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Saga + Magnum - Filderstadt Filharmonie, 16.05.2014
Mit einer Double Headliner Tour machten sich die altehrwürdigen Bands „Saga“ und „Magnum“ auf den Weg, um ihren Fans sowohl ihre unsterblichen Hits, als auch (wie im Falle von „Magnum“) neues Material näher zu bringen.
Denn während die Musikwelt auf den Release des neuen „Saga“ Albums mit dem Titel „Saga City“ noch bis Ende Juni warten muss, haben „Bob Catley“ und seine Herren mit „Escape From The Shadow Garden“ schon taufrische Songs vorzuweisen.

Und mit einem dieser, genauer gesagt „Live ´til You Die“ wurde der musikalische Abend denn auch eingeläutet.
Der erste Beweis, mit welch einem starken Album „Magnum“ wieder einmal auf sich aufmerksam machen.
Doch natürlich lebt die Band vor allem auch von ihrem umfangreichen Back-Katalog aus dem sie schöpfen können und so auch ohne Probleme 5 Stunden spielen könnten.
Die nächsten beiden Stücke standen ganz im Zeichen ihres Albums „The Visitation“.
Mit „Black Skies“ und „Freedom Day“ entschieden sie sich für echte Perlen dieser Veröffentlichung aus dem Jahre 2011, die auch dementsprechend guten Anklang beim Publikum fanden.
Überhaupt war ich vom Auditorium mehr als überrascht.
Sie sorgten von Beginn an für eine sehr gute Stimmung, so dass auch „Magnum“ dementsprechend loslegen konnten.
Mit den darauffolgenden Songs ging es ein Jahr weiter zum Output „On The 13th Day“, welches folgerichtig 2012 das Licht der Welt erblickte und mit Stücken wie z.B. die an diesem Abend dargebrachten „Dance Of The Black Tattoo“ und „Blood Red Laughter“ glänzen konnte bzw. immer noch kann.
Mit „Unwritten Sacrifice“ ging es danach noch einmal zurück zum neuen Album „Escape From The Shadow Garden“, welches nicht nur vom Cover-Artwork her sehr an Alben wie z.B. „The Eleventh Hour“ erinnert, bevor das wohl beste Werk von „Magnum“, nämlich „On A Storyteller’s Night“ mit „How Far Jerusalem“ und „Let Morts Dasant“ geehrt wurde.
Zwei echte Klassiker, die das Publikum mehr als dankbar aufnahmen und sie dementsprechend abfeierten und nachdem sie mit „Falling For The Big Plan“, welches wiederum auf dem neuen Longplayer zu finden ist, noch einmal deutlich machten, dass sie auch in heutiger Zeit noch so einiges zu bieten haben, ging es mit den noch verbleibenden Stücken auf ihrer ausgewogenen Setlist wieder Back In Time.
„All England’s Eyes“ von „On A Storyteller’s Night“ stand ebenso auf dem Plan wie das übermächtige „Vigilante“ vom gleichnamigen Album, gefolgt vom Titelstück ihres Debüt „Kingdom Of Madness“ aus dem Jahre 1978 mit dem sie ihren regulären Set dann leider auch schon beendeten.
Doch „Magnum“ ließen sich nicht lumpen und kamen mit „Sacred Hour“ vom 1982 erschienen Werk „Chase The Dragon“ noch einmal zurück auf die Bühne, bevor sie dann aber wirklich endgültig Platz für die im Anschluss kommenden „Saga“ machten.
Mal wieder ein sehr starker Auftritt von „Bob Catley“ und seinen Herren, ganz so wie man es von ihnen gewohnt ist.

Nachdem das Licht in der Filharmonie erlosch wurde schnell klar, dass nicht wenige im Auditorium auf die kanadischen Urgesteine des Neo-Prog Rock „Saga“ gewartet haben, denn selbst ein Tauber hätte wohl noch den Beifall vernommen, den Sänger „Michael Sadler“ und seine Herren bekamen, als sie mit „Don’t Be Late“ von ihrem dritten Album „Silent Night“, welches nun auch schon gute 34 Jahre auf dem Buckel hat, den Einstand in ihren Gig brachten.
Auch sie verstanden es hervorragend, eine gute Setlist auf die Beine zu stellen, da sie ja aus einer Fülle von Hits zurückgreifen können.
Demzufolge bekam das Publikum was es verlangte und dies war vorzugsweise älteres Material was für den Nostalgiker natürlich eine feine Sache war.
„Saga“ Begeisterte, die auf neuere Titel der Band warteten, die blieben mit leider nur einem Song etwas im Hintertreffen.
Vielleicht ändert sich dies ja, wenn ihr kommendes Album „Saga City“ auf den Markt gewuchtet wird und sie danach nochmal eine dementsprechende Tour bestreiten.
Wer jedoch mit dem Sound der 80er und 90er liebäugelt, den erwartete ein Knaller nach dem anderen.
Da hätten wir z.B. vom Debüt „Saga“ solch ergreifende Songs wie „How Long“, „Humble Stance“, „Ice Nice“ und „Tired World“, während vom Nachfolger „Images And Twilight“ mit „You’re Not Alone“ leider nur ein Song bedacht wurde.
Vom schon erwähnten dritten Werk „Silent Night“ spielten sie außer „Don’t Be Late“ noch „Careful Where You Step“ und „Too Much To Lose“ und selbstverständlich wurde auch ihr wohl bekanntestes Album „Worlds Apart“ aus dem Jahre 1981bedacht.
Wer kennt sie nicht, die ultimativen und unvermeidlichen Klassiker „On The Loose“ und „Wind Him Up“, welcher auch an diesem Abend wieder als Schlusstitel zum Zug kam.
Bevor dieser ertönte, konnte sich das Publikum jedoch noch über Songs wie „Scratching The Surface“ und „The Pitchman“ vom 1983er Album „Heads Or Tales“, sowie dem einzigsten Stück aus der Neuzeit an diesem Abend, nämlich „Anywhere You Wanna Go“ vom 2012 erschienenen Longplayer 20/20, der auch wenn er noch so jung ist, dennoch perfekt ins Gesamtbild passte freuen.

Alles in allem konnte man bei diesem Set von einer Zeitreise sprechen, in der „Saga“ alle Trümpfe in der Hand hatten und diese auch auszuspielen wussten, genauso wie auch heute noch.
Somit war diese Double Headliner Tour mit den ebenfalls in Höchstform agierenden „Magnum“ ein voller Erfolg und jeder einzelne im Publikum bekam ein Höchstmaß an guter Musik und somit sehr viel für sein Geld geboten.
So wie es im Idealfall auch sein sollte!

Pics by Heiko (PictureMonster)
www.heiko-bendigkeit.de/











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