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Festival-Berichte

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Rock Of Ages Festival - Rottenburg Seebronn, 31.07. - 02.08.2015
Nicht nur das Bang Your Head durfte in diesem Jahr feiern, auch das nicht minder erfolgreiche Rock Of Ages, welches alljährlich in Rottenburg Seebronn stattfindet, hatte dieses Jahr einen runden Geburtstag und ließ ebenso die Korken knallen.
Seit 10 Jahren geben sich gestandene Musiker bei diesem familienfreundlichen Festival die Klinke in die Hand und auch diesmal war es quasi eine Aneinanderreihung von Stars, die das 3 Tage Festival (wurde ebenso wie das BYH aus gegebenem Anlass um einen Tag aufgestockt) mit ihren Hits beschallen durften.

Den Auftakt zu diesem wahrlich ereignisreichen Wochenende machten eine Band, die für die richtige Einstimmung gar nicht besser hätte gewählt werden können.
TYKETTO sind seit jeher eine Größe im Musikbusiness gewesen, auch wenn es nicht sofort jeder erkannte.
Mit ihren Songs zeigen sie wie einfach es sein kann, von Musik gefesselt zu sein.
Auch in Seebronn hatten sie sofort das Publikum auf ihrer Seite und bedankten sich in Form von „Burning Down Inside“, „Resque Me“, „Meet Me In The Night“, „Dig In Deep“, „Lay Your Body Down“, „Let It Go“, „Sound Off“, „Catch My Fall“, „Standing Alone“, „Wings“ und natürlich dem Monsterhit „Forever Young“.
Ich muss wohl nicht extra erwähnen wie überschwänglich das Publikum dieses Anreihen an Supersongs aufgenommen hatte.
Solch ein grandioser Einstieg wünscht man sich doch für jedes Festival.

Da hatten es die nachfolgenden THE TUBES (zumindest was mich betrifft) schon schwerer.
Bereits beim ersten Aufeinandertreffen mit dieser Band im Jahre 2012, wo sie ebenfalls beim Rock Of Ages auftraten, konnte ich nicht wirklich viel mit der Musik anfangen und dies änderte sich in all der Zeit auch nicht merklich.
Jedoch gilt wie damals auch, was zählt die Stimme eines einzelnen.
Hauptsache deren Fans werden bedient und davon kann man schon ausgehen, wenn man sich die Reaktion der Anwesenden ansah.

Weiter ging es mit D-A-D!
Einer Band die es schon gefühlte 100 Jahre gibt und die mich immer überzeugten.
Sowohl auf Konserve, als auch und vor allem live.
Alleine die Kommentare von Sänger und Gitarrist Jesper Binzer sind schon ihr Geld wert, wenn er versucht mit seinem dänischen Akzent einen deutschen Satz zu verfassen, der dann prompt so dermaßen sinnlos daherkommt, man sich aber dennoch kringelt vor Lachen.
Doch dies ist ja nur ein Aspekt des Ganzen, denn mit ihren Songs treffen sie meinen Nerv immer wieder.
Egal ob sie nun wie hier an diesem Tag Stücke wie „Evil Twin“, „Helpyourselfish“, „Monster Philosophy“, oder dem Pflichtsong „Sleeping My Day Away“ zum Besten gaben.
Gute Laune ist quasi vorprogrammiert und wo könnte sowas besser hinpassen, als auf eine Geburtstagsparty.
Von dem her Gläser hoch für D-A-D!

Auch wenn ich nicht der größte Freund der LENINGRAD COWBOYS bin, so muss ich doch genau wie im Jahre 2013, als sie schon einmal beim ROA gastierten zugestehen, dass sie wissen wie man das Publikum bei Laune hält.
Weshalb ich auch gerne zugebe, dass sie nach diesem Gig einige Sympathiepunkte bei mir auf dem Zähler verbuchen konnten.
Größtenteils aus Coversongs bestehend, zogen sie eine Setlist herunter, in der man solch klangvolle Stücke wie „LA Woman (THE DOORS)“, „(You Gotta) Fight For Your Right (To Party) von den BEASTIE BOYS, „Gimme All Your Lovin‘ (ZZ TOP), „Blitzkrieg Bop (THE RAMONES)“, „Pretty Fly (For A White Guy) (THE OFFSPRING)“, „Delilah (TOM JONES), “Those Were The Days (MARY HOPKIN) und NEIL YOUNG’S “Rockin’ In The Free World” fand.
Wer dazu nicht große Lust verspürte, das eine oder andere Bierchen zu schlürfen, war entweder Antialkoholiker, oder einfach auf dem falschen Fest.

