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Visionatica - Force Of Luna - Review

Heutzutage ist es sicherlich schwer, aus der Masse eines bestimmten Musikgenres herauszustechen.
Vor allem wenn es sich um den Bereich des sogenannten „Female Fronted“ Symphonic Metal (wer auch immer auf solch einen schwülstigen Ausdruck gekommen sein mag) handelt, in welchem sich seit geraumer Zeit so manche mehr, oder weniger erfolgreiche Band beherbergt fühlt.
In diesem Sumpf waten auch die Nürnberger Formation VISIONATICA, die sich 2013 gründeten und nun mit ihrem Debüt „Force Of Luna“ aufwarten.


Was mich persönlich bei VISIONATICA sofort angesprochen hat, war einerseits die Thematik des Wolfes, den sie sich quasi auf die Fahne geschrieben haben und der sich immer wieder in Force Of Luna“ zu manifestieren scheint und andererseits, die im ersten Moment etwas dünn anmutende Stimme von Sängerin Amara Avodem, die sich aber alsbald als Glücksgriff für die gesamte Musik dieser aufstrebenden Band herausstellt.
Zudem ist es sicherlich nicht unnötig zu erwähnen, dass Visionatica auf ihrem Debüt mit einem tatsächlichen Orchester und nicht mit irgendwelchen Samples glänzen können.
Sicherlich keine alltägliche Geschichte, doch dies macht „Force Of Luna“ nur noch interessanter.
Doch nicht nur der Wolf, in seiner herrlich düsteren und doch so wundervollen Gestalt, ist hier Ziel der Lyrics, auch andere Themen sind Bestandteil dieses überragenden Albums.
So kommt z.B. „Lilith“, jene erste Frau Adams, welche mit ihm im Paradies gleichgestellt war und von unserer, ach so lieben Kirche gerne verschwiegen und unter den Teppich gekehrt wird, im gleichnamigen Song zu Ehren.
Was mich jedoch sehr berührt hat war der Titel „The Thorns“.
Eine Ballade, in der Frontwölfin Amara jemandem dafür dankt, sie aus einem düsteren Tal hervorgeholt zu haben.
So beschreibt es zumindest das Infoblatt und tatsächlich kann man sich bei diesem Song sehr gut in solch eine Situation hineinversetzen.
Dazu kommt noch, dass Amara zusammen mit Winterstorm Sänger Michael Liewald „The Thorns“ noch interessanter macht.
Weiterhin sollte nicht unerwähnt bleiben, dass die Violinenparts (abgesehen von „She Wolf“) von FIDDLER’S GREEN Musiker Tobias Heindl eingespielt wurden.
Für ein Debüt kommen hier doch sehr viele Aspekte zusammen, die insgesamt gesehen doch mehr als aufhorchen lassen.


Mein Fazit fällt deswegen auch dementsprechend positiv aus, denn auf „Force Of Luna“ vereinigen VISIONATICA nicht nur das, wofür sie Schweiß und Arbeit lassen, sondern erfüllen mich als Hörer mit einem wohligen Gefühl, einer Band zu lauschen, die es wahrlich ehrlich meint und mich mit ihren Songs, in denen Mythen und Visionen zum Tragen kommen, in eine andere Welt mitzunehmen scheinen.
Somit sind sie für mich ganz klar ein Glanzlicht im Bereich dieses Genres, dessen Name ich nicht noch einmal niederschreiben möchte.


Note: 2

 




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