nach oben
Mättler No.
Drop-Nav
939057
Konzert-Berichte

zeige: Galerie | Übersicht


Symphonic Metal Nights - Aalen Rock It!, 18.02.2016

Unter der Überschrift “Symphonic Metal Nights” luden die drei Bands XANDRIA, SERENITY und JADED STAR ein, mit ihnen eine schöne Zeit zu verbringen.
Das Package hätte es wahrlich in sich gehabt, wenn ihnen da nicht die kalte Jahreszeit einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht hätte.
Denn genau diese war schuld daran, dass XANDRIA an diesem Abend leider nicht spielen konnten, da Sängerin Dianne Van Giersbergen völlig erkältet und keinen Ton herausbringend im Tourbus lag.

 

Dies hielt jedoch den Rest des Packages nicht ab, ihren Gig durchzuziehen.
Und solchermaßen hatten JADED STAR dann auch das Vergnügen, als erste Band auf die Bühne des ehrwürdigen Rock It! zu steigen, um dem Publikum  ihr Debüt „Memories From The Future“ schmackhaft zu machen.
Da ich das Album, seit ich es zum Zwecke des Schreibens eines Reviews bekommen habe, des Öfteren in meinem Player rotieren ließ, war ich doch sehr gespannt darauf, was Ex-VISIONS OF ATLANTIS Sängerin Maxi Nil und ihre Jungs live auf der Pfanne hatten.
Doch zuerst einmal ein kleiner Wehrmutstropfen, denn sowohl Drummer Raphael Saini, den wohl einige noch von seinem kurzen Intermezzo bei ICED EARTH her kennen dürften, als auch Bassist Babis Nikou konnten aus privaten Gründen leider nicht an der Tour teilnehmen.
Der Spielfreude der, in diesem Falle etwas umformierten Band tat dies jedoch keinen Abbruch und so schmetterten sie einen Song nach dem anderen ins Volk.
Ich muss ehrlich sagen, dass mich JADED STAR nicht nur mit ihrem Debüt auf ihre Seite zogen, sondern auch live eine mehr als gute Figur machten.
So sog nicht nur ich Songs der Marke „The Mask“, „Keep On Fighting“ und „Wake Up“ ein, denn auch der Rest des Publikums honorierte durchaus was sie da zu hören und sehen bekamen.
Ich hoffe in Zukunft noch mehr von dieser Band zu hören, denn drauf haben sie es allemal, ein fester Teil der Musikszene zu werden.

 

Durch die schon erwähnte Absage von XANDRIA kamen die, auf die Position des Headliners gerutschten SERENITY nun in den Genuss, noch ein paar Songs mehr auf ihre Setlist schreiben zu können.
Genauer gesagt waren dies drei Stücke.
Beginnen sollte der Gig jedoch mit dem Intro vom neuen Album „Codex Atlanticus“, welches im Übrigen denselben Namen trägt.
Nachdem es verklungen war und sich die Musiker auf der Bühne eingefunden hatten, legten sie mit „Follow Me“ und „Sprouts Of Terror“ los, um der anwesenden Gemeinde sogleich mal zwei Kostproben ihres neuen Überwerks, dem eben erwähnten „Codex Atlanticus“ zu kredenzen.
Das Publikum nahm diese Geste nur allzu gerne an.
Noch ein Wort zur Zweitstimme bei „Sprouts Of Terror“!
Basser Fabio D’Amore lieferte gesanglich einen super Job ab, auch wenn er ebenfalls von einer Erkältung geplagt wurde.
Mit dem nächsten Song „Royal Pain“ verwies die Band auf ihren letzten Longplayer „War Of Ages“.
Ein erstes Mal hatte nun das Publikum das Vergnügen, Gastsängerin Natascha Koch willkommen zu heißen.
Sie ersetzte die zu VISIONS OF ATLANTIS übergesiedelte Clementine Delauney erneut eindrucksvoll und dass sie sichtlich Spaß daran hatte, mit den Jungs auf Tour zu sein, das konnte man ihr ansehen.
Mit „Inquity“ folgte danach ein weiterer Song vom neuen Werk und siegte einmal mehr bei den Anwesenden im Rock It!
Mit „Fairytales“ und „Coldness Kills“ kamen nun zwei Stücke an die Reihe, für die man sich entschied, als es darum ging, wegen besagten Problem, die Setlist für diesen Abend etwas zu verlängern.
Jedoch kamen beide Songs in akustischem Gewande daher, was sich letztendlich als sehr angenehm herausstellte, denn zwischendurch mal Luft holen zu können, ist ja schließlich lebenswichtig.
Auch das folgende „My Final Chapter“, welches wiederum auf  „Codex Atlanticus“ zu finden ist, beeindruckte mit zurückhaltendem Tempo, bevor der mich doch sehr an MEAT LOAF’s „I’d Do Anything For Love (But I Won’t Do That)“ erinnernde Track „My Perfect Woman“ wieder Fahrt aufnahm und so langsam wieder das Tempo bestimmte.
Mit „Heavenly Mission“ ging es noch einmal zurück in der Zeit, als „Death And Legacy“ noch aktuell war.
Grund genug also, dieses ebenso gewaltige Werk zu würdigen.
Mit „Spirit In The Flesh“ kam ein weiteres Mal Basser Fabio in der Funktion des Zweitsängers zum Zug und konnte auch dieses Mal wieder überzeugen.
Und auch Sängerin Tasha durfte bei den nächsten beiden Stücken „Legacy Of Tudors“ und „Serenade Of Flames“ noch einmal zeigen was sie so drauf hat.
Absolut beeindruckend, möchte ich anmerken!
Mit „Rust Of Coming Ages“ und „Caught In A Myth“ ging es dann aber leider langsam dem Ende entgegen.
Doch durfte ein bestimmter Song natürlich nicht fehlen, der diesen Auftritt auf beeindruckende Weise zum unweigerlichen Schluss führte.
„Velatum“!
Einer meiner absoluten All-Time Faves überhaupt, durfte keinesfalls fehlen.
Somit konnte nicht nur ich letztendlich erneut alle Daumen nach oben zeigen lassen, denn SERENITY bewiesen mal wieder, dass sie nicht nur auf CD und LP alles geben, sondern auch auf der Bühne alles fest im Griff haben.

 

Natürlich fand ich es unglaublich schade, dass ich XANDRIA an diesem Abend nicht live erleben konnte, doch die Gesundheit sollte immer und überall Vorrang haben.
Ich denke das kann wohl jeder nachvollziehen.
Was aber die anderen beiden Bands JADED STAR und SERENITY dann noch aus diesem Abend machten, war aller Ehren wert.
Wieder mal ein unglaubliches Erlebnis!

 

Pics by Heiko (PictureMonster)

http://www.heiko-bendigkeit.de/




Bewertung
Redaktion: (0)
0.00
Leser: (0)

0.00
  
Deine Wertung:  
| 1=Klassiker | 2=Top-Album | 3=Absolut hörenswert |
| 4=Hörenswert | 5=Da fehlt noch was | 6=Mies |


Neuere / Ältere Beiträge



Siehe auch