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Sodom - Ludwigsburg Rockfabrik, 20.02.2011
Ein sattes Thrash Paket mit spezieller überraschung (dazu später mehr) versprach dieser Abend und man konnte gespannt sein und größtenteils alle Daumen nach oben bewegen.
Mal ehrlich, was soll schiefgehen wenn "Sodom" die Hütte zum beben bringen?!


Als erste Band des Abends erklommen "Torment Tool" aus Geislingen a.d. Steige die Bühne und überzeugten mit sehr guten Songs, die mir namentlich zwar nicht geläufig sind, da ich die Band unverständlicherweise bis dato noch nicht auf dem Zähler hatte.
Das ändert sich nun aber sowas von sicher.
Denn mit ihrem Stil, der nicht selten an selige Bay Area Thrash Akteure erinnert, trafen sie mich positiv.
Das sahen auch mehr als genug im Publikum so und somit konnte die Band mit ihrem Set ordentlich punkten.
Ich freue mich jetzt schon auf ihren Auftritt beim diesjährigen Maniacs Of Rock Festival in Ellwangen, wo sie sicherlich wieder richtig aufdrehen werden.
Für alle die auf kompromißlosen Thrash Metal stehen, bitte den Namen "Torment Tool" merken!

Als nächste Band des Abends waren "Die Hard" aus Schweden an der Reihe.
Mit ihrem Mix aus Thrash - und Death Metal konnten sie mich aber nicht wirklich überzeugen.
Auch ihr dezentes Corpsepainting hatte nicht gerade einen unheimlichen Effekt.
Zwar sind ihre Songs nicht schlecht und auch ihre Coverversion vom Venom Klassiker "Die Hard" (war ja fast klar) hatte einen gewissen Reiz, jedoch kamen sie nicht an den Opener des Tages und schon gar nicht an den Headliner "Sodom", welcher nach einer kurzen Umbaupause folgte heran.

Dann endlich ging die Schlacht mit dem Titelsong ihres neuen Albums "In War And Pieces" los und "Sodom" begeisterten von Anfang an die Massen.
Mit einer ausgewogenen Setlist, in der sich solch illustre Songs wie z.B. "Sodomy And Lust", "Agent Orange", "The Art Of Killing Poetry", "Nuclear Winter", "The Saw Is The Law", "Blasphemer", "Outbreak Of Evil", "Wachturm", "Remember The Fallen" und "Bombenhagel" wiederfanden, kam wohl jeder auf seine Kosten.
Hervorheben möchte ich an dieser Stelle auch ihren neuen Drummer "Makka", der präzise wie ein Uhrwerk die Felle bearbeitete.
Mir blieben bei seinem Spielen mehr als nur einmal die Kinnlade offen stehen.
Wirklich beeindruckend!
Aber ich denke die Hauptattraktion mit der wohl absolut niemand rechnen konnte, war das plötzliche Erscheinen des Schlagerstars "Roberto Blanco".
Zusammen wurde dann der Klassiker "Ein Bißchen Spaß Muß Sein" gezockt, wobei die Stimmung noch mehr aufkochte, als sie das eh schon tat.
Zuerst wußte zwar niemand so recht, was das ganze zu bedeuten hatte, jedoch machte diese Angelegenheit durchaus Sinn, denn an eben jenem Abend wurde ein Werbespot abgedreht, in dem sowohl "Sodom", als auch der gute "Roberto" eine tragende Rolle innehaben.
Die Akteure sind nämlich in einer deutschen Alzheimer Stiftung und hierfür wird ab März (Erscheinungsdatum des Werbespots) dieser produzierte Streifen über die Sender flimmern.
Ich finde so etwas kann man nicht hoch genug honorieren, was auch viele im Publikum so sahen.
Würdiger kann man wohl eine Tour nicht beenden, denn dieser Gig in der Rockfabrik läutete zudem auch das Ende der "In War And Pieces Tour" ein.
"Sodom" ist halt immer für eine überraschung gut, wie sie mal wieder bewiesen haben.
Diesen Gig wird wohl niemand der anwesenden Fans jemals vergessen und so soll es schließlich ja auch sein.

Pics by Heiko (PictureMonster)


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