Im Anschluss an diese (positiv) durchgeknallte Truppe wurde es indes gediegen, denn die Headliner des Tages standen auf dem Plan.
ROCK MEETS CLASSIC ist schon seit Jahren dafür bekannt, große Songs der Musikgeschichte in ein orchestrales Ambiente zu hüllen.
Dies geschieht immer mit verschiedenen Sängern und Instrumentalisten der Musikszene, die zusammen mit dem Bohemian Symphony Orchestra Prag ihre eigenen Hits in klassischer Weise dem Publikum nahebringen.
So auch diesmal und die Liste war mit Jennifer Haben und Christofpher Hummels (BEYOND THE BLACK), Michael Kiske (UNISONIC), Joe Lynn Turner (ex-RAINBOW, DEEP PURPLE usw.) und Dee Snider (TWISTED SISTER) wahrlich vorzüglich besetzt.
Nach einer kleinen klassischen Einführung in die Welt des Bohemian Symphony Orchestra unter Verwendung des Queen Klassikers Bohemian Rhapsody (zumindest ansatzweise), welchem dann „Thunderstruck“ von AC/DC folgte, kam BEYOND THE BLACK Sängerin Jennifer Haben und ihr Bandkollege Christopher Hummels (Gitarre) auf die Bühne, um zusammen mit Mat Sinner, Oliver Hartmann, Alex Beyrodt und weiteren Musikern, sowie dem Orchester die Songs „In The Shadows“ und „Rage Before The Storm“ zu präsentieren.
Ich muss zugeben, dass ich noch nie solch einen unglaublich tollen Sound bei einer Open Air Veranstaltung erlebt habe.
Ich glaube fast, dass nicht mal ein starker Windstoß den Sound hätte mit sich tragen können.
Und zusammen mit einer wahrlich mehr als ansprechenden Lightshow entwickelte sich dieses Konzert zu einem absoluten Highlight.
Nachdem Jenny und Christopher die Bühne unter großem Beifall verließen, durfte das Auditorium gleich weiter klatschen, denn mit Michael Kiske kam eine Ikone der Szene auf die Bühne, um die Songs „A Little Time“, „Kids Of The Century“ und „I Want Out“ , die allesamt von seiner Zeit bei HELLOWEEN stammen zu präsentieren.
Dies blieb natürlich vom Publikum ebenfalls in keinster Weise unbeantwortet und so feierten sie jeden einzelnen Song ab.
Zwar wunderte ich mich etwas, dass gerade Kids Of The Century mit dabei war, doch freute ich mich sehr, das Stück endlich mal wieder live zu erleben.
Auch wenn das Album „Pink Bubbles Go Ape“ von der Presse und den Fans nicht gerade mit Lobeshymnen überhäuft wurde finde ich, gibt es auf der Scheibe doch einige Titel, die es allemal wert sind gehört zu werden.
Und weiter ging der Wechsel am Mikrofon.
Diesmal kam eine wahre Legende auf die Bühne.
Er hatte schon bei Bands wie RAINBOW, DEEP PURPLE und YNGWIE MALMSTEEN seine Sangeskünste unter Beweis gestellt und auch solo macht er nach wie vor eine mehr als gute Figur.
Grund genug ihn hier zu präsentieren und mit den RAINBOW Klassikern „I Surrender“, „Stargazer“ (inclusive einer Huldigung an den großen und unvergessenen Ronnie James Dio) und „Spotlight Kid“, war es ein sichtlich großes Vergnügen, sowohl für Joe, als auch für das Publikum.
Auch an diesem Abend wurde einmal mehr bewiesen, dass Joe Lynn Turner nicht nur für mich zu den ganz Großen der Musikbranche gehört.
Sowie auch der Mann, der im Anschluss auf die Bühne kam.
Mister Dee Snider von TWISTED SISTER kam, sah und rockte das Festival in Grund und Boden.
Man muss neidlos anerkennen, dass er wohl einer der größten Entertainer der Musikwelt ist und das bewies er auch diesmal wieder, während er die TS Stücke „You Can’t Stop Rock’n’Roll“, „We’re Not Gonna Take It“, „The Price“ (in Gedenken an den kürzlich verstorbenen TS Drummer A.J. Pero), sowie „I Wanna Rock“ auf das hungrige Publikum losließ.
Mit einer großartigen Version des AC/DC Klassikers „Highway To Hell“ endete dieses wahrlich überirdische Spektakel in der Gewissheit, dass ich ROCK MEETS CLASSIC sicherlich nicht zum letzten Mal live gesehen habe.
Was für ein grandioser Ausklang des ersten Tages.

