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Thoughts Facory - Lost - Review
Die Frage nach Sinn und Unsinn von Selbstmord, vor allem wenn es sich dabei um eine geliebte Person handelt, scheint wohl schier unlösbar.
Auch die deutsche Prog Band „Thoughts Factory“ nahm sich dieses Themas an und kreierten daraus sogar ein ganzes Album.
So wurde aus ihrem Debüt „Lost“ ein Konzeptalbum, welches aber sicherlich nicht nur wegen seiner Lyrics mehr als nur bloße Beachtung finden sollte.

Die Band schippert mit ihren Songs in wahrlich königlichen Gewässern, denn was der Hörer in diesem, über eine Stunde dauernden Werk zu hören bekommt, ist fernab von gewollt und doch nicht gekonnter Musik.
Bereits beim Opener „Awakening“ wird einem klar, dass hier etwas ganz großes am Laufen ist.
Der Lauschende bekommt einen Einblick in die Welt von „Thoughts Factory“ und kann sich seine ganz eigenen Gedanken über die Eingangs gestellte Frage machen, während er den progressiven Klängen lauschen darf, die sehr stimmig wirken und nicht wie manchmal in diesem Genre so üblich sehr verzwickt und verschnörkelt daherkommen.
So hat man bei wuchtigen Stücken, wie z.B. „The Deep Forest“, „Desperation“ und „No Way Out“, die Möglichkeit, sich die depressiven Gedanken die bei den Texten eventuell entstehen könnten, mittels körperlicher Betätigung (in Fachkreisen auch Headbangen genannt…grins) einfach abzuschütteln, während einem fast schon schwermütige und doch so phantastische Songs, wie die Ballade „Light“, das fast schon an klassisch anmutenden Prog Rock erinnernde „Voices Of Heaven“, welches zusammen mit „The Mire“ diese These aufrecht erhält in eine völlig andere Welt zu entführen scheinen.
Mein absolutes Highlight (wenn man angesichts der Dichte an gigantischen Stücken auf diesem Album überhaupt davon sprechen kann)  ist jedoch das abschließende „Death Of A Dream“, welches mit seinen knapp 16 Minuten noch einmal alles auffährt, wofür eine Band wie „Thoughts Factory“ steht.
Ausufernd doch zu keiner Sekunde auch nur ansatzweise langweilig klingend, weißt dieses Stück Musikgeschichte erneut auf das Können der Band hin.
Das ist wirklich Progressive Metal auf allerhöchstem Niveau!

Ich kann als Fazit nur sagen, dass ich vom ersten bis zum letzten Ton beeindruckt war und immer noch bin und wer mich bereits mit seinem Debüt schon so dermaßen in seinen Bann zieht, dem vergebe ich auch nur zu gerne eine dementsprechende Note.
„Lost“ ist wahrlich ein musikalischer Hochgenuss, der in keiner gut sortierten Prog Metal Sammlung fehlen darf.

Note: 1





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