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Ross The Boss + Defender – Kreenheinstetten-Leibertingen Alte Schule, 02.06.2017

Ich muss zugeben, dass ich vor langer Zeit den Bezug zu MANOWAR verloren hab, da sich mit ihren Alben bei mir eine immer größer werdende Langeweile einstellte.
Frustriert über Alben, wie „Gods Of War“, oder „The Lord Of Steel“, ließ ich die Band mehr und mehr links liegen und besann mich wenn überhaupt, auf die ersten sechs Veröffentlichungen der Truppe.
Genau diese Scheiben sind für mich aber unverzichtbar, wenn es darum geht, wahre Schätze des Heavy Metal zu nennen.
Ein Urgestein aus diesen Tagen ist mit ROSS THE BOSS, der damalige Gitarrist, der heutzutage unter diesem Namen die Bühnen der Welt bereist.
Und als es dann vor einiger Zeit hieß, er würde in unsere Breitengrade kommen, war für mich klar, dass ich das Event auf keinen Fall verpassen darf.

 

So machte ich mich am 02.06. auf nach Kreenheinstetten-Leibertingen (ok, dieser Flecken ist nun wirklich nicht der Nabel der Welt, aber die Leute wissen, wie man Party macht) wo ROSS THE BOSS einen Classic Manowar Set spielte und was soll ich sagen?!
Ich hab die Güte der Alben, bei denen Ross mitgewirkt hat, ja schon angepriesen.
Sie aber nach so vielen Jahren mal wieder live zu erleben und dies in solch einer Intensität, ließ sogar mich sprachlos zurück.
Doch bevor die Jungs loslegten, hatten DEFENDER (strategisch sehr gut gewählter Name für eine Band) aus der näheren Umgebung die Ehre, den denkwürdigen Abend mit ihren Songs zu eröffnen.
Ich muss sagen, dass die Truppe es absolut drauf hatte, mit ihrem Material einen durchaus positiven Eindruck zu hinterlassen.
Ich hatte zwar zuvor leider noch nichts von ihnen gehört, doch was DEFENDER da auf die Bühne brachten, war schon echt nicht von schlechten Eltern.

 

Nachdem die Jungs ihren Gig beendet hatten und eine kleine Umbaupause auf dem Plan stand, wurde es dann auch Zeit, den Abend mit alten MANOWAR Tracks zu erhellen.
Und wenn man schon mit „Blood Of The Kings“ anfängt, dann kann man sich wirklich beruhigt zurücklehnen und der Dinge harren, die da noch kommen.
Genau dies war auch das Gebot der Stunde, denn die Band ließ einen Knaller nach dem anderen vom Stapel.
Egal ob nun „Death Tone“, „Blood Of My Enemies“, „Thor (The Powerhead)“, „Sign Of The Hammer“, oder “Battle Hymn” gezockt wurden, stets war die Stimmung in einem solch hohen Level angesiedelt, dass man sich nur verwundert die Augen reiben konnte.
Was mich persönlich jedoch am meisten überrascht und natürlich gefreut hat, waren mit „The Oath“ und „Dark Avenger“ zwei absolute Perlen der MANOWAR Ära, die an diesem Abend auf der Setlist standen.
Es war wirklich eines dieser Konzerte, die einem wohl ein Leben lang begleiten und an das man sich immer wieder gerne erinnert.
Doch nicht nur die Band und die Fans, die sich in der Halle einfanden, um ROSS THE BOSS zu zeigen, dass sie ihm auch weiterhin die Ehre halten, möchte ich meinen Respekt zollen.
Vor allem ist es auch der Veranstalter Reuter-und-Schmieder-Event-GbR , sowie die Crew, die unermüdlich dafür sorgte, dass dieses Event so großartig wurde.
Man leistete sich keinerlei Patzer und zog alles auf hohem Niveau durch.
Davon können sich manch namhafte Veranstalter gerne mal ne Scheibe von abschneiden.
Selbst als am Anfang der Sound noch etwas holprig daher kam, wurde sofort Hand angelegt und spätestens beim dritten Song war ein richtig amtlich klingender Sound erreicht.
Es sind einfach diese kleineren Veranstaltungen, die ich so schätze.
Man kann sich gerade als Veranstalter doch mehr auf die Fans konzentrieren und auch der Fan als solcher hat im Endeffekt einfach mehr von der Band seines Vertrauens.
Und wenn ich mir die grinsenden Gesichter von Ross Friedman (guitar), Mike LePond (bass), Kenny „Rhino“ Earl (drums), sowie Sänger Marc Lopes, der nebenbei gesagt einen unglaublichen Job hingelegt hat so anschaute, dann möchte ich doch einfach mal annehmen, dass auch sie voll auf ihre Kosten kamen und sich völlig verdient abfeiern ließen.

 

Ich kann nur nochmals meinen Respekt zum Ausdruck bringen.
Das war wirklich eine großartige Geschichte.
Vor allem wieder einmal zurück in die Zeit zu reisen, als man noch Fan von MANOWAR war und „Battle Hymn“, „Into Glory Ride“, „Hail To England“ „Sign Of The Hammer“, sowie „Fighting The World“, als auch „Kings Of Metal“ zu seinem Pflichtprogramm zählte, war schon ein echtes Erlebnis.
So etwas möchte ich nicht missen!
Einfach unvergesslich!!!

 

Pics by Heiko Bendigkeit
https://www.facebook.com/Heiko-Bendigkeit-268616456572912/?fref=ts

 




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