Den zweiten Tag eröffneten TRI STATE CORNER, die ich leider ebenso wie die folgenden JANE verpasste, da es mir schlicht und ergreifend zeitlich nicht möglich war, um diese Zeit schon anwesend zu sein.

So schaffte ich es gerade noch rechtzeitig zum Gig von NAZARETH, die mich aber gleich mal staunend zurückließen.
Denn offensichtlich gab es seit ihrem Auftritt im vergangenen Jahr beim Rock Of Ages einen erneuten Sängerwechsel.
Hatte 2014 noch Linton Osborn das Zepter in Form des Mikros in der Hand, so gab er es an Carl Sentance weiter, der nun für die Band die Vocals zuschanzt.
Für Traditionalisten sicher schwer zu verdauen.
Sang Linton Osborn noch mit einer Stimme, die der des zuvor ausgeschiedenen  Dan McCafferty nicht unähnlich war, singt Neuzugang Carl Sentance doch in eine etwas andere Richtung.
Objektiv betrachtet halte ich ihn jedoch trotzdem für einen sehr guten Sänger, der Stücke wie „Razamanaz“, „This Flight Tonight“, „Dream On“, „Expect No Mercy“, oder auch die Schmachtballade „Love Hurts“, zwar auf seine eigene Art, jedoch immer noch nah am Original interpretiert.
Von daher kann ich eigentlich nichts negatives sagen.
Wenn man aber auf die rauchige Stimme eines Dan McCafferty abfährt, wird man bei dem neuen Sänger sicherlich so seine kleinen Problemchen haben.

Bei der nächsten Band, die danach die Bühne stürmten, gibt es auch immer wieder geteilte Meinungen.
Während die einen total auf die Stimme von Bernhard Weiß stehen, bekomme andere das kalte Grausen.
Diejenigen die der zweiten Meinung angehören, waren an diesem Tag jedoch dermaßen in der Unterzahl (wenn überhaupt welche anwesend waren) und so hatten AXXIS denn auch leichtes Spiel und blickten zusammen mit dem Publikum auf 25 Jahre Bandgeschichte zurück, indem sie Stücke wie „Kingdom Of The Night II“, „Heavy Rain“, „Living In A Dream“, „Touch The Rainbow“, „Little Look Back“, „Living In A World“ und „Kingdom Of The Night“ spielten, die allesamt wieder bestens bei den Fans ankamen.
Natürlich machte Berni wieder seine üblichen Faxen auf der Bühne, in dem er einen jungen Fan auf die Bretter die die Welt bedeuten holte und selbstverständlich bekamen wir, das Publikum wieder eine Auswahl seiner ausufernden Ansagen und Statements geboten.
Aber wer AXXIS kennt der weiß, was ihn live erwartet.

