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Primal Fear Brainstorm Palace - Ludwigsburg Rockfabrik, 15.04.2012
Sonntag Abend, live Heavy Metal in der RoFa – eine Tradition, die schon sehr lange im Großraum Stuttgart Bestand hat.
Die schwäbische Doppelspeerspitze des Powermetals gibt es so nicht zum ersten Mal im Paket. Und nicht zuletzt aufgrund starker neuer Alben beider Bands im Marschgepäck, darf man sich auf ein gelungenes Heimspiel als krönenden Abschluß des Deutschlandteils der gemeinsamen Europatournee freuen.


Den Auftakt machen allerdings die Speyerer Power Metaller Palace um Bandchef Harald Piller.
Mit ihrem erdigen Sound machen die Jungs seit fast zwei Jahrzehnten die Bühnen vornehmlich Süddeutschlands unsicher.
Trotz einiger guter Alben kaum über den Underground-Status hinausgekommen, können sie auch heute bei der noch überschaubaren Metalmeute punkten und ernten mehr als nur Höflichkeitsapplaus.

Brainstorm entern nach einem langatmigen Intro die Bühne und hauen den nun doch etwas zahlreicher Anwesenden mit World are comin down
gleich mal gepflegt zwischen die Hörner.
Brainstorm sind einfach mittlerweile ein ausgefuchstes Team, wo jedes Rädchen ineinander greift.
Natürlich ist Zentrum der Attraktion in jedem Moment Fronter Andy, dessen Ansagen und publikumswirksames Auftreten schon fast legendär sind.
Natürlich heute Abend im immer selbstironisch vorgetragenen schwäbischen Dialekt.
Eine gelungene Symbiose aus Titeln des starken neuen Albums, Perlen der Neuzeit und einigen Hits der Brainstorm-Frühphase machen einen
gelungenen Gig.
Auch wenn ich den Eindruck hatte, dass der Funke an diesem Abend erst sehr spät überspringen wollte. Mittlerweile nerven die
Kamera-Dauerhochhalter in den ersten Reihen nur noch, welche den Headbanger der klassischen Schule und Stimmungsgaranten scheinbar
langsam aber sicher den Schneid und den Spaß am ausgelassenen Konzertvergnügen abkaufen.
Das aber nur als Anekdote am Rande.
Herausragend aus meiner Sicht die Titel Fire walk with me und das etwas poppig anmutende aber kompositorisch herausragende In these walls vom aktuellen Album.
Schmankerl zum Schluss. Andy steigt zum Zugabenteil im VfB-Trikot auf die Bühne. Eine ehrliche Geste und hommage an seine Heimat, die natürlich in der Stuttgarter Vorstadt mit Begeisterung aufgenommen wird. Vor allem von mir! :-) Klasse Gig, gerne wieder, auch wenn man die Band vielleicht schon mit mehr Elan als an diesem Abend gesehen hat. Das Publikum aber auch.

Primal Fear erfinden sich immer wieder neu und haben sich mit diversen line-up Wechseln mal wieder eine Frischzellenkur verpasst.
Mr. Unkaputtbar Mat Sinner zupft dazu seinen Bass mit der Präzision eines schweizer Uhrwerks und der überragend aufgelegte Ralf Scheepers brüllt sich immer noch die Seele aus dem Leib.
Zu einem Gitarrengenie wie Alex Beyrodt bedarf es eigentlich keiner weiteren Worte, auch heute durfte er sich wieder nach Herzenlust austoben und die Fans von klassischer Heavy Metal Gitarre in seiner virtuosesten Form begeistern. Die meisten Fans dürften heute wegen den Riff-Attacken dieser vielleicht besten deutschen Powermetal-Truppe den Weg nach Ludwigsburg gefunden haben.
Und sie werden mit einer gelungenen Vorstellung nicht enttäuscht.
Bretter wie Give em hell, Strike und Metal Nation strapazieren die Nackenmuskeln, während getragene Stücke wie Seven seals oder Fighting the darkness das Programm auflockern.
Der Oberklassiker Metal is forever beschließt den regulären Teil. Mit der Gewissheit, dass diese Botschaft auch weiterhin von zwei fantastischen
Genre-Vertretern in die Metalwelt hinaus getragen wird, mache ich mich mehr als zufrieden auf den Heimweg.

Pics by Klaus Graukopf + Pedrito









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