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Festival-Berichte

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Wispa Festival 2006
Eigentlich war es ursprünglich ja "nur" eine große Geburtstagsfeier, bei der "Wispa" alle seine Freunde untereinander bekannt machte. Dieses Event fand aber so großen Anklang, dass es im Laufe der Jahre immer größer geplant werden musste. Der "Freundeskreis" wurde immer weitläufiger und so musste später eine Schützenhalle nach der anderen angemietet werden. Als auch diese Gebäude die Besuchermenge nicht mehr fassen konnte, wurden die Feierlichkeiten kurzerhand ins Freie verlegt. Die schöne Landschaft im Märkischen Kreis bei ist seither nicht mehr die einzige Sehenswürdigkeit, die Leute von Nah und Fern anzieht.


Für "Tagesgäste" hieß es ca. 300 Meter vorher: Auto abstellen und die letzten Meter zu Fuß gehen. Die Sicht auf den Ort des Geschehens war zuerst durch eine Anhöhe verdeckt. Aber der Wind trug die Schallwellen mit einem gehörigen Lautstärkepegel den ankommenden Gästen entgegen. Endlich auf der Hügelkuppe angekommen schweifte der Blick über das weite Gelände, wobei einem die Hüpfburg für die "lieben Kleinen" sofort und knallrot ins Auge stach. Nicht minder imposant das Panorama der Hügel und Täler, die jedem Naturliebhaber das Herz höher schlagen lassen.


Besucher aus der Umgebung aber auch von weiter her (z.B. Borken) kamen gern um ein paar schöne Tage in gelöster Stimmung zu verbringen. Ob mit Auto Wohnmobil, Motorrad oder dem Fahrrad, das Publikum war wieder bunt gemischt, ebenso wie die auftretenden Bands. Familien mit Kleinkindern und Babys hatten ebenso Spaß wie die Halbstarken am Nachbartisch und das "Urgestein" (Was durchaus positiv gemeint ist. - Anm. Sandy) am Bierstand. Punks neben Bikern, Metal-Fans neben "Normalos", Spät-Hippies neben gut gelaunten Anwohnern - alle haben sich wunderbar verstanden. - Leben und leben lassen war die Devise.






Viele Besucher hatten ihre Hunde mit gebracht, die sich frei auf dem Gelände bewegen konnten und sich im Regelfall gut verstanden. Einzig ein raufender Dalmatiner sorgte für Aufregung. Nachdem "Wispa" sich aber per Mikro an den Besitzer gewandt hatte, war dieses Problem jedoch schnell aus der Welt geschafft.

Doch Tierliebe wurde nicht nur den eigenen Vierbeinern entgegen gebracht. "So gab es das große Mauseloch vor der Bühne, aus dem fünf noch blinde kleine braune Feldmäuschen krochen. Sie hatten keine Alten mehr und wurden von einer Schar von Metallern und Punks in einen Pappkarton mit Gras und Getreide gelegt und eine Bedienung erklärte sich gleich zur Mäusemutter und nahm die Schachtel mit nach Hause." plaudert Wispa.



Die Bands waren von überall her angereist und deckten sämtliche Musiksparten ab. Da wurden Songs wie "Sweet Child Of Mine" von Guns 'N Roses und "Come on Baby light my fire" von The Doors gecovert. Und auch die Liebhaber von Punk, Rock und Hip Hop wurden musiktechnisch für die Anreise belohnt. Eine Raggae-Band war ebenfalls gelistet, sagt aber kurzfristig ab. Die Glücklichen wurden nämlich kurzfristig auserwählt, bei einem dortmunder Fußballevent zu spielen. Da der Veranstalter jedoch für guten Ersatz sorgte hat sich niemand darüber beschwert.

Auch zu den Musikern hat Wispa eine Anekdote zu erzählen: "Da war der Saxophonist von Drop Pants for Food, der dauernd vor sich hinsang:" We need some beer, we need some beer", und immer, wenn er was bekam:" We've got some beer, we've got some beer!". Dazu gabs am Lagerfeuer Dauersession mit ihm, drei Tage und Nächte hat der durchgemacht und dazu mit seiner Band, die als letzte auftraten, noch einen Wahnsinnsauftritt hingelegt. Am Sonntag legte ihn seine Band aber erst mal ins Bett, denn er ist der Fahrer!

Es ist eines der wenigen Festival-Veranstaltungen, die nicht aus Profitgründen statt finden. Die Bands spielen kostenlos und die Mitarbeiter engagieren sich ehrenamtlich. Der Eintritt ist kostenlos, die Preise moderat und Camping-Gebühr von 2 € ist absolut human. Die Bezahlung von Bratwurst, Pommes und Bier geschah mittels Wertmarken. Wobei eine Marke 50 Cent kostete. Bisher hat Wispa noch nie einen großen Gewinn erziehlt. Aber was tut man nicht alles um sich mit fröhlichen Mitmenschen zu umgeben...?!

Der Gewinn aus dem Festival fließt keiner Privatperson zu, sondern wird für den im letzten Jahr gegründeten Wispa e.V. verwendet, welcher alternative Kultur (z.B. Musik) fördert. Aber auch an Menschen, die wirkliche Lebens-Hilfe benötigen, wird gedacht. So wurde z.B. für ein Jugenddorf für Straßenkinder in Barode/Indien gespendet.


Die "Grün-Weiße Rennleitung" zeigte sich locker und kooperativ. Bevor etwaige Fahrzeuge entfernt werden mussten, weil sie die Zufahrtswege für eventuelle Einsätze von Notarzt und Rettungswagen versperrten, gaben sie eine Liste an den Veranstalter, der dann höchst persönlich den "Wegpark-Rap" zum Besten gab. Somit hatten die Halter die Möglichkeit Ihre Fahrzeuge an anderer Stelle abzustellen ohne gleich kostenpflichtig abgeschleppt zu werden. - Sicherheit geht halt vor. Nach dem Verlesen eines Kennzeichens kam jedesmal ein fröhlich gekrähtes: "WEGPARKEN!", bei dem die Zuschauer schon bald refrainfest mit einstimmten.



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Kommentare

by harry am 25.05.2005 - 14:04
Nothing to say more

Auch Punkt.
Auch Aus! :-)

by IcemanHMH am 02.07.2006 - 17:38
Klasse Bericht! Punkt. Aus! :-)

by metalqueen am 06.07.2006 - 16:24
:bang: hat Sandy Super gemacht!!! War cool dabei zu sein! hatten viel Spaß! Der Caipirinia war lecker! :fg:
gruß metalqueen

by Zottel am 24.07.2006 - 16:28
Hey Kurze!!! Der Bericht ist super!!! Haste Klasse gemacht!! Und an alle anderen: das hat wirklich super gerockt!!! :bang: :bang: :bang: :bang: :bang: