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Phoenix Effect - Release Gig für das Debut-Album "Cyanide Skies"
Phoenix Effect - Release Gig für das Debut-Album "Cyanide SkiesOrt: Helsinki/Finnland - "SemifinalDatum: 17.02.2009


© TIIA ÖHMANN Das Semifinal in Helsinki ist ein ziemlich angesagter Club, sehr "familiär", aber der perfekte Rahmen für diesen Anlass. Ein Anlass im übrigen, auf den viele, mich eingeschlossen, ungeduldig gewartet haben: nämlich die Veröffentlichung des Debut-Albums von Phoenix Effect, der neuen Band von Janne Kärkkäinen, der vielen noch als "Ex-Gitarrist" der finnischen Band Sunrise Avenue in bester Erinnerung ist, der aber so viel mehr als nur ein "Ehemaliger" ist, nämlich ein fantastischer Gitarrist und Sänger, der seinen Traum lebt und der nun endlich das machen kann, was er liebt : Rock!

Ich war längst nicht die erste, die im Semifinal eintraf. Sehr schnell entdeckte ich einige bekannte Gesichter, alte "Weggefährten" von Janne, Freunde, aber auch viele neue Fans, die Phoenix Effect als Supporting Act für die finnische Rockband "Poets of the Fall" begeistert hatte. Und es waren auch etliche Fans aus Deutschland angereist, die es sich auf keinen Fall entgehen lassen wollten, bei diesem denkwürdigen Ereignis dabei zu sein. So wie ich eben auch :zwinker: Und wenn das mal kein Kompliment für eine "junge" Band ist :grin:

© TIIA ÖHMANN

© TIIA ÖHMANNEine positive Spannung, Nervosität griff um sich und es war beinahe eine Erlösung, als Janne, bekleidet mit Jeans und weißem T-Shirt, mit seiner Band (Pyry - Gitarre, Lauri -Bass und Jakke -Drums) gegen 20.00 Uhr endlich die Bühne betrat und die Jungs dem Publikum gleich einmal ordentlich mit der aktuellen Single "Broken Promises", die im übrigen in Finnland sehr erfolgreich läuft, einheizten. Kraftvolle Gitarrenriffs und Jannes Stimme erfüllten den Raum und ließen ihn erbeben. Und es sollte mit genau so viel Power weitergehen. Es folgte "King See No Evil", ein Song , der vor Selbstbewusstsein nur so strotzt und der ebenfalls durch starke Gitarren besticht. Unglaublich beeindruckend ist des weiteren auch Jannes Stimme in ihrer ganzen Bandbreite, die ihn befähigt, rockige Songs ebenso glaubhaft rüberzubringen wie einen langsameren Song oder gar eine Ballade. Dies bewies er im Anschluss mit "My Heart Is A Beating Drum, einem Liebeslied, welches aber durchaus auch Rock-Song-Qualitäten besitzt. Es folgten "A Perfectly Good Day", eine sehr nachdenkliche Nummer und "Bye Bye Arizona", ein Song, der von jugendlicher Naivität handelt. Der nächste Titel war "Lucky Star". Diesem Song verleiht zweifellos auch der Gesangspart von Poets-of-the-Fall-Sänger Marko Saaresto etwas ganz Besonderes. Auf der Bühne jedoch übernahm Bassist Lauri diesen "Job"….und er machte das verdammt gut. Nach dem etwas ruhigeren "Lucky Star" spielten Phoenix Effect dann "Hey You", einen sehr fröhlichen Song, den einzigen Song im übrigen, den ich als wirklich kommerziell bezeichnen würde. "Carry Me", der nächste Titel auf der Setliste der Band, gehört wieder zu den etwas ruhigeren Titeln, gefolgt von dem granatenstarken "Flashbacks 'N Memories", einem Song, der wieder mächtig rockte. Danach verschwand die Band erst einmal hinter der Bühne, um sich dann aber den lauten Zugabewünschen zu "beugen". Und das Publikum sollte es nicht bereuen, Phoenix Effect noch einmal auf die Bühne gejubelt zu haben, denn nun spielten sie "Magic", eine wunderschöne Ballade, die so manch einen wohl auch zu Tränen gerührt hat. Bei diesem Song beeindruckte besonders die Hingabe und Zärtlichkeit in Jannes Stimme, singt er dieses Lied doch auch für seine drei Kinder. Muss ich erwähnen, wie sehr mich dieser Titel berührt hat?

Natürlich war alles viel zu schnell vorbei, aber so ist das nun einmal mit den schönen Dingen im Leben. Wenn es nach den Fans gegangen wäre, hätten Phoenix Effect noch stundenlang weiterspielen können und nach den Gesichtern der Jungs zu urteilen, hätten sie dies auch am liebsten getan!

© TIIA ÖHMANN

Zum Schluss waren sich alle einig: Wir hatten da eben ein großartiges Live-Konzert von einer fantastischen Band gesehen, die sich mit bemerkenswerten Songs, die nicht dem üblichen Mainstream entsprechen, aber vielleicht gerade deshalb einen unglaublich hohen Wiedererkennungswert haben, in die Herzen des Publikums gespielt hatte!

Viele Menschen gehen mit der Erwartung an eine tolle Light-Show oder spektakuläre Special-effects zu einem Konzert. Dergleichen gab es bei Phoenix Effect nicht und wird es wahrscheinlich niemals geben. Hier geht es nur um die Musik, darum, Freude an ihr zu haben und diese Freude mit den Fans zu teilen. Janne wird auch sicher niemals wie ein Brummkreisel über die Bühne flitzen und akrobatische Einlagen hinlegen. Viel wichtiger ist es, die essentiellen Dinge rüberzubringen, und das ist der Band gelungen. Ein Life-Konzert von Phoenix Effect ist Gänsehaut pur, das sind Emotionen, das ist Rock in seiner reinsten Form.


An dieser Stelle möchte ich noch ein paar ganz persönliche Worte loswerden:

Danke, Janne, für diesen unvergesslichen Abend, den du mir gegenüber als "a night to remember" bezeichnet hast! Danke für all die Emotionen, die uns geschenkt und mit uns geteilt hast! Danke, dass du dich nicht hast unterkriegen lassen, auch wenn es Leute gibt, die behaupten, du hättest nicht "the balls" (ich zitiere hier aus seinem Booklet) für dieses Business! Bleib so, wie du jetzt bist, nämlich etwas ganz Besonderes :grin:


Setliste:
Broken Promises
King See No Evil
My Heart Is A Beating Drum
A Perfectly Good Day
Bye Bye Arizona
Lucky Star
Hey You
Carry Me
Flashbacks 'N Memories
-----
Magic


Alle Bilder mit freundlicher Genehmigung von TIIA ÖHMANN



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