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Rock am Stück - Open Air Festival - Fritzlar 21.+ 22.07.2017

Rock am Stück Fritzlar 21.+ 22.7.2017

Bereits zum 9-mal fand dieses Open-Air-Festival am Lohrberg in Fritzlar statt und eigentlich wollte ich schon 2016 von diesem Festival berichten, doch damals machte mir meine Gesundheit einen Strich durch die Rechnung und so verpasste ich dieses Event. Doch dieses Jahr hat es geklappt und ich war 2 Tage Gast von Rock am Stück. Das Wetter spielte auch mit, die Sonne schien und ließ Fans wie auch Musiker ins Schwitzen kommen. Zum Schwitzen brachte uns nicht nur das Wetter, sondern auch die Musik der Bands, die war auch sehr heiß. Mehr dazu später.

 

 

Klasse ist auch die Lage vom Festival. Schön im Grünen gelegen, umgeben von Wald und Wiesen. Die Campgrounds liegen in direkter Nachbarschaft zum Festivalgelände und wer ein gültiges Ticket besitzt, der hat Camping inklusive. Ohne Zusatzkosten! Dieses Jahr fehlten auf den Campingplätzen allerdings noch Duschcontainer, die soll es im nächsten Jahr aber geben. Parkplätze sind auch kostenlos, allerdings könnte die Parkplatzsituation etwas besser organisiert werden. Vielleicht eine Wiese für PKWs als Parkmöglichkeit bereitstellen, als an der Straße zu parken. Ich glaube, dass es auch so geplant war, die Organisatoren aber vom Andrang der Camper überrascht wurden und sie improvisieren mussten. Trotzdem, jeder fand eine Parkmöglichkeit, da die Straße zu einer Einbahnstraße umfunktioniert wurde und so auch parken möglich war. Nur eine Rettungsgasse musste frei bleiben! Es sah aber manchmal schon abenteuerlich aus, wie manche meinen Parken zu können!

 

Das Personal war freundlich und hilfsbereit. Ob Security, Veranstalter, Verkaufsstände und auch die Besucher selber. Note 1

 

Für die Verpflegung war natürlich auch gesorgt. Hier gab es für jeden was. Verhungern oder verdursten musste keiner. Aber was ich am wichtigsten fand, die Preise waren normal und nicht überteuert! Auch dafür: Note 1

 

Kommen wir zum Thema Toiletten und auch da gibt es von mir nur lobende Worte. Genug Dixis waren vorhanden und sauber waren sie auch!  Daumen hoch!

 

Nun zum Rahmenprogramm. In den Umbaupausen wurden wir mit harter Musik beschallt, es legten verschiedene DJs auf. Wohlfühlprogramm auch in den Pausen. Es gab verschiedene Pyro und Feuershows zu sehen.  Auf der Bühne, neben der Bühne und im hinteren Teil des Festivalgeländes wurde was fürs Auge geboten und zum Ende des Festivals gab es noch ein Abschlussfeuerwerk. Am Rande der Bühne gab es Merchandising Stände der auftretenden Gruppen und des Veranstalters. Hier konnte sich noch jeder das passende Shirt, Kapuzenjacke oder auch CD/LP zulegen. Auch hier waren die Preise ok, wenn nicht sogar günstig. Außerdem konnte man hier so manchen Musiker treffen, schnuddeln oder sich ein Autogramm holen.

 

Jetzt aber das Wichtigste, es gab 16 Bands an 2 Tagen zu bestaunen und so machte am Freitag pünktlich um 13:15 die Band EHRENSACHE den Anfang. Bestimmt nicht einfach für die Band um diese Uhrzeit zu spielen. Es war sehr heiß, vor und sicherlich auch auf der Bühne. Das störte die Truppe aber gar nicht und so rockten sie munter drauf los und begeisterten die zwar noch wenigen Fans mit ihrer Musik, die aber begeistert mitgingen. So überzeugten sie mit einer Mischung aus Rock/Metal/Punk und deutschen Texten und waren somit ein guter Opener für dieses Festival. Bestimmt hat man durch diesen Auftritt neue Freunde finden können. Mir hat es sehr gut gefallen!

