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Stratovarius + Amaranthe + Guests - Ludwigsburg Rockfabrik, 11.04.2013
In der Welt der Konzertveranstaltungen gibt es doch immer wieder Überraschungen.
So auch im Falle der „Nordic Nexus Of Nemesis Tour 2013“.
Die 3 Bands dieses Tour-Packages „Stratovarius“, „Amaranthe“ und „Seven Kingdoms“ funktionierten überraschend gut zusammen und dementsprechend gut kamen auch alle Bands rüber.
Um mir davon im Detail ein Bild zu machen, zog es mich nach Ludwigsburg in die Rockfabrik, wo sie am 11.04.2013 gastierten, um der zahlreichen Zuschauerzahl neues sowie auch älteres Material ihrer Diskographien zu präsentieren.


Den Anfang machten „Seven Kingdoms“ aus Florida.
Die Formation um Sängerin „Sabrina Valentine“ hatten zwar leider, bedingt durch einen mehr als fragwürdigen Sound (der sich im Übrigen leider durch den ganzen Abend zog und einen hin und wieder doch recht nervte) nicht den besten Start, machten dies jedoch mit ihren Songs, unter denen auch amtliche Kracher, wie „After The Fall“, „The King In The North“ und „Into The Darkness“ zu finden waren, einiges wieder wett und so bin übrigens nicht nur ich der Meinung, dass die Band einen verdammt guten Job als Opening Act für das Double-Headliner Package „Amaranthe“ und „Stratovarius“ hinlegten und bekamen hierfür auch den dafür gebührenden Applaus.

Die nächsten im Bunde waren „Amaranthe“ die von Beginn an bewiesen, dass ihre sensationellen Alben nicht nur aus dem Studio heraus bestens funktionieren, sondern dass ihr Material auch live alles hat, um dem Zuschauer ein freudiges Grinsen ins Gesicht zu meißeln.
Schon mit dem Opener „Invincible“, der auf ihrem neuen Werk „The Nexus“ zu finden ist, hatten sie das Publikum auf ihrer Seite und konnten sich schon nach kurzer Zeit sicher sein, einem erfolgreichen Gig entgegenzusehen.
Um eben dieses Album promotechnisch etwas hervorzuheben, war es natürlich klar, dass davon auch der Eine oder andere Song in der genialen Setlist auftauchte.
So konnte man sich über Stücke, wie das schon erwähnte „Invincible“, sowie auch „Afterlife“, „The Nexus“, „Mechanical Illusion“ und „Infinity“ genauso freuen, wie auch solch amtliche Hämmer wie „1000000 Lightyears“, „Serendipity“, „Call Out My Name“, oder dem abschließenden „Hunger“ von ihrem ersten Longplayer.
Ich bin immer wieder beeindruckt, wie gut die 3 verschiedenen Vocals im Endeffekt durch harmonieren und somit aus der Masse herausstechen.
Und dass dies sogar bei Songs mit gemächlicher Gangart bestens funktioniert, bewiesen sie mal eben nebenbei mit den beiden Stücken „Burn With Me“ und „Amaranthine“, die trotz ihrer fast balladesken Ausrichtung noch so eine derartige Power an den Tag legten, dass man eigentlich nur andächtig staunend zurückbleibt.
So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass „Amaranthe“ so einen enormen Zuspruch seitens der Zuschauer bekam.
Für mich ist diese Truppe nicht nur auf CD ein absoluter Volltreffer und so konnte ich mich nach diesem erstaunlichen Gig nun noch auf die letzte Band des Abends freuen.

Nach einer kurzen Umbaupause standen diese dann auch endlich auf der Bühne.
Mit ihrem neuen Album „Nemesis“ in der Hinterhand legten „Stratovarius“ auch sogleich mit dem Opener dieses Werks „Abandon“ los, um dem Publikum nicht nur zu zeigen, dass mit ihnen wieder zu rechnen ist, sondern auch „Nemesis“ den Respekt zu gebühren, welches ihm ohne Zweifel gebührt.
Hatten mich ihre letzten Veröffentlichungen leider nicht so derart berührt, wie es ältere Werke, wie z.B. „Destiny“, „Visions“, „Episode“, oder „The Fourth Dimension“ noch taten, ist „Nemesis“ für mich nun ein absolut überragendes Machtwerk geworden, welches ich gerne in einem Atemzug mit eben erwähnten Meilensteinen ihrer Diskographie nenne.
Dass sie überdies hinaus auch live immer noch eine ordentliche Vollbedienung darstellen, davon konnte man sich dann auch ein Bild machen.
So boten sie neben neuen Songs vom besagten „Nemesis“ Album neben dem schon erwähnten „Abandon“ z.B. auch das übergeniale „Halcyon Days“, oder auch „Fantasy“ und „Unbreakable“ und natürlich jede Menge Klassiker der Band, ohne die sie nicht wären was sie heute sind.
Allen voran einer meiner Faves „Destiny“.
Doch auch Stücke wie „Speed Of Light“, „Black Diamond“, sowie dem unvergleichlichen „Eternity“ waren ein unglaubliche Bereicherung in der eh schon famosen Setlist der Finnen.
Und auch wenn es vom Sound her einige Defizite gab, war ich im Großen und Ganzen von diesem Gig mehr als beeindruckt.
Die Band hatte sichtlich Spaß und das schlug sich natürlich in der Spielfreude nieder.
Und mal ehrlich, wer singt als Fan dieser Musik und der Truppe bei Songs wie „Eagleheart“, oder „Hunting High And Low“, die selbstverständlich ebenfalls in der Setlist auftauchten, nicht gerne lauthals mit.
Von daher würde ich einfach mal sagen, dass die Jungs auch diesen Gig wohl als erfolgreich in ihrer Liste eintragen dürfen.
Ich für meinen Teil war fasziniert von „Stratovarius“!

So kann man zum Schluss eigentlich von einem echten Traumpaket sprechen, denn alle 3 Bands waren erste Sahne und sorgten für einen unvergesslichen Abend, auch wenn der Sound leider öfters zu wünschen übrig ließ.
Und so kam nicht nur ich voll auf meine Kosten und werde wohl noch lange an dieses Konzert denken.

Pics by Heiko (PictureMonster)
www.heiko-bendigkeit.de/










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