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Rock For One World Festival 2011 Komma - Esslingen, 12.03.11.
Eine Benefizveranstaltung ins Leben zu rufen, finde ich persönlich immer eine löbliche Aktion und so war es für mich auch keine Frage zum diesjährigen "ROW Festival" nach Esslingen zu pilgern um im "Komma" den dort spielenden Bands mein Ohren - und Augenmerk zu schenken.
5 an der Zahl und mit dem Headliner "Primal Fear" ein echter Volltreffer auf der Liste.
Da konnte dann auch nichts schiefgehen und ich stand beileibe nicht alleine da.
Denn das belegte das ausverkaufte Haus und die gute Stimmung in selbigem.

Den Anfang machten "King Chrome" aus Stuttgart die mit ihrem sagen wir mal Dirty Stoner Metal einen nicht ganz schlechten Eindruck hinterließen.
Mit ordentlich Druck und Heavyness konnten sie zwar noch nicht alle anwesenden im Publikum erreichen, jedoch gibt es an ihren Songs nichts auszusetzen.
Von daher ein echt akzeptabler Opener!

Die nächste Band "Contracrash" aus Balingen konnten aber locker mithalten und legten meiner Meinung nach sogar noch eine kleine Schippe nach.
Mit richtig eingängigen Songs hinterließen sie einen passablen Eindruck und konnten somit auch einige im Auditorium animieren ihr Haupthaar zu schütteln (wenn denn eins vorhanden war...grins). Was bei dieser Band auffällt ist die Tatsache, daß es "Contracrash" tatsächlich geschafft haben, ohne Support des Musikbusiness und ohne Veröffentlichung eines Albums sich schon einen so guten Namen in der Szene zu machen.
Das muß man auch erst mal hinbekommen.
Ein guter Gig von den Jungs aus der Heimat des Bang Your Head Festivals!

Auf die darauffolgenden "Voodoo Circle" freute ich mich ganz besonders.
Mit ihren 2 bisher erschienenen Alben konnten sie nicht nur in der Presse großes Lob einheimsen.
Zugegebenermaßen war ich etwas verwundert, daß sie fast ausnahmslos Coverversionen von Deep Purple wie z.B. "Perfect Strangers", "When A Blind Man Cries" und "Smoke On The Water" zum Besten gaben.
Aber halt in einer derart hohen Qualität, was angesichts dieser Bandmitglieder nicht weiter verwunderlich war. Denn mit solch illustren Namen wie "David Readman" (Pink Cream 69 voc.), "Alex Beyrodt" (Primal Fear, Silent Force git.), "Mat Sinner" (Primal Fear, Sinner bas.), "Markus Kullmann" (Desperadoz drums) und "Jimmy Kresic" (Kiske/Somerville, Bobby Kimball keys.) war Präzision garantiert. Nach ihrem Einstieg in die deutschen Album Charts werden nun die Weichen für eine Tour gestellt, wo sie dann hoffentlich die Setlist mit den Hits ihrer beiden CDs bestücken werden.
Auf jeden Fall war der Gig von "Voodoo Circle" ein voller Erfolg wie ich mal bescheiden vermerken darf.

Weiter ging es mit der Band "Tieflader" um den "Farmer Boys" Gitarristen "Alex Scholpp" die mit ihren mit deutschen Texten gespickten Songs ein ordentliches Pfund auf die Bretter legten (musikalisch gesehen natürlich...grins).
Zu ihren Songs kann ich leider nicht viel sagen, da ich mich bisher mit der Band noch nicht so sehr befaßt habe.
Nur soviel daß sie das Publikum mächtig bewegten und sie sehr schnell auf ihrer Seite hatten. Mit ihren rauhen Texten und dem aggressiv, rohem und harten Sound konnte der Kontrast zu "Voodoo Circle" und dem Headliner "Primal Fear" gar nicht sein.
Hatte aber durchaus seinen Reiz.

Doch mit der letzten Band des Abends kamen wohl die Jungs auf welche sich die anwesenden Zuschauer am meisten freuten.
"Primal Fear" enterten die Stage und machten von Anfang an klar, daß dieser Gig zu einem weiteren Meisterwerk ausufern würde.
Auf Drummer "Randy Black" mußte allerdings verzichtet werden, da er zu diesem Zeitpunkt leider verhindert war.
Das stellte jedoch für "Mat Sinner" und seine Mitstreiter kein Problem dar.
Denn mit "Andre Hilgers" (Rage) wurde ein mehr als ebenbürtiger Ersatz hergeschippert.Bei dieser Konstellation konnte man schon fast von einer All Star Band reden.
Denn was da auf der Bühne gezockt wurde, war schon aller Ehren wert.
Nicht nur "Mat Sinner" mit seinem Kultfaktor in der Szene und "Andre's" perfektes Drumming, sondern natürlich auch der nicht minder bekannte "Ralf Sheepers", den man gut und gerne als einen der besten Sänger im Musikbusiness bezeichnen kann.
Und das nicht nur national gesehen.
Dazu noch das Traum Duo an den Klampfen "Magnus Karlsson" und "Alex Beyrodt" und einem genialen Gig mit Songs wie z.B. "Chainbreaker", "Nuclear Fire", "Fighting The Darkness", "Six Times Dead (16.6.)", oder auch der absoluten Hymne "Metal Is Forever" konnte nichts mehr im Wege stehen. Es stimmte einfach alles.
Unglaubliche Gitarrenduelle, gepaart mit martialischen Vocals, die einem das Blut in den Adern gefrieren läßt.
Was bitte will der geneigte Headbanger mehr?!
So konnten "Primal Fear" mit dem Auftritt auf dem "ROW Festival" einen weiteren "Daumen hoch" Button ihrer Liste von genialen Konzerten hinzufügen.

Was natürlich auch nicht vergessen werden darf ist die Einrichtung, welcher der Erlös des Abends zugeführt wurde.
Dabei handelt es sich um die Stiftung www.wildwasser-esslingen.de , die sich um Frauen und Kinder kümmert, die sexuelle Gewalt erfahren mussten.
Eine sehr ehrenwerte Angelegenheit wie ich finde und der Erfolg mit einem ausverkauften Haus gab den Organisatoren recht.
Ich persönlich freue mich schon auf das nächste "ROW Festival".
Das war eine Glanzleistung von allen Beteiligten!



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