 2 Tage (!) hinziehen. Einer der bedauernswerten Obdachlosen musste die letzten Nächte gar in einer Mülltüte als Schlafsackersatz zubringen. Auch Kollegen Dieter und Stephan wurden Opfer eines nächtlichen Anfalls von Desorientierung - von der "Desdeoisierung" mal ganz abgesehen. Als Dieter nach 4 Stunden heilfroh im Camp eintrudelte wurde er gefragt: "Wo hast du denn Stephan gelassen?" - "Wieso, ist der denn noch nicht hier? Der ist doch eine Stunde vor mir los gegangen…" Der erwähnte Kollege, so erfuhren wir später, hatte die übersicht im Buchstabengewirr der Camp-Areas verloren und irrte über verschiedensten Campingplätze. Dabei stolperte er auch noch in einen Graben. Geraume Zeit danach stellte er fest: "Sche*ße, Kamera weg." Am nächsten Tag ging er dann, mit wenig Hoffnung auf Erfolg, zur Fundabgabestelle. Und tatsächlich hatte jemand die Kamera gefunden und dort abgegeben. An dieser Stelle ganz herzlichen Dank an den ehrlichen, unbekannten Finder!

Denn wie in der Pressekonferenz am Samstag verlautbart, darf nicht unerwähnt bleiben, dass auch auf dem W:O:A Taschendiebe und organisierte Diebesbanden ihr Unwesen treiben. Speziell eine Bande von "Zeltsschlitzern" wurde jedoch schon im Vorfeld dingfest gemacht und deren Mitglieder befanden sich bereits in Untersuchungshaft. Trotzdem weist der Veranstalter gezielt darauf hin, keine Wertsachen unbeaufsichtigt im Zelt zu lassen. Die bessere Alternative ist, wertvolle Gegenstände im Auto einzuschließen oder direkt am Körper zu tragen.

Erfreulich ist hingegen, dass in diesem Jahr die Schnittverletzungen um 80% zurück gegangen sind. Der Hauptgrund ist, das weitgehende Glasverbot auf dem Veranstaltungsgelände. Im örtlichen Supermarkt hatten die Besucher zudem die Möglichkeit gekaufte Spirituosen vor Ort in PET-Flaschen umzufüllen. Ungewöhnlich häufig fanden die Einsätze des Deutschen Roten Kreuzes in diesem Jahr jedoch wegen Wespenstichen statt. Wie immer ging es ansonsten friedlich zu.


Der Verkehrsunfall am Mittwoch, bei dem eine jungen Frau tödlich verletzt wurde, ereignete sich entgegen manchen Gerüchte nicht auf dem W:O:A Gelände, sondern auf der B 430. Während des Festivals befanden sich die näheren Umstände noch in Klärung und der Veranstalter stand in engem Kontakt mit den Angehörigen. Soweit zum jetzigen Zeitpunkt bekannt ist, war die Gruppe von 3 Frauen und einem Mann auf dem Weg zum Festival. Während eine Person nicht gerettet werden konnte, wurden die anderen drei jungen Leute schwer verletzt .Zum Unfallzeitpunkt befanden Sie sich außerhalb ihres Fahrzeugs am Rande der Fahrbahn. Laut Polizeisprecher kam ein 55-jähriger LKW-Fahrer nach links von der Straße ab und raste ungebremst in die Gruppe junger Leute. Der LKW-Fahrer blieb unverletzt. Die Ermittlungen dauern an. - Das HMH-Team wünscht der betroffenen Familie viel Kraft.

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Weiterhin berichtete Veranstalter Thomas Jensen, dass man nach reichlicher überlegung und Umfragen zu dem Ergebnis gekommen sei, die "Wall of Death
oder die "Circle Pits" vor der Bühne NICHT zu verbieten. Die Bands wurden aber angewiesen nicht gezielt dazu aufzufordern. Als viel störender würden laut Umfrage die "Crowdsurfer" empfunden. (Bitte nicht zu verwechseln mit den possierlichen "Wiesensurfern
! ;o)
Im Fokus stehe zur Zeit das Müllproblem. Jedoch gehe man davon aus, auch hier eine gute Lösung zu finden. In Sachen Stromzufuhr hat sich bereits einiges getan. Zum Beispiel wurden auf dem Gelände bauliche Maßnamen durchgeführt bei denen Rohrleitungen in den Boden eingebracht wurden. Durch diese leeren Rohre können Kabel jeglicher Art gezogen werden.
Zum Abschluss der Pressekonferenz gab es noch einen Trailer zum W:O:A 2012 und ein Interview mit Herrn Schenker von den Scorpions. Denn die werden im nächsten Jahr mit dabei sein und…. evtl. eine "Wacken-Hymne" im Gepäck haben. Wir werden sehen, ob die Saat eines Reporter-Kollegen aufgeht.

Was gibts denn bei mir noch abschließend zu sagen? - Also
Kreator und Apokalyptica waren auch noch richtige Kracher! Motörhead hab ich mir dieses Jahr ausnahmsweise mal nicht angsehen. (Als eingefleischter Fan hat Stephan ein Foto für euch gemacht!) Avantasia hab ich leider verpasst. Umstritten war der Auftritt von Freiwild, die bei vielen als (ge)rechte Nachfolger der Bösen Onkels gehandelt werden. Ich hingegen habe zum ersten Mal die "Duschregel" missachtet und schäme mich nicht, mich danach sauber, frisch und "wie ein Blümchen" gefühlt zu haben. Meine besten Saufkumpane an diesem Wochenende, waren Seeb ("Ich ess die ganze Dose auf"), Dirk ("Ich spiele Schlagzeug."), Matt ("A shot will warm you up!"), Dirk K. ("Wie wärs mit einer Massage?"), Onkel Tom (Gib Küsschen! :), Schiri ("Ich rede nicht - ich mache!") , Theo ("Alle Frauen wollen ein Kind von mir!") , Marc (danke fürs zuhören), Schlüti (Hibbel-di-hüpf), Hasi (nahm die Schuld auf sich, dass mir die Lampe anging ;o), meine Zeltnachbarn Maren, Manuel, Iris und Mr. Arthur Pink (ein bissl Plüsch hat noch niemandem geschadet) und alle, an deren Namen ich mich nicht mehr erinnern kann ;o)

Trotz allem wird mir dieser Festivalbesuch noch lange in Erinnerung bleiben. Und im nächsten Jahr würd ich gern wieder mit dabei sein. Ich hoffe euch hat dieser kleine Einblick in mein Wochenende gefallen. Ich will auf jeden Fall im nächsten Jahr wieder mit dabei sein. Und wer weiß…. vielleicht laufe ich dem einen oder anderen von euch auch (wieder) über den Weg.

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Bericht und Fotos: Sandy HMH, mit freundlicher Unterstützung von Stephan und Dieter Rolke

Fotogalerie folgt in Kürze....

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