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Saxon + Guests – Stuttgart LKA Longhorn, 17.11.2016

Keine Frage, SAXON sind wohl eine der besten Livebands überhaupt in diesem Sektor und das beweisen Biff Byford und seine Herren immer wieder aufs Neue, denn müde vom touren scheinen sie nicht zu werden.
Und zwischendurch hauen sie dann immer mal wieder mit Leichtigkeit ein neues Album raus, wie unlängst mit „Battering Ram“ geschehen, welches nun dementsprechend mit einer weiteren Tour promotet wurde.
Und weil man ja ungerne alleine auf die große Reise geht, nahm man mit GIRLSCHOOL, sowie den verbliebenen DIO Mitgliedern LAST IN LINE gleich noch zwei hochkarätige Acts mit auf Tour.

 

Der allabendliche Verkehrswahnsinn in und um Stuttgart herum, verhagelte mir jedoch die Theorie des rechtzeitigen Erscheinens im LKA Longhorn, sodass ich den Opener GIRLSCHOOL leider komplett verpasste.

 

Und selbst bei LAST IN LINE musste ich auf den ersten Song „Stand Up And Shout“, welcher wohl sofort den seeligen DIO ins Gedächtnis ruft verzichten.
Bei meiner Ankunft wurde ich jedoch mit dem nächsten DIO Kracher „Straight Through The Heart“ verwöhnt, den Sänger Andrew Freeman sehr gut in Szene zu setzen wusste.
Mit „Devil In Me“, kam dann der erste Song aus der eigenen Feder zum Zug, der natürlich ebenso gut beim Publikum ankam, da man ja bei solch einer Konstellation der Band eigentlich nichts anderes erwarten konnte und durfte.
Danach ging es jedoch mit „Holy Diver“ zurück in die Zeit, als Ronnie James Dio noch auf Erden weilte.
Ein bisschen wehmütig konnte man schon werden, denn selbst nach über sechs Jahren, fällt es mir persönlich immer noch sehr schwer, dass er nicht mehr unter uns weilt.
Aber jammern gilt nicht, sondern das Beste draus machen.
Und das taten LAST IN LINE auch, indem sie noch schnell einen eigenen Song („Martyr“) hinterher schoben, gefolgt von zwei weiteren DIO Krachern („The Last In Line“ und „Rainbow In The Dark“), die dann auch langsam das Ende des Sets einläuteten.
Den Abschluss machte dann noch „Starmaker“, der wie auch „Devil In Me“ und „Martyr“ auf ihrem ersten und aktuellen Album „Heavy Crown“ zu finden ist.
Ein wirklich tolles und erhebendes Erlebnis, diese Musiker auf der Bühne erlebt haben zu dürfen.
Man hatte permanent das Gefühl, der Geist des verblichenen Ronnie James Dio wäre greifbar und allgegenwärtig.
Solchermaßen kann ich eigentlich auch nur von einem gelungenen Gig sprechen.

 

Über die Qualitäten von SAXON in Bezug auf ihre Live-Aktivitäten habe ich mich ja bereits im Vorwort ausgelassen und auch diesmal machten sie uns, ihren Fans, keine Schande und ließen von Beginn an die sprichwörtliche Kuh fliegen.
Nach der Eröffnungsnummer „It’s A Long Way To The Top“ von AC/DC, die lautstark vom Band abgefeuert wurde, erklang mit dem Titelstück ihres noch aktuellen Albums „Battering Ram“ gleich der erste Paukenschlag, der mit den Übernummern „Heavy Metal Thunder“, „Sacrifice“, sowie einem meiner All-Time Faves „Solid Ball Of Rock“ seine Fortsetzung fand.
„Chasing The Bullet“ von „Call To Arms“ markierte noch einmal die nähere Vergangenheit, ehe mit „Never Surrender“ und „Stand Up And Be Counted“ zwei weitere Klassiker auf das Publikum losgelassen wurde.
Diese erwies sich als sehr dankbar, dann die gute Stimmung in der Hütte riss zu keiner Sekunde ab.
Wie auch?!
Bei solch einer Setlist, sowie einer bestens aufgelegten Band.
Das folgende „The Devil‘s Footprint“ hingegen ist auf dem aktuellen Album zu finden und kam ebenfalls sehr gut an.
Ich muss aber gestehen, dass es momentan bei mir vor allem die Classics von SAXON sind, die mich richtig einnehmen und mit „Stron Arm Of The Law“, „Killing Ground“ und „The Eagle Has Landed“ wurde ich auch nicht enttäuscht.
„Queen Of Hearts“ markierte noch einmal das letzte Album „Battering Ram“, bevor der Rest des Abends (mit Ausnahme von „Let Me Feel Your Power“ vom 2007 erschienen Werk „The Inner Sanctum“) ganz im Zeichen weiterer Klassiker ihres Schaffens gehörte.
Wir sprechen hier von „And The Bands Played On“, „Dallas 1 PM”, “Crusader” und “Wheels Of Steel”, welcher den eigentlichen Schlusspunkt des Abends gesetzt hätte.
Aber selbstverständlich war da ja noch ein Zugabenteil, der aufgeteilt in zwei Parts mit weiteren Perlen ihrer Vergangenheit glänzen konnte.
So folgten dann noch „747 (Strangers In The Night)“, „20,000 Ft“, sowie „Denim And Leather“ und das dann aber wirklich abschließende „Princess Of The Night“.
Mit diesen gewaltigen Klängen, die langsam verhallten, verabschiedete sich SAXON von ihren Fans und konnten somit auf ein weiteres, großartiges Konzert verweisen.

 

Die Jungs sind einfach immer eine Macht und werden auch nicht müde, dies immer wieder zu bestätigen.
Und solange das so bleibt, wird SAXON auch immer einen Ehrenplatz in meinem Herzen haben.
Bleibt nur die Frage, wo ich sie nächstes Mal live erleben werden, denn eins ist sicher, selbst nachdem ich sie gut und gerne schon dreißig Mal On Stage erleben durfte, werde ich genauso wenig wie die Band müde, zu ihren Konzerten zu gehen.

 

Pics by Heiko Bendigkeit
https://www.facebook.com/Heiko-Bendigkeit-268616456572912/?fref=ts

 




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