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PRIMAL FEAR + BRAINSTORM + STRIKER Hamburg Logo 14.02.2016

Logo02PRIMAL FEAR + BRAINSTORM + STRIKER

Hamburg Logo 14. Februar 2016

 

Falschparker sind manchmal wirklich unverschämt. Hatte sich doch einer davon direkt vor die für den Tourbus gesperrte Fläche vor dem LOGO in Hamburg gestellt. Dadurch verzögerten sich Aufbau, Soundcheck und der Ablauf des weiteren Abends mit PRIMAL FEAR, BRAINSTORM und STRIKER. Für uns und alle anderen in der Menschenschlange vor dem Einlass bedeutete dies, dass wir eine ordentliche Menge kalten Regen abbekamen. So war dann auch die Schlange vor der Garderobe gefühlt länger als die draußen. Und während alle ihre Jacken abgaben, hatten STRIKER auch schon angefangen zu spielen. Nur ein oder zwei ganz harte Fans kamen standesgemäß und völlig durchnässt im W.O.A.-T-Shirt.


Logo03 Logo04Bis wenige Tage vor dem Konzert dachte ich, dass das Line-Up komplett deutsch wäre und STRIKER aus Bayern eröffnen würden. Doch weit gefehlt. Auf der Bühne standen fünf Jungspunde aus Kanada und ließen es gewaltig krachen. Die Band schafft tatsächlich die Grätsche zwischen 1980er und modernem Metal. Richtig geiles Zeugs mit Thrash-Anleihen aber auch coolen Hooklines, die sich mitsingen lassen und im Ohr bleiben. Das Set bestand zu etwa einem Drittel aus Songs des aktuellen Albums "Stand In The Fire", wobei die Fans bei den mittlerweile schon ein paar Jahre älteren Sachen wie "Full Speed or No Speed" und "Fight for Your Life" noch mehr abgingen. Sänger Dan Cleary, Drummer Adam Brown, Bassist William Wallace und das Gitarrenduo bestehend aus Timothy Brown und Tourgitarrero John Simon Fallon von THE ORDER OF CHAOS machten als Opener einen richtig guten Job. So, dass es vor und auf der Bühne bereits richtig heiß wurde. Und das trotz der nassen Kälte draußen.

 

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Dann kamen sie, BRAINSTORM aus dem Schwabenland. Gezeichnet vom Tourstress der letzten Tage gepaart mit grippalen Infekten, Rotznasen und Fieberschüben. Doch auf der Bühne ließen sich die Jungs um Vokalakrobat Andy B. Franck nichts anmerken und bliesen auch den letzten Gehörgang mit einem Bombastfeuerwerk der metallischen Art frei. Eine Art "Best Of" der BRAINSTORM-Releases seit 2003 bestimmte das Set. Den Anfang machte "The World to See" vom aktuellen Longplayer "Scary Creatures". Live um Klassen stärker als auf CD lud der Song zum sofortigen Mitsingen ein. Weiter ging's mit "Firesoul" und "Fire Walk With Me". Die Jungs hatten sichtlich Spaß und Andy stellte das 6. Bandmitglied, den "Vollpfosten" vor. Das Teil hält das Logo-Dach und steht genau in der Mitte des vorderen Bühnenteils. Einer der wenigen Nachteile dieser Hamburger Location.

 

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Es folgten "Highs Without Lows", "We Are...", "Worlds Are Comin' Through" und "Shiva's Tears". Die Knaller "How Much Can You Take" und “Falling Spiral Down" rundeten das Ganze nochmal ab. Das Gerstetter Trio Todde Ihlenfeld, Mille Loncaric und Dieter Bernert sind seit einem Vierteljahrhundert ein eingespieltes Team, das von Bassist Toni Ieva und Sänger Andy B. Franck perfekt ergänzt wird. Live sind die fünf Schwaben eine sichere Bank und haben sich ihren Status in der Metal-Welt redlich verdient.

 


Logo09 Logo10Noch mehr Schwabenpower kam mit PRIMAL FEAR nach Hamburg. Drei Esslinger, verstärkt durch einen Saarländer, und einen Italiener präsentierten ein anderthalbstündiges Set voller PRIMAL FEAR-Hits aus den Jahren 1998 bis 2016. Nicht mit dabei war Schwedenrocker Magnus Karlsson, der als dritter Mann an der Gitarre ohnehin nicht viel Platz auf der kleinen Logo-Stage gehabt hätte. Dafür gaben der wiedereingestiegene Tom Naumann und sein Kollege Alex Beyrodt Vollgas. Der einst lockige Muskelmann Ralf Scheepers hat seine Frisur inzwischen auf die untere Kopfhälfte verlagert und versuchte sich bei der Publikumsbegrüßung am Hamburger Slang. Nach "Final Embrace" folgte direkt das coole "In Metal We Trust" vom aktuellen Longplayer "Rulebreaker". Spätestens jetzt hatten Ralf, Mat, Alex, Tom und Ex-U.D.O.-Schlagwerker Francesco Jovino das Publikum auf ihrer Seite.

 

Logo11 Logo12 Logo13Inklusive Zugaben gaben PRIMAL FEAR sechzehn Songs und das obligatorische Drum Solo zum Besten. Natürlich durften dabei "When Death Comes Knocking", "Chainbreaker" und "Metal Is Forever" nicht fehlen. Mit "Running in the Dust" war dann aber endgültig Schluss. Nach der Show plauderten alle Musiker noch mit Fans und Kollegen wie Kai Hansen (GAMMA RAY, HELLOWEEN), Matthias Lange (METALIUM) und Frank Beck (GAMMA RAY), die sich im Publikum befanden und gaben sich für das eine oder andere Foto und Autogramm her. Hamburg macht immer wieder Spaß. Danke an alle Beteiligten inklusive der Logo-Crew, Timo von AFM und Merch-Meister Krusty für einen gelungenen Abend.

 

 

Bericht von DANU (dem Schattenmann)
Fotos von BIANCA (der Schattenfrau)




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