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Plastilinovy JiNN - (Kasachstan)


HMH: Kasachstan ist nicht das Land, wo wir eine Metal- oder Rock-Band vermuten würden. Was waren die Gründe für Euch, um diesen Musik-Stil zu spielen?

JiNN: Plastilinovy JiNN " wurde 1997 gegründet. Der Grund, diese Musik zu spielen ist ganz einfach - Energie, die sich in uns angesammelt hat, forderte ihren Weg nach draußen. Viele Lieder sind dadurch entstanden und wir haben unseren Weg begonnen.


HMH: Habt ihr schon immer diese Musik gespielt? Wie habt ihr angefangen?

JiNN: Das erste Album "Gorod Masterov" (Stadt der Meister) war heavy und mystisch. Auf dem zweiten Album "Dihanie Oseni" ("Herbst-Atem") war softer und voll von Improvisationen (der Song "Dihanie Oseni" dauert 20 Minuten). Nach diesem Album haben wir Elite-Musik gespielt. Aber unsere angestaute Energie forderte einen weiteren Output und das Album "Russkaya Ruletka" ("russisches Roulett") klang vergleichbar mit unserem neuen Album "We are", aber doch war es noch ziemlich soft. Und ich glaube, daß "We are" nur der Anfang ist.


HMH: Kennt ihr noch mehr Bands in eurem Land, die vergleichbar sind mit JiNN?

JiNN: Gerade jetzt würden viele junge Typen gerne Heavy Metal spielen. Aber leider haben nicht alle die Kraft und Energie, um sich mit den Schwierigkeiten abzumühen, die sich zwangsläufig einstellen. Viele Gruppen existieren nur sehr kurze Zeit. Noch während 1989-1998 waren hier viel gute Rock-Bands, die verschiedene Stile spielen. Es gab professionelle Musiker, mit denen ich das Glück hatte, zusammen zu spielen. Aber wie ich bereits gesagt habe, hatten sie nicht die nötige Kraft, um sich den Schwierigkeiten zu widersetzen


HMH: Welche Musiker sind eure Idole? Und welche Bands?

JiNN: Alle Musiker der Band lieben Metal-Musik. Wir hören viele interessante und kräftige Metal-Bands. Da sind Metallica, Helloween, Slayer, Stratovarius, Sepultura, Kreator, Ministry, Blind Guardian... es ist unmöglich all die Namen aufzuzählen. Wahrscheinlich haben uns die meisten allmählich beeinflusst.


HMH: Es ist in unserer Gegend schwer zu glauben, daß ihr so viele Möglichkeiten habt
um live in einer Halle oder einem Festival zu spielen, wo Tausende von Fans sind. Erzähl uns mehr über Live-Gigs in eurem Land (vielleicht könnte es für europäische Bands interessant sein, einmal in Kasachstan zu spielen).


JiNN: 1998-2000 hatten wir zwei größere Konzerte (für unsere Republik es schwierig dies zu organisieren - sehr teuer, aber zu jeder Zeit gab es Leute, die bereit waren, unsere Projekte uneigennützig zu finanzieren). Und einige Auftritte in kleinen Hallen. Die Massen-Medien traten berechtigterweise an uns heran und unterstützten uns. Ungefähr zu dieser Zeit kamen UDO (ACCEPT), Nazareth und Uriah Heap zu uns. Die letzten drei Jahre hat es sich leider nicht zu unseren Gunsten entwickelt. Wir planten reguläre Konzerte mit "Plastilinovy JiNN" zu machen, aber wir mußten unsere Pläne ablehnen. Die Massen-Medien wurden vollkommen kommerziell und zu uns sagten Sie: "Heavy Rock hat niemand mehr nötig". Wir waren sicher, daß diese Aussage nicht korrekt war. Wir hoffen, den Ruf des Heavy Metal hier wieder herzustellen.


HMH: Könntet Ihr euch vorstellen, vor so vielen Leuten in Europa zu spielen? Oder wäre es sogar ein Traum von euch?

JiNN: Hm… vor vielen Leuten in Europa zu spielen ist ein größerer Traum für uns. Leute, die uns hier unterstützen wünschen uns Glück und hoffen, dass wir das Interesse hier wecken und rocken dürfen.


HMH: Seit ehrlich. Würdet ihr Ja sagen, wenn ihr die Möglichkeit hättet in Europa zu spielen? Einerseits ist da die Entfernung und andererseits gibt es noch das Finanzielle. Welche Pläne habt ihr? Ist Musik euer Leben oder arbeitet ihr alle in einem festen Beruf?

JiNN: Entfernung ist kein Problem. Aber die Finanz, das ist die große Frage. Musik ist hier noch kein Geschäft. Wir arbeiten alle für unser Einkommen. Unsere Pläne: Wir träumen, um für Leute in den anderen Ländern zu spielen, Alben aufzunehmen und zu verkaufen. Wir haben neue Songs, an denen es nötig ist, weiterzuarbeiten. Wir vertrauen immer auf das Beste. Unser Plan ist, unser Ding weiter durchzuziehen.


HMH: Anzura ist nur auf einem Lied zu hören (Vechernie Ogni) auf eurem Album "We are". Warum? Ich denke, sie hat eine wunderbare Stimme.

JiNN: Anzura: Dank für diese gute Antwort. Ich bin so stark von meinem Solo-Projekt in Disko-Stil vereinnahmt worden, und die Zeit hat nur für ein Lied gereicht. Aber ich glaube, daß ihr mich auf unseren folgenden Alben hören könnt.


HMH: Eure Songs verbreiten verschiedene Stimmungen. Einige erscheinen mir fröhlich, einige sind voller Hoffnung und einige haben einen Touch von Melancholie. Wie äußert sich das in den Texten? Sorry, aber ich verstehe von den Texten kein Wort ;-)

JiNN: All unsere Songs sind voll von Positivem. Und wir versuchen wirklich, diese Stimmung zu rüberzubringen.
Novy Den - Neuer Tag, Vechernie Ogni - Nacht-Licht, Igra - Spiel (Engel und Dämon)… Wir singen auf Russisch. Ich denke, daß es nicht wichtig ist, in welcher Sprache ein Lied ist - Energie ist wichtig. Zum Beispiel: Soulfly, Tom Angelripper, Rammstein, einige Lieder von Nightwish… verschiedene Sprachen aber in einem vereinigt - Heavy Rock.


HMH: Okay, lasst uns dieses Interview beenden. Ich weiß, es ist sehr kurz. Aber meine Zeit ist ziemlich beschränkt. Ich bin sicher, wir werden es irgendwann fortsetzen.
Wenn ihr noch irgendwas zu euren (zukünftigen) Fans oder Familien sagen wollt, tut es bitte jetzt ;-)


JiNN: Wir möchten allen Leuten danken, die uns bis jetzt unterstützt haben. Und wir hoffen auf eure Unterstützung in der Zukunft! Together we power - Gemeinsam haben wir Macht!!!



Ich danke Alexander, dem Sänger und Gründer der Band für dieses Interview. Es wurde per Mail und auf Englisch geführt. Und er hat volkommen recht, wenn er sagt "Together we power!
Euer Webmaster


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Kommentare

by Plastilinovy JiNN am 17.03.2005 - 21:43
:bang: :respekt: :bang: