nach oben
Mättler No.
Drop-Nav
939257
Konzert-Berichte

zeige: Galerie | Übersicht


Threshold + Guests - Ludwigsburg Rockfabrik, 14.03.2013
Seit ihrem Debüt “Wounded Land” aus dem Jahre 1993 ist die britische Band “Threshold” ein wichtiger Teil der Musikszene und sich nicht mehr aus dieser wegzudenken.
Auch Schicksalsschläge wie der tragische Tod von Sänger „Andrew McDermott“ 2011 zwangen die Band nicht in die Knie und ließen sie im vergangenen Jahr gar ein Album präsentieren, welches vor Energie nur so strotzte.
Um „March Of Progress“, so der Titel des Albums auch Livehaftig darzubieten, war es nur logisch, dass die britischen Prog-Könige dementsprechend eine Tour nachschoben.


Die führte sie am 14.03. dann auch nach Ludwigsburg in die Rockfabrik.
Doch wie es sich gehört, kommt natürlich nicht nur eine Band, um den Fans etwas zu bieten.
„Threshold“ hatten gleich 2 im Gepäck.
Zum einen waren das „Cryptex“ aus Hannover, die mit ihrem recht eigenwilligen Musikstil, jedoch für offene Ohren sorgte.
Auch die Tatsache, dass der Gig in den wesentlich kleineren Club2 verlegt wurde, trübte deren Spielfreude nicht und so legten sie kurz entschlossen einen Akustikgig hin, der wahrlich nicht von schlechten Eltern war.
Denn eins kann man den Jungs uneingeschränkt zugute halten und zwar, dass sie ihre Songs mit einer Spielfreude und Gelassenheit darbieten, dass man nur den Hut ziehen kann, auch wenn ich doch etwas Zeit brauchte, um mich auf ihren Stil einzulassen.
Von daher ein sehr interessanter Opener.

Die zweite Band im Bunde waren die, wie „Threshold“ ebenfalls aus England stammenden „Enochian Theory“, die in der Prog-Szene keinen schlechten Ruf genießt, da auch diese Truppe ganz genau weiß, was sie mit ihren Songs ausdrücken und wenn sie damit berühren möchten.
Dementsprechend guten Anklang fand deshalb auch sowohl die Setlist, als auch das Vortragen eben dieser.
Es steckt wahrlich sehr viel Potential in dieser Band.
Gut, man muss schon gestehen, dass sich die Zuschauerreaktionen in Grenzen hielten, doch ist der Style, den Briten da spielen auch nicht wirklich maßgeblich fürs wilde Umherspringen gedacht, sondern eher zum andächtig lauschen konzipiert.
Das hätte man auch tun können, wäre der Sound und der allgemeine Lautstärkepegel nicht so hoch gewesen.
Sehr schade, denn mit einem akzeptablen Level, hätten mir „Enochian Theory“ noch ne Ecke mehr zugesagt.

Glücklicherweise war dem Headliner dieses Abends „Threshold“ ein besserer, wenn auch nicht optimaler Sound  vergönnt.
Genau diese Band betrat nun die Bühne, nachdem Sänger „Damian Wilson“ kurz zuvor schon mal kurz auf den Brettern, die die Welt bedeuten war, um sich mit einigen Fans kurz auszutauschen.
Mit dem genialen „Mission Profile“ beginnen die Briten einen Set, der es wahrlich in sich hat.
Auch wenn der Sound nicht ganz perfekt war, so ließen sich das weder die Band noch die Zuschauer anmerken und feierten die Jungs regelrecht ab.
Um das aktuelle Album „March Of Progress“ gebührend zu erwähnen, erschienen in der Setlist mit „Don’t Look Down“, „Coda“, „Colophon“, „Ashes“, „Staring At The Sun“ und „The Rubicon“ gleich 6 Titel daraus, die natürlich nach dem Erfolg eben dieses Albums besten Anklang fanden.
Doch auch Titel, wie das majestätische „Part Of The Chaos“, oder auch „Angels“ vom sagenhaften Album „Clone“ rissen die Fans mit und bejubelten die Band ohne Unterlass.
Und auch die im Vorfeld immer wieder aufgetauchte Frage, ob „Damian“ die Stücke, die „Andrew McDermott“ (R.I.P.) wohl genauso gut singen würde, konnte erfolgreich beantwortet werden.
„Damian Wilson“ ist nun mal ein Ausnahmesänger, der es bestens versteht, solche Songs für sich zu nutzen.
Ich hatte ja 2007 auf der „Dead Reckoning“ Tour in Reichenbach schon das Vergnügen mich davon überzeugen zu dürfen, nachdem „Andrew“ auf dieser Tour nicht mehr zur Verfügung stand und ihn „Damian“ vertrat.
Die Spielfreude von „Threshold“ war zu jeder Sekunde spürbar und so durfte sich der Zuschauer über 100% Progressive Metal freuen.
Das Einzigste was ich persönlich wirklich bedauere, war das Fehlen meines All-Time Faves „Paradox“, doch dafür hatten es „Threshold“ mit dem Zugabenteil sehr geschickt gelöst, denn mit „Light And Space“ und „Slipstream“ kamen 2 wahre Knaller zum Zug, die dafür sorgten, dass die Zuschauer noch einmal alles geben konnten, bevor sich die Band von ihren Fans verabschiedete und so ein unglaublich starker Gig zu Ende ging.
Während die restlichen Mitglieder erst einmal in den Backstage Bereich verzogen, mischte sich Sänger „Damian Wilson“ sofort wieder unters Volk und ließ sich feiern, bzw. stand er Rede und Antwort für die noch Anwesenden.

Zwar brach der Club2 der Rockfabrik fast aus allen Nähten, doch scheinbar reichten die Ticketverkäufe den Verantwortlichen noch nicht aus, um das Package im größeren Club spielen zu lassen, was ich sehr schade finde.
Aber sei es drum, die Bands gingen souverän mit dieser Entscheidung um und gaben ihr Bestes, sodass ich zum Schluss nochmals meine Bewunderung vor allem „Threshold“ aussprechen möchte.
Für mich definitiv eine der besten Bands auf diesem Planeten und das sowohl live, als auch auf CD bzw Vinyl.

Pics by Heiko (PictureMonster)
www.heiko-bendigkeit.de/




Bewertung
Redaktion: (0)
0.00
Leser: (0)

0.00
  
Deine Wertung:  
| 1=Klassiker | 2=Top-Album | 3=Absolut hörenswert |
| 4=Hörenswert | 5=Da fehlt noch was | 6=Mies |


Neuere / Ältere Beiträge



Siehe auch