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Santiano - Ratiopharm Arena Neu-Ulm, 09.03.2014
Nachdem sie im vergangenen Jahr eine sehr erfolgreiche Tour hinter sich brachten, entschieden sich “Santiano” noch einmal die Segel zu setzen, um ihr Schiff erneut in einigen bekannten Häfen Deutschlands vor Anker zu legen.
Sie kamen aber nicht alleine, denn „Oonagh“ begleitete sie auf großer Fahrt.
Grund genug für mich, mir dieses Spektakel genauer anzuschauen.

Bevor „Santiano“ den Vorhang fallen ließen, gaben sie der Schauspielerin/Sängerin „Senta-Sofia Delliponti“ alias „Oonagh“ die Gelegenheit, ihr neues Projekt, welches man als Ethno-Pop bezeichnen könnte vorzustellen.
Ihr schlicht „Oonagh“ betiteltes Album beinhaltet schöne Songs, die in deutscher – sowie Elbensprache dargebracht sind und einen in eine Fantasiewelt zu entführen scheinen.
Es versteht sich beinahe von selbst, dass außer „Senta’s“ Gesang alles vom Band kam, was aber nicht wirklich störte, denn die Choreographie von ihr und ihrer weiblichen Verstärkung auf der Bühne war wirklich sehenswert und gepaart mit den eingehenden Melodien der Stücke fühlte man sich tatsächlich kurzzeitig dem Alltag entflohen.
Eigentlich schade, dass ihr nur zwei Stücke zugedacht wurden, doch mit „Gäa“ und „Orome“, hatte sich „Oonagh“ für sehr passende Songs entschieden, die beim Publikum auch sehr gut ankamen.
Dementsprechend fiel auch der Applaus aus, was die Sängerin sichtlich aufatmen ließ.
Solchermaßen konnte man sich danach dann auf weitere, gut gemachte Musik freuen.

Nach einer kurzen Pause folgte ein Intro, welches erläuterte, was es mit dem Schiff, der „Santiano“ auf sich hat und nachdem alle Fragen geklärt waren, fiel der Vorhang und die Band legte mit „Gott muss ein Seemann sein“ von ihrem aktuellen Album lautstark los.
Man konnte ihnen ihre Spielfreude wahrlich von den Gesichtern ablesen und so folgten sowohl Stücke von „Bis ans Ende der Welt“, als auch von „Mit den Gezeiten“, die vom Publikum lauthals mitgesungen und abgefeiert wurden.
Dabei war es eigentlich völlig einerlei, ob sie nun „Salz auf unserer Haut“, den wohl bekanntesten Hit ihrer Laufbahn „Santiano“, „500 Meilen“, „Walhalla“, oder „Was macht ein Seemann“ anstimmten.
Die Stimmung in der Ratiopharm Arena war bestens und dies änderte sich nicht für eine Sekunde während ihres über zweistündigen Auftritts.
Natürlich ließen es sich die Herren von „Santiano“ nicht nehmen, auch „Oonagh“ noch einmal gebührend zu loben und so spielten sie zusammen mit ihr noch die beiden Stücke „Vergiss mein nicht“ und „Minne“, die ebenfalls auf dem Album „Oonagh“ unter Verstärkung von „Santiano“ zu finden sind und wie sollte es anders sein natürlich genauso gut beim Publikum ankamen, wie auch die Titel davor.
Bleibt eigentlich nur zu hoffen, dass die junge Sängerin dieses Projekt in Zukunft noch weiter verfolgt, um uns weiterhin mit so schönen Songs zu verwöhnen.
Doch zurück zu unseren Seemännern, die wirklich ganze Arbeit leisteten und immer weiter Gas gaben, bis mit „Wasser“ die Zeit anbrach, das Deck zu verlassen.
Doch lange verweilten sie nicht in ihren Kajüten, denn das Publikum verlangte eine Zugabe, die man ihnen natürlich auch gewähren wollte.
Doch wer nun dachte mit einem, oder zwei Stücken wäre dies abgetan, der sah sich gewaltig im Irrtum, denn nicht weniger als fünf Songs gaben sie zum Besten und so konnten sich die Anwesenden mit „Drums & Guns“, „Niemals untergehen“, „Fiddler On The Deck“, „Santiano“ und „Hoch im Norden“ noch einmal von der rauen See durchschütteln lassen, bevor die Band endgültig das Deck der „Santiano“ verlies.

Eine wahrlich gelungene Seefahrt, auf der sowohl gefeiert wurde, als auch nachdenkliche Stimmung aufkam.
„Santiano“ ist wahrlich immer sehenswert und mit „Oonagh“ im Gepäck noch sehenswerter und so sind meine Eindrücke vom erlebten Konzert in Neu-Ulm auch sehr positiv, auch wenn ich von „Oonagh“ gerne noch mehr Titel sowohl gesehen, als auch gehört hätte.
Gelohnt hat es sich auf jeden Fall!

Pics by Heiko (PictureMonster)
www.heiko-bendigkeit.de/






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