Von dem war auch dieser Gig wieder sehr stark und die Vorfreude auf den Auftritt des ehemaligen WHITE LION und FREAK OF NATURE Sängers Mike Tramp wuchs somit noch weiter an.
Dieser wurde noch speziell vom Chef persönlich Horst Franz angekündigt, währende dessen Tochter, die wohl großer Fan von Mike sein soll, ihn auf die Bühne geleitete.
Alleine das war schon eine Show wert.
Zwar waren die allesamt etwas bzw. sehr um arrangierten Songs nicht so ganz auf meiner Wellenlänge, jedoch waren Titel wie „Hungry“, „Cry For Freedom“, „Broken Heart“ und „When The Cildren Cry“ nicht von schlechten Eltern und gingen somit unterm Strich auch völlig in Ordnung.
Vielleicht ganz das was ich mir davon erhoffte, aber man merkt Mike Tramp halt immer noch an, welch ein begnadeter Musiker er ist.

Apropos begnadeter Musiker!
Dies trifft auch absolut für den nächsten Act des Tages zu.
War er früher einmal Sänger der englischen Supergruppe MARILLION, so konnte sich FISH nach seinem Weggang seiner Solokarriere widmen, die ihn nun jedoch noch einmal zurück zur wohl bekanntesten Veröffentlichung MARILLION’S, nämlich „Misplaced Childhood“ führt.
Unter dem Banner „Return To Childhood“ führte ihn seine Tour auch nach Seebronn und wie es der Titel schon vermuten lässt, wurde vor allem besagten Album Tribut gezollt.
Wird es doch in diesem Jahr stolze 30 Jahre alt.
Grund genug also für FISH und seine Band, das Meisterwerk in voller Länge live zu spielen.
Somit kam das Publikum nicht nur in den Genuss von Solostücken des Künstlers wie z.B. „Pipeline“ und „Feast Of Consequences“ , nein auch die überirdischen Songs „Pseudo Silk Kimono“, „Kayleigh“, „Lavender“, „Bitter Suite“, „Heart Of Lothian“, „WaterHole (Expresso Bongo)“, „Lords Of The Backstage“, Blind Curve“, „Childhood’s End?“ und „White Feather“, die zusammen „Misplaced Childhood“ ergeben kamen zu Ehren und selbst das göttliche „Market Square Heroes“ schaffte es auf die Setlist.
Ich hatte FISH ja schon 2012 beim Rock Of Ages gesehen und war damals schon über alle Maßen beeindruckt, doch dieses Konzert setzte noch einmal einen drauf, denn ein letztes Mal das Album welches ich zu meinen absoluten Favoriten in der Rockgeschichte zähle live erleben zu dürfen, davon träumte ich schon lange.
Was für ein unglaubliches Erlebnis!

Leider wurde danach meine Stimmung etwas getrübt, denn eigentlich freute ich mich auf die nun auf dem Plan stehenden MAGNUM, doch leider sollte daraus nichts werden, denn nach einer kurzen Ansage von Horst Franz, mussten sowohl ich, als auch viele Fans im Publikum die schlechte Nachricht entgegennehmen, dass die Band zwar da war, jedoch nicht ihre Instrumente, die sich noch auf einer Odyssee befanden.
Da sie wohl erst am selben Abend gegen 22:30 Uhr eintreffen sollten, konnte man leider nichts anders verkünden, als die Absage von MAGNUM.

Nachdem man diese schlechte Nachricht einigermaßen verdaut hatte, kam mit SUZI QUATRO die nächste Musikerin auf die Bühne.
Jedoch muss ich sagen, dass sie so gar nicht meinen Geschmack traf.
Natürlich ist sie eine Legende und Songs wie „48 Crasch“, oder „Can The Can“ sind auch tolle Songs, doch irgendwie ging ihre Musik dann doch immer wieder an mir vorbei.
So auch an diesem Abend.
Doch dem Publikum hat es auf jeden Fall gefallen, denn der Applaus nach jedem Titel ließ eindeutig nichts anderes zu.
Weshalb ich dann auch von einer guten Bestätigung sprechen möchte, auch wenn ich nicht so sehr mit ihrem Gig warm wurde.

