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Serenity - Codex Atlanticus - Review

Nachdem in der letzten Zeit im Hause SERENITY doch einiges passiert ist, denn bekanntlich verließ ja Sängerin Clementine Delauney die Band um fortan voll und ganz ihrer Tätigkeit als Frontfrau von VISIONS OF ATLANTIS nachzugehen und auch Gitarrist Thomas Buchberger, der ja schon längere Zeit nicht mehr Bestandteil der Live-Aktivitäten der Band war checkte aus, um sich anderen Dingen zu widmen.
All diese Punkte ließen meine Spannung auf ein neues Album indes ansteigen, denn aus Erneuerungen lassen sich doch schließlich auch immer wieder neue Kräfte schöpfen.

 

Und genau dieses neue Album ist nun endlich da.
„Codex Atlanticus“, so der Titel beinhaltet das Leben und Schaffen Leonardo Da Vinci’s und zeigt einmal mehr, dass bei SERENITY schon immer interessante Lyrics ein ganz wichtiger Teil ihrer Arbeit war.
Fernab von „Es ist mal wieder Krieg im Lande XY, also lass uns schnell einen Song darüber schreiben“ ist es für mich sehr erquickend, den Stücken von Sänger Georg Neuhauser und seinen Jungs zu lauschen um mal eben schnell den Eindruck zu gewinnen, einer Geschichtsstunde beizuwohnen.
Wie immer sind die Texte der Songs feinsäuberlich in bestem Liedgut eingehüllt und warten nur darauf, vom geneigten Fan verschlungen zu werden.
Nach einem Intro („Codex Atlanticus“), welches in seiner Kürze bereits eindringlich auf das neue Werk hinweist und einen gewissen Soundtrack-Charakter in sich birgt, folgt mit „Follow Me“ ein Stück, welches absolut in das Schema von SERENITY passt.
Beginnt es noch verhalten mit Klavierklängen, wird alsbald ein Bombastkracher daraus, welcher übrigens zusätzlich mit einem sehr schönen Videoclip versehen wurde, der es auf jeden Fall wert ist begutachtet zu werden.
Der nächste Song indes zeigt die Band von einer sehr druckvollen Seite, denn „Sprouts Of Terror“, schießt so abartig schnell (für SERENITY Verhältnisse zumindest) aus den Speakern, dass man im ersten Moment meinen könnte, dass mit dem CD Player was nicht stimmt, oder der Plattenteller mit 45 rpm, anstatt 33 rpm seine Runden dreht.
Nach kurzem Überprüfen dann die Bestätigung, dass sie tatsächlich so flott unterwegs sind.
Zusätzlich brilliert der Track noch mit gesanglichen Einlagen von Basser Fabio D’Amore, die perfekt in den Song passen, da er hier mit einer herrlich rauen Stimme arbeitet, die sich von Georgs glasklaren Vocals gut abheben.
Auch beim Song „Spirits In The Flesh“ sind seine Stimmbänder noch einmal gefordert (und nein hier singt nicht Tobi Sammet, auch wenn manchmal der Eindruck entstehen könnte), während er bei den restlichen Stücken sein Können auf den Viersaiter und die Background-Vocals beschränkt.
Ich habe ja bereits erwähnt, dass Clementine zwar nicht mehr mit von der Partie ist, doch wer nun denkt, SERENITY würden deshalb auf female Vocals verzichten, der sieht sich getäuscht, denn es hat sich einfach bewährt, immer mal wieder Stücke einzustreuen, die von einer weiblichen Stimme leben.
Dafür sorgen diesmal Sängerin Tasha, die auch schon bei diversen Auftritten der Band in der jüngeren Vergangenheit auf der Bühne zu bewundern war und als weiteren Bonus präsentiert man bei „The Perfect Woman“, einem Song welcher mich doch sehr stark an MEAT LOAF erinnert mit Amanda Somerville eine wahre Koryphäe, die wie immer weiß, mit ihrer unglaublichen Stimme zu überzeugen.
Auch sollte nicht unerwähnt bleiben, dass Chris Hermsdörfer, der den ausgeschiedenen Thomas Buchberger an der Gitarre ersetzt (bei Konzerten von SERENITY ist er ja schon lange quasi fester Bestandteil), einen unglaublich guten Job gemacht hat, denn sein Gitarrenspiel trifft es wahrlich auf den Punkt.

 

Als Fazit könnte man schlussendlich vereinfacht sagen, dass SERENITY einen Mittelweg zwischen ihrem letzten Album und einem noch bombastischeren Sound gefunden haben.
Sie verstehen es einfach, sich immer wieder in Szene zu setzen, ohne dabei aufgesetzt zu wirken.
Das ist auch mit ein Grund, warum sie zu meinen absoluten Lieblingsbands gehören.
Und „Codex Atlanticus“ unterstreicht dies noch einmal deutlich!!!

 

Note: 1

 




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