 

Als nächstes waren ADDICT an der Reihe. Sie kommen aus Koblenz und spielen Thrash Metal. Das ganze verzögert sich etwas, da der Veranstalter Probleme mit der Stromversorgung hatte. Dieses Problem wurde aber schnell behoben und so konnte es losgehen mit Addict. Trotz dieser kleinen Panne, ließ es die Band ordentlich krachen. Ihr an den 80zigern orientierter Thrash ließ zum ersten Mal den Lohberg erzittern. An der Gitarre konnte man sogar Kerry King von Slayer bestaunen. Ne, nicht wirklich, aber Gitarrist Franco Amenta hat schon etwas Ähnlichkeit mit dem Slayer Gitarristen.

 

Eine Truppe aus Thüringen kam nun in den Genuss ihre Musik einem großen Publikum zu präsentieren. GRIMGOD. Sie ließen sich nicht lange bitten und so schallte ihr doch etwas gewöhnungsbedürftiger Metal aus den Boxen. Nicht Metal, Hardrock oder Thrash, das lässt bei ihnen nicht so leicht einordnen. Eher eine Mischung aus Doom, Thrash und Country Musik. Alles in Midtempo gehalten, aber mit ordentlich Power. Schwer zu beschreiben, hört bei der Band mal selber rein und besucht deren Homepage. Mir hat der Auftritt und die Mucke sehr gut gefallen.

 

SCHLUSSAKKORD folgten und ließen ihren Deutschrock auf die Fans los. Das Ganze macht Spaß. Musik zum Mitmachen und die Band hatte auch Spaß daran, das merkte man. Es klang frisch und fröhlich. Prima! Wer Ärtzte oder Tote Hosen mag, der liegt beim Schlussakkord auch nicht falsch.

 

Moderner Metal mit deutschen Texten ließen nun NULLDB über dem Festivalgelände erschallen! Mal hart nach Pantera klingend oder auch mal ne Ballade. Nicht schlecht, den Fans gefällt’s!

 

Eine schwedische Band hatte nun das Vergnügen die Zuschauer mit ihrer Musik zu überzeugen und zwar JESUS CHRÜSLER SUPERCAR. Das Ganze nennen sie Death'n Roll. Klingt wie verwaschener düsterer Doom. Überhaupt nicht meins, aber wem sowas gefällt, der kam auf seine Kosten. Die Gruppe war jedenfalls bemüht und hatte Spaß auf dem RAS.

 

Und schon sind wir beim Freitags Haupt Act angekommen und zwar KÄRBHOLZ. Der Platz vor der Bühne hat sich schon sehr gefüllt, 2000 Leute warteten auf die Band und diese ließ sich nicht lange bitten und rockte den Lohberg. Die Menge kochte und die Truppe dirigierte mit ihrem deutschen Rock die Massen.
Eine Unterbrechung des Konzerts gab es auch, die Gruppe ermöglichte es einem Fan seiner Angebeteten auf der Bühne einen Antrag zu machen. Das fand ich sehr toll von der Band, die hier noch als Heiratsvermittler auftrat. Aber auch von dem Fan, das muss man erstmal bringen. Von mir, alles Gute an die Beiden, dass ihr glücklich werdet! Ein toller Auftritt, so wird gerockt. Danke KÄRBHOLZ!

 

Tag Nummero 2. Ich starte mit DIE! SHE SAID. Die knallten ihren Metalcore in die Menge und bewegten diese sogar zur Wall Of Death und das am frühen Nachmittag. Fans und Band gaben alles und hatten ihren Spaß, das kann ich euch sagen!

