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Pretty Maids + Bonfire - Rottweil Kraftwerk, 21.08.2014




Es gibt Bands in den Weiten der Musikwelt, die live einfach immer überzeugen. Wenn deren gleich zwei zusammen an einem Abend auftreten, fällt die Entscheidung sicherlich nicht schwer, sich für dieses Event zu entscheiden.
Genau deshalb wurde am 21.08. dieses Jahres auch das Kraftwerk in Rottweil anvisiert, wo im Rahmen des alljährlich stattfindenden Ferienzaubers „Pretty Maids“ und „Bonfire“ auftraten.

Ich weiß gar nicht, wie oft ich „Bonfire“ schon live erleben durfte.
Fest steht jedoch, dass „Hans Ziller“ und „Claus Lessmann“, die noch verbliebenen Mitglieder der ersten Stunde, mit zu den ersten Bands gehört, die ich jemals On Stage sehen durfte.
Damals, im Jahre 1988 hatten sie gerade ihr Überalbum „Fireworks“ auf den Markt geschmissen und ordentlich Lob eingeheimst und wenn ich mir die Jungs heute so anschaue, stelle ich erfreut fest, dass sie rein gar nichts von ihrer damaligen Power und Spielfreude eingebüßt haben.
So wurde an diesem Abend das Kraftwerk in Rottweil zu einem weiteren Siegeszug eingenommen und allen Anwesenden ein Gig der Spitzenklasse geboten, indem fast nur deren Klassiker zum Tragen kamen.
Die Ausnahmen bildeten hier „Bells Of Freedom“ und „Under Blue Skies“, die noch nicht ganz so viele Lenze zu verzeichnen haben, wie beispielsweise „Never Mind“, „Fantasy“, oder „Sweet Obsession“, die lauthals mitgesungen wurden.
Natürlich durften auch Stücke, wie „Don’t Touch The Light“, „Tony’s Roulette“ und „Give It A Try“ nicht fehlen.
Was mich persönlich jedoch am meisten faszinierte, war ein bestimmter Song, der es ebenfalls auf die Setlist schaffte, nämlich der Beitrag zum Soundtrack von „Wes Craven’s“ Horrorstreifen „Shocker“.
„Sword And Stone“, so der Titel des Songs, ist und bleibt für mich einer ihrer absoluten Meisterwerke und ihn mal wieder live erleben zu dürfen, hatte schon was.
Es ist nun mal unbestritten, dass „Bonfire“ mitunter auch sehr von ihren Classics profitieren können, da diese Stücke wohl jedem ein Begriff sein dürfte, der auf diese Art von Musik steht.
Deshalb kamen „Claus Lessmann“ und seine Herren auch derart gut an, auch wenn ich persönlich nichts gegen ein paar aktuellere Stücke mehr gehabt hätte, denn rocken können die Jungs aus Ingolstadt  auch heute noch, was sie an diesem Abend zweifelsohne wieder einmal bewiesen haben.

Doch nicht nur „Bonfire“ haben sich all die Jahre mehr als gut gehalten.
Auch die im Anschluss, die Bühne enternden „Pretty Maids“ sind auch heute noch absoluter Pflichtstoff, wenn es um Hard Rock und Heavy Metal geht und auch sie sind auf der Bühne immer noch mit eine der besten Livebands überhaupt.
Was die Jungs On Stage so anstellen, ist schon eine Marke für sich und dass sie auch heute noch ihren Spaß daran haben, davon konnte man sich an diesem Abend überzeugen.
Wer „Ronnie Atkins“ und seine Mannschaft kennt, der weiß um die unglaubliche Ansammlung von göttlichen Songs, mit denen sie immer wieder aufwarten.
Auch dieser Gig war gespickt mit essentiellem Stoff, dem wohl jedem Fan die Freudentränen in die Augen getrieben hätte, bzw. hat.
Den Beginn machte mit „Mother Of All Lies“ ein Song, der auf ihrem letzten Studioalbum „Motherland“ zu finden.
Genauso wie „Sad To See You Suffer“ und „I See Ghosts“, die im späteren Verlauf ebenfalls noch den Weg in die Setlist fanden und natürlich ebensolch guten Anklang fanden, wie auch ihr Eröffnungsstück.
Vor einiger Zeit veröffentlichte die Band ja mit „Louder Than Ever“ ein Album, welches sich bis auf vier neue Songs, um ältere Stücke drehte, die in ein neues Gewand gehüllt wurden.
Somit kamen auch von diesem Longplayer diverse Songs zum Tragen.
Während von den neuen Tracks „Nuclear Boomerang“ und „My Soul To Take“ bedacht wurden, waren es von den überarbeiteten und eigentlich schon einige Jahre alten Stücke, leider nur „Psycho-Time-Bomb-Planet-Earth“, auf den ich mich persönlich jedoch besonders freute, da er für mich mit zum Besten gehört, was die „Dänen“ in ihrer bemerkenswerten Laufbahn hervorbrachten.
Übrigens ebenso, wie auch „Little Drops Of Heaven“ vom ultimativen Kracher „Pandemonium“, mit dem sie sich seinerzeit erneut ein Denkmal setzten, wie sie es in den 80ern mit „Future World“ schon fertig brachten.
Mit „I.N.V.I“ wurde von diesem Meisterwerk noch ein weiteres Juwel gespielt.
Der Rest der Setlist gehörte jedoch voll und ganz ihren Classics und so wurden Stücke, wie „Rodeo“, „Yellow Rain“ und „Red, Hot And Heavy“ mit absoluter Inbrunst mitgesungen.
Natürlich durfte auch „Please Don’t Leave Me“, das „John Sykes“ Cover nicht fehlen.
Ebenso wenig wie „Back To Back“, welches wie immer von Carl Orff’s“ „Fortuna Imperatix“ aus dem Meisterwerk „Carmina Burana“ eröffnet wurde und als Schlusspunkt der Show dienen sollte.
Jedoch durften die Jungs die Bühne des Kraftwerks in Rottweil selbstverständlich nicht verlassen, ohne einige Zugaben gespielt zu haben und schließlich fehlte ja noch ihr Triumpfstück „Future World“, welches sie dann aber nach einer kurzen Pause auf die wartenden Fans niederprasseln ließen.
Der Beifall war natürlich dementsprechend groß und so kam was kommen musste und mit „Love Games“ ein weiterer Meilenstein aus besagtem „Future World“ Album.
Leider war danach wirklich Schluss, doch dieses Feuerwerk an gigantischen Songs, vorgetragen von einer Band, die über jeden Zweifel erhaben ist, werde wohl nicht nur ich so schnell vergessen.

So endete ein überragender Konzertabend, welcher dank einer solch beeindruckenden Kulisse, wie sie das Kraftwerk in Rottweil bietet, nur noch mehr wirkte.
Die Veranstalter hatten alles richtig gemacht, als sie diese beiden Bands verpflichtet hatten, denn sowohl bei „Bonfire“, als auch bei „Pretty Maids“, kann man eigentlich nichts falsch machen.

Pics by Heiko (PictureMonster)
www.heiko-bendigkeit.de/



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