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Subsignal - Ludwigsburg Rockfabrik, 06.03.2014
Nachdem „Subsignal“ im vergangenen Jahr bereits einige Gigs absolvierten, um ihr zu dem Zeitpunkt neues Werk „Paraiso“ der Öffentlichkeit näher zu bringen, kamen sie nun zurück auf die Bühne, um noch einmal mit ihren Fans die wie ich finde erstklassigen Songs ihrer Alben zu zelebrieren.
Sie kamen jedoch nicht alleine, was einen weiteren Anreiz bot, denn mit „Thoughts Factory“ hatten sie einen Support am Start, wie er besser nicht hätte passen können.

Die Jungs aus Frankfurt haben sich dem Progressive Rock/Metal verschrieben und brachten vor kurzer Zeit mit ihrem Debüt „Lost“ ein Album auf den Markt, welches bei mir noch immer des Öfteren seine Runden dreht.
Ein wahrlich gigantisches Werk, welches sie nun auch endlich live darbringen durften.
In ihren gut 50 Minuten Spielzeit hatten sie zwar eine recht übersichtliche Anzahl an Songs auf ihrer Setlist vorzuweisen, doch wenn ein Song, wie z.B. dem genialen „Death Of A Dream“ mal eben gut 16 Minuten dauert, liegt es relativ nahe, dass man dementsprechend wenig Stücke auf dem Blatt Papier, welches meistens auf dem Bühnenboden klebt findet.
Jedoch ist es bei einer Band wie „Thoughts Factory“ nicht die Anzahl der Songs, sondern die Qualität, die diese Perlen zu etwas besonderem machen.
Beinahe wie im Fluge verging die Zeit, in der sich das Publikum über musikalische Ergüsse, wie „The Deep Forest“, „No Way Out“ und „The Mire“ erfreuen durfte, welches es auch dementsprechend honorierte.
Auch der Sound war für die relativ beengten Verhältnisse im Club 2 der Rockfabrik in Ludwigsburg mehr als zufriedenstellend, was dem Ganzen natürlich noch mehr zu Gute kam.
Wer mit dem Namen „Thoughts Factory“ bisher noch nichts anfangen konnte, dem lege ich nahe, sich ihr Debütalbum „Lost“ mal zu Gemüte zu führen und wer weiß, vielleicht ergibt sich ja noch einmal die Möglichkeit, sie live erleben zu können.
Wenn dem so sein sollte, hier mein Tipp: HINGEHEN!!!

Auch die Headliner des Abends „Subsignal“ profitierten von dem guten Sound im Club 2 und so starteten sie nach einer kurzen Umbaupause auch gleich mit dem Intro „Time And Again“ von ihrem schon erwähnten aktuellen Album „Paraiso“, dessen Titelstück im Anschluss natürlich für beste Stimmung in der Hütte sorgte.
Ich bin immer wieder aufs Neue fasziniert, mit welch lockerer Art die Jungs ihre Songs spielen, obwohl sie jenseits von einfach gestricktem Mainstream-Futter liegen.
Dazu die unvergleichliche Stimme von Sänger „Arno Menses“, den viele bestimmt noch aus der Zeit kennen, als er die Vocals für die Prog Metal Band „Sieges Even“ beisteuerte, in der übrigens auch Gitarrist „Marcus Steffen“ war, der ja bekanntlich auch in der Band „Subsignal“ zu finden ist.
Aber natürlich wurde nicht nur der aktuelle Tonträger berücksichtigt, denn schließlich haben die Jungs mit „Beautiful & Monstrous“ und „Touchstones“ zwei nicht weniger interessante Veröffentlichungen vorzuweisen, die auch mit Songs, wie z.B. „The Sea“, „I Go With The Wind“, „Feeding Utopia“, „Echoes Of Eternity“ und „The Lifespan Of A Glimpse“ bedacht wurden und sich herrlich mit neueren Stücken, wie „A Giant Leap Of Faith“, „The Colossus That Bestrode The World“ und „Swimming Home“ im Einklang befanden.
Und auch die schon erwähnten „Sieges Even“ wurden mit „The Lonely Views Of Condors“ vortrefflich bedacht, sodass man, wie bei „Subsignal“ nicht anders zu erwarten, auch diesmal wieder das volle Paket geschnürt wurde und wohl für jeden im Publikum etwas dabei war.
Was mich jedoch immer wieder erschreckt ist die Tatsache, dass eine Band wie „Subsignal“ keine größere Masse anspricht.
Sie haben wunderschöne Songs, gespielt von Profis, die ihr Handwerk verstehen und über jeden Zweifel erhaben sind.
Stattdessen wird das Geld lieber in irgendwelche Großveranstaltungen investiert, um sich dann darüber aufzuregen, wie teuer das Ticket war, während wirklich talentierte Bands sich den Allerwertesten aufreißen, nur um einigermaßen über Wasser zu bleiben.
Ich werde es wohl nie verstehen, aber glücklicherweise gibt es solche kleineren Konzerte im Moment noch und hoffentlich bleibt das auch noch lange so.

So kann ich abschließend nur jedem raten, der auf diese Art von Musik steht, sich mal mit Bands wie „Subsignal“ und „Thoughts Factory“ auseinanderzusetzen und ihr werdet sehr schnell merken, was euch bis jetzt entgangen ist.
Ich für meinen Teil bin voller Respekt, diesen Bands gegenüber und werde sie auch weiterhin mit meiner Anwesenheit auf Konzerten unterstützen.

Pics by Heiko (PictureMonster)
www.heiko-bendigkeit.de/






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