 

Mit DAWN OF DESTINY kam dann eine Power Metal Band auf die Bühne. Diese wollte ich unbedingt mal sehen und wurde nicht enttäuscht. Ihre Musik klingt live viel besser als auf Platte. Dort finde ich sie immer zu glattgebügelt. Hier on Stage merkt man endlich mal die Power, die diese Band ausstrahlen kann. Sängerin Jeannette macht einen guten Job, obwohl man ihr am Anfang ein wenig Unsicherheit anmerken konnte. Aber von Song zu Song wurde sie sicherer und ihre Stimme passt prima zum Sound der Band. Stark finde ich den 2 stimmigen Gesang, nämlich dann, wenn Basser Jens mit einsteigt. Tolle Songs, gute Vorstellung. Der erste Höhepunkt des Tages!

 

UNHERZ legten jetzt auf der Bühne los. Ihr Deutsch Rock/Metal kam gut bei den Zuschauern an. Die gingen mit und die Spielzeit verging wie im Fluge. Klasse Liveband! Daumen hoch!

 

Mit PYOGENESIS kam jetzt eine Truppe die man auch nicht in eine Schublade stecken kann. Sie spielen eine Mischung aus Death Metal, Gothic Rock und Alternativ Rock und gerade dies macht wohl den Reiz dieser Musik aus. Klang recht cool, mal Death Growls, dann wieder normaler Gesang. Die Songs waren abwechslungsreich und hatten richtig Power. Tolle Vorstellung! Als kleinen Gimmick gab es für die Fans Toilettenpapier auf Rolle von der Bühne, weil die Band meint das es auf den Dixi Klos immer fehlen würde. Hier hatten allerdings nur die kleinsten Zuschauer ihren Spaß an den Rollen, denn sie verteilten das Papier über das gesamte Festivalgelände.

 

Weiter ging es mit BATTLE BEAST. Die aus Finnland stammende Band legte sofort richtig los und Sängerin Noora hatte die Massen vor der Bühne gleich fest im Griff. Die gingen gut mit und bejubelten jeden Song. Nooras Stimme ist auch live eine Macht. Die Show fand ich ein wenig eintönig und auch die Musik klang öfters mal gleich. Ansonsten haben Battle Beast schon Spaß gemacht und den Fans gegeben was sie brauchten.

 

Das Festivalgelände hatte sich gut gefüllt und pünktlich zur Show von POWERWOLF, verharrten knapp 3000 Leute vor der Bühne. Aber nicht lange, Powerwolf legten sofort los und feierten mit den Besuchern eine Heavy Metal Messe. Die Band hatte die Fans von der ersten Sekunde im Griff und alle machten mit. Ob Gesangsduelle der Besucher, hier Frauen gegen Männer, es gab ein diplomatisches Unentschieden. Aber auch die anwesenden Kinder, durften mitsingen. Sänger Attila hat nicht nur eine begnadete Stimme, nein, er ist auch ein klasse Entertainer. Er dirigiert die Massen und erzählt Geschichten über Bienchen die in gewisse Körperteile stechen. Musikalisch gibt es nichts zu mäkeln, alle Hits wurden geboten und so dürfte jeder Fan von Powerwolf glücklich gewesen sein. Sicherlich wurden durch diesen Auftritt auch neue Fans dazugewonnen! Ich muss sagen, dass ich an diesen Abend eine der besten Livebands gesehen habe und so verneige ich mich vor der Jungs und sage Danke dass ich dabei sein durfte!

 

Fazit: Ein wirklich schönes Festival liegt hinter mir und ich hatte sehr viel Spaß. Hier ist es urgemütlich, wenn nicht sogar familiär. Danke an das gesamte Team von RAS und allen Helfern und Sponsoren und dass wir noch etliche Festivals zusammen feiern dürfen! Ich hoffe dass ich im nächsten Jahr auch wieder von diesem tollen Festival berichten darf.

 

Danke, euer Chris von Heavy-Metal-Heaven.de




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Kommentare

by Michael Entinger am 18.08.2017 - 13:21
Schöner Bericht, leider hast du am Samstag den Schlußact Hellomatic vergessen.