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The Sirens - Nagold Alte Seminarturnhalle, 19.12.2014
“The Sirens”!
Welch ein treffender Name für dieses Dreigestirn.
Wenn man sich die Namen dieser Konstellation ansieht, wird einem sehr schnell klar, was man erleben wird, wenn man die Möglichkeit bekommt, diese 3 Koryphäen livehaftig sehen zu dürfen.
Deshalb überlegte ich auch nicht lange, als die Info hereinkam, dass „Kari Rueslatten“ (Ex-„The 3rd And The Mortal“), sowie „Anneke Van Giersbergen“ (Ex-„The Gathering“) und „Liv Kristine“ („Leaves Eyes“, Ex-„Theatre Of Tragedy“, kurz bevor das Jahr 2014 sich seinem Ende zuneigte, noch einmal ein Konzert geben würden und so ging die Reise in das nicht allzu weit entfernte Nagold, wo sie am 19.12. einen überragenden Gig absolvierten.

Mit einer Setlist, die aus einer unglaublichen Fülle an Songs bestand, die sich sowohl aus Songs der Soloalben der Künstler, als auch einigen Vermächtnissen, ihrer früheren Wirkungsstätten zusammensetzte.
Den Auftakt machte „Anneke“ (incl. Unterstützung ihrer Kolleginnen „Liv Kristine“ und „Kari Rueslatten“) mit einem Song ihrer Solokarriere.
„Treat Me Like A Lady“ war ein würdiger Einstand in den Abend, gefolgt von einem nicht minder schönen Track.
Diesmal jedoch von „Liv Kristine“, die mit „Vervain“, dem Titelstück ihres neuen Albums, den sie erfreulicherweise nicht alleine darbrachte, denn sie bekam Unterstützung von „Anneke“.
Bitte nicht falsch verstehen.
„Liv’s“ Stimme ist wahrlich über jeden Zweifel erhaben, aber so ein Duett klingt halt einfach toll.
Im Anschluss wurden meine Gebete im Ansatz erhört, endlich wieder einmal Songs von „The Gathering“, die zu einer Zeit entstanden, als „Anneke Van Giersbergen“ noch der Band angehörte, live zu erleben.
Mit „Saturnine“ legte sie einen Grundstein für ein paar Songs aus eben dieser Ära, die sie über den Set verteilt, zum Besten gab.
Danach wurde ein weiterer Querschnitt aller auftretenden Künstlerinnen geboten.
Zum ersten Mal an diesem Abend kam „Kari Rueslatten“ alleine zum Zug und brachte mit „Exile“, einem Song aus ihrer Solozeit, den sie sehr bewegend sang.
Mit „Venus“ von „Theatre Of Tragedy“ und „Silence“ von ihrem vierten Solowerk „Libertine“, den sie zusammen mit „Kari“ interpretierte, kam „Liv“ unter großem Beifall zurück auf die Bühne.
Im Allgemeinen muss man sagen, dass die Stimmung an diesem Abend mehr als überwältigend war.
Ich würde sagen, das Publikum wusste genau, warum sie sich an diesem Tag nichts anderes vornahmen.
Davon profitierte im Anschluss auch „Anneke“ wieder, als sie mit „Mental Jungle“ und „1000 Miles Away From You“ zurück auf die Bühne kam.
Zwischen den beiden Songs wurde noch eine weitere „Theatre Of Tragedy“ Hymne mit Namen “Image“ dargebracht.
Ich brauch wohl nicht extra betonen, dass dieser sehr schöne, wenn auch damals eher unterbewertete Titel, sinnigerweise von „Liv Kristine“ gesungen wurde.
Für alle Fans von „The 3rd And The Mortal“, waren die nächsten beiden Songs, die nun auf der Liste standen, wohl die absolute Krönung.
Kann man aber sehr gut verstehen, wenn man sich in „Why So Lonely?“ und „Death Hymn“ verliert.
Mit „Love Decay“, vorgetragen von „Liv“ und „Kari“, ging es langsam, aber sicher in Richtung Ende des ersten Blocks.
Den würdigen Abschluss machte dann mit „In Motion #1“ von „The Gathering“, wiederum „Anneke“, bei welchem sie jedoch Unterstützung von „Kari“ bekam und so der Song noch mehr Emotionalität zu geben, als er von jeher schon hatte.
Den nächsten kleinen Block gestalteten die drei Sängerinnen in Form von weihnachtlichem Liedgut.
Ich gebe gerne zu, dass ich nicht der größte Fan des Weihnachtsfestes bin, muss aber gestehen, dass mich „Stille Nacht“, gemeinsam von allen drei Künstlerinnen vorgetragen, doch sehr bewegt hatte.
Mit „Embrazing The Seasons“, dem ersten Stück von „The Sirens“ wurde dieser Block dann beendet.
Wiederum unter sehr großem Beifall, verließen die Drei die Bühne, um jedoch kurz darauf erneut selbige zu betreten, um die Zugaben, die vom Publikum vehement verlangt wurden, zu zelebrieren.
Nicht weniger als sechs Stücke hatten sie dafür auserwählt, dem Publikum zu präsentieren.
„The 3rd And The Mortal“ standen noch einmal auf dem Plan und kamen mit „Atupoema“ zu Ehren, gefolgt von „Ride“ und „Trollferd“ von „Kari Rueslatten’s“ Soloalben „Spindelsinn“ und „Other People‘s Stories“, die „Kari“ erneut ganz großartig vorzutragen wusste.
Mit „Siren“ von „Theatre Of Tragedy“, wurde einmal mehr sowohl ein superber Song der Band dargebracht, als auch ein weiterer kleiner Hinweis auf den Namen der Sängerinnen gegeben, die da gerade das Publikum verzauberten.
Mit dem darauffolgenden Meisterwerk jedoch war ich persönlich im musikalischen Himmel angelangt.
„Strange Machines“, der Opener eines meiner absoluten Lieblingsalben „Mandylion“, von „The Gathering“ drang durch die Lautsprecher und von Beginn an hatte ich eine Gänsehaut.
Ein Zeichen dafür, wie sehr mich dieser Song seit jeher berührt hat und es auch ewig tun wird.
Nach diesem Erlebnis gingen leider mit „Sisters Of The Earth“, einem weiteren Song von „The Sirens“ endgültig die Lichter aus.

Schlussendlich kann ich ganz ehrlich gestehen, dass mich dieses Konzert unglaublich berührt hat und ich es sicherlich nicht vergessen werde.
Es ist einfach unbeschreiblich, sich von solch erhabenen Stimmen verzaubern zu lassen.
So macht ein Konzert einfach noch mehr Spaß und schreit nach einer Fortsetzung!

Pics by Heiko (PictureMonster)
www.heiko-bendigkeit.de/




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