Die Position des Headliners an diesem Tag hatte indes Mister MICHAEL SCHENKER mit seiner Formation TEMPLES OF ROCK inne.
Die Band startete dann auch fulminant mit dem UFO Klassiker „Doctor Doctor“ in den Set, dem sowohl Songs neueren Datums wie z.B. „Where The Wild Winds Blow“, „Vigilante Man“, und „Before The Devil Knows You’e Dead“, welchem einmal mehr dem leider verstorbenen Ronnie James Dio gewidmet wurde, als auch weiter UFO Songs („Natural Thing“ und „Rock Bottom“), ältere SCORPIONS Tracks wie „Lovedrive“, „Coast To Coast“ und „Rock You Like A Hurricane“ und selbstredend auch Material von M.S.G. wie das von mir sehr geliebte „Victim Of Illusion“.
Angepriesen wurde diese Show zusätzlich noch mit dem Auftritt des Gentleman Rockers Graham Bonnet, der seinerzeit das Album „Assault Attack“ eingesungen hatte.
Leider ließ er sich nur zu einem Song hinreißen.
Den Rest des Gigs absolvierte mit Doogie White ein Sänger den ich persönlich schon zu seinen Zeiten bei RAINBOW „Stranger In Us All“ schon sehr schätzte und der nicht besser zu TEMPLES OF ROCK passen könnte.
Somit hatten die ehemaligen SCORPIONS Recken Francis Buchholz, Herman Rarebell und natürlich Mister Michael Schenker, dem im Bereich der Gitarren Fraktion der großartige Wayne Findlay zur Seite stand insgesamt gesehen leichtes Spiel beim Publikum, sodass sie verdientermaßen auch den Slot des Headliners innehatten.
So ging dann auch der zweite Tag des Festivals seinem Ende entgegen.

Für den dritten und letzten Tag des diesjährigen Rock Of Ages hatten sich die Veranstalter etwas Besonderes einfallen lassen.
Dem Motto entsprechend, welches besagt, das ROA sei besonders familienfreundlich, war der Vormittag bis kurz vor dem regulären Beginn des eigentlichen Events, ganz den Kleinen gewidmet.
In Zusammenarbeit mit dem Bisinger Unternehmen Grohmann Aluworks GmbH & Co KG stellten die Veranstalter ein spezielles Kinderprogramm zusammen, bei dem sowohl der Kinderlied-Autor und –Interpret Detlev Jöcker, als auch seine Begleiterin Arabella Wirbelwind für die passende Unterhaltung sorgten.
Ferner gab es eine Hüpfburg, sowie Kinderschminken und noch einiges mehr.
Dazu verbilligte Getränkepreise, damit man bei dieser Hitze keinen Schwächeanfall bekommt.
Ich finde dies eine sehr gute Idee, denn so kamen auch diejenigen auf ihre Kosten, die einfach mal eine schöne Zeit mit ihren Kindern haben wollten.

Nachdem um 15:00 Uhr der Spaß für die Kleinen leider zu Ende war hieß es um 16:00 Uhr dann Vorhang auf für die erste Band des letzten Tages.
THE ORCHESTRA begannen die musikalische Reise, die heute eindeutig hin zu den Legenden der Rockmusik tendierte.
Wie es der Name schon vermuten ließ, verbargen sich hinter dieser Formation ehemalige Mitglieder von ELECTRIC LIGHT ORCHESTRA, oder kurz ELO.
Dementsprechend war ihre Setlist natürlich auch gespickt mit Songs dieser absoluten Supergruppe.
Von „Evil Woman“, über „Livin‘ Thing“ und „Twilight“, bis hin zu „Don’t Bring Me Down, „Rock’n’Roll Is King und „Mr. Blue Sky” war für jeden Fan dieser Ausnahmeerscheinung der Musikgeschichte was dabei, das sein Herz höher schlagen ließ.

