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Rock For One World 2012 Komma - Esslingen, 03.03.12
Wie schnell doch so ein Jahr vergeht!
Gut für alle, die sich wie jedes Jahr auf die neue Auflage des „Rock For One World Festival“ freuen.
Die Macher dieses Benefiz Events sorgten auch dieses Mal dafür, daß erst gar keine Langeweile aufkommen würde, da ausnahmslos nur klasse Acts am Start waren.
Die 5 Bands des Abends legten in der Tat so derart los, daß jeder der an diesem Event nicht dabei war, sich mal gehörig in den Allerwertesten beißen darf.


Schon die Band „Shotgun Express“, die das Festival eröffneten, konnten mit ihrem knackigen Sound, der irgendwo zwischen bluesigem Hardrock und einer ordentlichen Portion Punk liegt, kurz gesagt Dirty Rock’N Roll ordentlich Boden gutmachen.
Die Jungs machten ihre Sache verdammt gut und konnten mit Songs aus ihrem demnächst erscheinenden Debüt „Gypsy Blues“ die Anwesenden in der Halle schon mal ordentlich auf Betriebstemperatur bringen.
Wer auf erdige Mucke steht, sollte die Band echt mal antesten.
Ein Einstig nach Maß.

Auch die nächste Band „Pump“ hatten keinen wirklich weiten Anfahrtsweg und sorgten somit dafür, daß am Ende noch mehr Geld für den guten Zweck übrig blieb.
Daß die Jungs aber auch hundertprozentig ins Billing des Abends paßten, bewiesen sie mit ihrem Material, welches sich sowohl aus Songs ihrer bisherigen Alben „Against Everyone’s Advice“, „Breakdown To Breakthrough“ und „Sonic Extasy“, als auch aus einem neuen Song zusammensetzte.
Ich hab die Band ja nun auch schon des Öfteren live erlebt und bin immer wieder von dieser coolen und lässigen Art wie sie ihre Tracks runterzocken fasziniert.
So sahen das auch sehr viele im Publikum, denn die gaben den Jungs von „Pump“ ordentlich positives Feedback.
So konnte auch guten Gewissens der Gig als gelungen bewertet werden.

Schlag auf Schlag ging es weiter und „Nitrogods“ enterten die Stage.
Eine Band auf die ich mich besonders freute, denn mit „Henny Wolter“, der ja bekanntermaßen seine Brötchen auch schon bei Bands wie z.B. „Primal Fear“ verdiente an der Gitarre, sowie Drummer „Klaus Sperling“, der an diesem Abend gleich zweimal hinter die Schießbude sitzen durfte, da er ja auch die Felle für „Freedom Call“ bearbeitet und zu guter letzt noch Sänger und Bassist „Oimel Larcher“, den ich zum ersten Mal bei der Motörhead Coverband „Bastards“ erleben durfte.
Ich bin heute noch der Meinung, daß es sicherlich keinen besseren Ersatz als ihn geben würde, falls der gute Lemmy irgendwann mal abtreten sollte.
Daher ist es auch nicht verwunderlich, daß man bei den Songs von „Nitrogods“ gelegentlich an eben jene Band „Motörhead“ erinnert wird.
Was mich am meisten beeindruckte, war ihr verdammt lässiger Start, bei dem sie das Publikum sofort im Griff hatten.
Was sich übrigens während des ganzen Gigs nicht wirklich änderte.
Ein absolut positives Erlebnis und daher einer meiner Favoriten vom ROW Festival.

Nach diesem genialen Gig kamen „Human Zoo“ aus Balingen zum Zug.
Da die Band über eine ordentliche Fanbase und einem sehr großen Bekanntheitsgrad verfügt, mußte man sich auch hier keine Sorgen machen, die Stimmung könnte in den Keller rutschen und tatsächlich hatten sie auch alle Trümpfe in der Hand.
Gepflegter Heavy Rock, der die Massen bewegt, so kennt man „Human Zoo“.
Mit einer ausgewogenen Setlist und bester Laune zogen die Jungs ihren Gig durch und hinterließen keinen Zweifel, mit ihrer Anwesenheit einen beachtlichen Beitrag zum Gelingen des Festivals beigetragen zu haben.
Eine Band die in der Melodic Rock Szene ihren festen Platz hat und das hoffentlich noch lange Zeit.
Solchermaßen war es dann auch langsam Zeit für den Headliner des Abends.

Genau diesen Status konnten sich in diesem Jahr die Franken von „Freedom Call“ aufs Banner schreiben.
Und wie sehr sie diesen verdienten, bewiesen sie mit einem tollen Gig, der zugleich auch den Tourauftakt ihrer „Journey To The Crimson Dawn 2012“ darstellte.
Diejenigen die „Freedom Call“ schon mehrere Jahre begleiten, merkten natürlich sehr schnell, daß Basser „Samy Saemann“ nicht anwesend war.
Der Grund hierfür war, daß er jüngst Vater wurde und dies nun auch ausgiebig ausleben möchte.
Die Band reagierte indes sofort und rekrutierten kurzerhand den ehemaligen Bassisten „Ilker Ersin“, der einen mehr als vorzüglichen Job erledigte.
Mit ihrem fast noch taufrischen Album „Land Of The Crimson Dawn“, welches selbstredend auch mit ein paar Songs in der Setlist Erwähnung fand im Gepäck, wurden ausnahmslos bestes FC Material zum Besten gegeben.
Ein kleines Schmankerl stellte auch der Gastauftritt von Hannes (Kissin Dynamite) dar, der zusammen mit „Chris Bay“ den Song „Warriors“ trällerte, der so wie es sein muß, natürlich bestens beim Publikum ankam.
Überhaupt war die Stimmung bei den Franken bestens und so konnte man auch beim Headliner des Abends beruhigt und mit einem fetten Grinsen ein Häkchen dahinter setzen.

Auch die diesjährige Ausgabe des „Rock For One World Festival“ bewies wieder, daß auch mit Mucke für langhaarige Bombenleger gutes Geld für einen guten Zweck einzunehmen ist.
Ich freue mich schon auf die nächste Auflage des ROW Festivals und wie immer geht mein Respekt an alle, die dieses Festival möglich machten.
Weiter so!

Pics by HarryHMH






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