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Scorpions + Beyond The Black - Stuttgart Schleyerhalle, 14.03.2016

Einen wahrlich mächtigen Grund zu feiern, hatte unlängst die deutsche Institution SCORPIONS, denn ihre musikalische Karriere zieht sich nun schon über ziemlich genau fünfzig Jahre hin.
Dies schrie förmlich nach einer ausgedehnten Tour, die sie selbstverständlich auch durch Deutschland führte.
Grund genug einen Trip nach Stuttgart ins Auge zu fassen, wo sie am 14.03.2016 in der Schleyerhalle aufschlugen.
Mit im Gepäck hatten sie hierfür die Band BEYOND THE BLACK, deren Erfolgsgeschichte zurzeit in aller Munde ist.

 

Genau diese enterten pünktlich um 20:00 Uhr die Bühne, um ihren Set als Support für die wohl bekannteste deutsche Band, die vor allem auch international immens von sich reden machte zu beginnen.
Mit ihrem wohl bekanntesten Song „In The Shadows“ legten sie los.
Taktisch ziemlich klug gewählt, muss ich zugeben, da dieses Stück den Grundstein für den Erfolg von BEYOND THE BLACK legte.
Leider bekamen die Jungs um Sängerin Jennifer Haben nur gut 25 Minuten Zeit, um dem Publikum zu beweisen, dass sie keinesfalls nur Eintagsfliegen sind.
Diese nutzten sie aber vollkommen aus und auch von ihrem neulich veröffentlichten zweiten Album (noch ein Gegenargument zum Thema Eintagsfliegen) kamen mit „Written In Blood“ und „Lost In Forever“ zwei amtliche Knaller mit in die Setlist, die sich perfekt mit dem schon erwähnten „In The Shadows“, sowie dem MOTÖRHEAD Cover „Love Me Forever“ und den verbleibenden zwei Tracks „Songs Of Love And Death“ und dem abschließenden „Running To The Edge“ ergänzten.
So konnten diejenigen, die das neue Eisen „Lost In Forever“ noch nicht in ihrem Besitz hatten, einen sehr guten Eindruck davon bekommen, was sie auf besagtem Album vorfinden werden.
Im Allgemeinen war die Reaktion auf BEYOND THE BLACK sehr positiv, sodass sich die Band wohl beruhigt zurücklehnen konnten, als sie kurz vor 20:30 Uhr die Bühne unter großem Beifall verließen, um der Legende selbige zu überlassen.

 

Um 21:00 Uhr hieß es dann mit „Going Out With A Bang“ vom neuen Album „Return To Forever“ Bühne frei für die SCORPIONS.
Mit einer erstklassigen Bühnenshow, sowie einer Setlist, die so ziemlich alle Dekaden der Band abdeckte, trumpften die Herren dermaßen auf.
Schon die nächsten Songs „Make It Real“, „The Zoo“ sowie das Instrumental „Coast To Coast“ gingen immens zurück in der Zeit, als die Alben „Animal Magnetism“ und „Lovedrive“ aktuell waren.
Doch damit nicht genug, denn im Anschluss an diese Kracher der Vergangenheit, ging es noch weiter zurück.
In einem Medley wurden „Top Of The Bill“, ”Steamrock Fever”, “Speedy’s Coming” und “Catch Your Train” verbraten und verwiesen an die 70er Jahre.
Danach ging es zurück in die jüngere Vergangenheit.
Den passenden Soundtrack dazu lieferten sie mit „We Built This House“ und „Delicate Dance“, bevor sie erneut mit einem Medley aufwarteten.
Diesmal fiel die Wahl auf „Always Somewhere“, „Eye Of The Storm“ und „Send Me An Angel“.
Jedoch alle in akustischem Gewande.
Selbstredend durfte natürlich auch das unvermeidliche „Wind Of Change“ nicht fehlen.
Danach wurde es aber wieder deutlich rockiger und zwar mit „Rock’n’Roll Band“ und dem göttlichen „Dynamite“ von „Blackout“, ehe es mit „In The Line Of Fire“ noch einmal etwas gemächlicher wurde.
Wer den Drummer James Kottak kennt, der dürfte erahnen was im Anschluss daran folgte.
Richtig, ein amtliches Solo, welches ihn wie immer in bester Spiellaune zeigte.
Zwar ist er sicherlich kein einfacher Zeitgenosse, da er leider doch immer mal wieder gerne über die Stränge schlägt, doch sein Handwerk hinter der Schießbude versteht er einfach.
Und so machte es natürlich auch diesmal großen Spaß, ihm dabei zuzuschauen, wie er sein Drumkit malträtierte.
Mit „Blackout“ und „Big City Nights“ endete der eigentliche Gig.
Doch nach den Zugaberufen war es eine Selbstverständlichkeit, dass die Herren um Klaus Meine noch einmal zurück auf die Bühne kamen, um dem sichtlich beeindruckten Publikum zwei weitere Klassiker zu servieren, die überhaupt nie in einer SCORPIONS Setlist fehlen dürfen.
Die Rede ist, wie könnte es anders sein, von „Still Loving You“ und „Rock You Like A Hurricane“ vom Erfolgsalbum „Love At First Sting“, bevor mit einem gigantischen Lamettaregen das unweigerliche Ende des Auftritts eingeläutet wurde.

 

Wieder einmal zeigten sich Klaus Meine, Rudolf Schenker und Co. In bester Spiellaune und bestätigten somit, dass sie nicht zu Unrecht immer noch ganz oben mitspielen.
Sehr beeindruckendes Schauspiel der Hannoveraner und dazu eine Vorband, die nicht nur die Band der Stunde ist, sondern auch das Zeug dazu hat, noch sehr lange ein Teil der Musikszene zu bleiben.
Alles in Allem ein wirklich gelungenes Konzert, dass mich nicht nur zurück in die Vergangenheit versetzte, als ich sie 1988 zum ersten Mal in der gleichen Halle live erleben durfte, sondern mir auch vor Augen führte, dass sie nicht wirklich viel von ihrem damaligen Biss verloren hatten.
Mein Respekt an die Herren!

 

Pics by Heiko Bendigkeit

http://www.heiko-bendigkeit.de/

 




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