Davon hatte auch die nächsten auf der Liste so einiges zu bieten.
THE SWEET betraten die Bühne und sofort fühlte man sich in die 70er Jahre zurückversetzt, als ich z.B. noch ein kleiner Junge war, der hin und wieder mal im Radio von Stücken wie „Hellraiser“, „Wig-Wam Bam, „Love Is Like Oxygen“, „Action“, „Tenage Rampage“, „Blockbuster“, „Fox On The Run“ und „Ballroom Blitz“ hörte, die übrigens an diesem Tage alle Bestandteil ihrer Setlist waren.
Freilich ist von der Originalbesetzung so gut wie niemand mehr übrig geblieben, doch man kann sagen was man will, das Erbe dieser einstigen Glam Ikone wird durch die jetzigen Musiker bestens erhalten.
Nach THE ORCHESTRA der zweite Knaller an diesem Tag.

Und genauso sollte es auch weitergehen, denn mit THE HOOTERS kam eine meiner Favoriten, wenn es um Live Darbietungen geht an die Reihe.
Unfassbar wie großartig sie auch diesen Mittag wieder versüßten und schon von Anfang an das Publikum fest im Griff hatten.
Eigentlich ja auch kein Wunder wenn man Songs wie „I’m Alive“, „All You Zombies“, 500 Miles“, „Karla With A K.“, „Satellite“, „And We Danced“ und „Johnny B.“ voller Inbrunst schmättert.
Selbst ein „Major Tom“ des NDW Stars PETER SCHILLING kam zu Ehren, was einerseits zwar recht witzig, jedoch andererseits durch die sehr gute Darbringung der Band durchaus so etwas wie eine Daseinsberechtigung hatte.
Das Motto des Tages welches eine Tag der Legenden voraussagte, traf auch bei THE HOOTERS zu 100% zu.

So wie auch bei der nächsten Band URIAH HEEP!
Diese Truppe ist ebenfalls ganz weit vorne wenn es darum geht, richtig gute Live-Acts aufzuzählen.
Mit Titel wie „Speed Of Sound“, “Stealin’”, “July Morning”, “Lady In Black”, “Gypsy” und “Easy Livin’”, hatten sie auch alle Trümpfe in der Hand und somit auch die Anwesenden vor der Bühne.
Kein Wunder also, dass sie zusammen mit der darauffolgenden Band die Position des Headliners innehatten.
Es war schon beinahe erschreckend mit welch einer Raffinesse die Verantwortlichen auch diesen Tag besetzten.
URIAH HEEP sind einfach eine unglaublich starke Band, die in den vielen Jahren ihres Bestehens immer ein fester Teil der Musikgeschichte war und immer noch ist.
Wer die Band auch jetzt noch nicht live gesehen hat, sollte dies unbedingt mal nachholen.

Den zweiten Headliner an diesem dritten Tag hatten MANFRED MANN’S EARTHBAND für sich in Anspruch nehmen können.
Auch sie glänzten mit einer bombigen Setlist, in der man Juwelen wie „For You“, „Don’t Kill At Carol“, „You Angel You“, „Blinded By The Light“, „Davy’s On The Road Again“ und „The Mighty Quinn” wieder fand, jedoch konnten sie mich im Endeffekt nicht ganz so überzeugen wie dies noch die Bands zuvor taten.
Kein Grund jedoch sie abzuwärten, denn MANFRED MANN ist und bleibt eine Säule der Musikwelt und daran wird sich auch sicherlich nichts ändern.
Und wenn dabei solch eine erhabene Setlist gespielt wird wie beim diesjährigen ROA,, kann eigentlich auch nichts schiefgehen.

So endete mit dieser Legende dann das Rock Of Ages und die superbe Geburtstagsfeier zum 10 jährigen Bestehens des Festivals.
3 Tage die es in sich hatten.
Sowohl von der Musik, als auch der Randgestaltung war es wieder ein unglaublich gemütliches Event, welches nach einer Fortsetzung schreit.
Doch da müssen wir uns leider noch fast ein Jahr gedulden.
Solange erinnere ich mich an die schönen Momente des diesjährigen Rock Of Ages!

Pics by Heiko Bendigkeit
www.heiko-bendigkeit.de/



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