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Festival-Berichte

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Out & Loud Festival - Geiselwind, 29.05.-31.05.2014
Was im vergangenen Jahr unter dem Namen Beastival seinen Anfang nahm, wurde in diesem Jahr nun unter neuer Flagge, auf dem nun der Name Out & Loud Festival thront fortgesetzt.
Wie schon letztes Jahr hatte man auch diesmal wieder eine Unmenge an starken Bands verpflichtet, die an insgesamt 3 Tagen alles gaben, um dem Publikum unvergessliche Momente zu bescheren.

Leider wollte der Wettergott am ersten Tag nicht so recht sein Einverständnis geben und so wurde der Donnerstag eine doch recht feuchte Angelegenheit.
Dies schreckte die Besucher jedoch keineswegs ab und so trotzten sie dem besch…eidenen Wetter und rockten mit Bands, wie „Stormwarrior“, „Solstafir“, „Freedom Call“, „Sepultura“, „Delain“ und „Powerwolf“, die zusätzlich zu ihrem Status als Headliner des Tages noch ihr 10 Jähriges Bühnenjubiläum feierten.
Dies taten sie indem sie ein wahres Feuerwerk abbrannten und dies nicht nur auf die Setlist bezogen, denn auch die Pyrotechnik konnte sich sehen lassen und so kamen alle Fans und Freunde der Band voll auf ihre Kosten.
Doch nicht nur auf der Open-Air und der Indoor Bühne wurde heftig gerockt, auch die zusätzliche, etwas kleinere Stage konnte so einiges aufweisen.
Am ersten Tag tummelten sich dort unter dem Motto „NWOGHM“ zwar ausnahmslos Bands, die sich „noch“ eher im Underground bewegen, doch halte ich dies für eine gute Idee, solche Bands einem breiteren Publikum vorzustellen, denn nicht wenige haben dies mehr als verdient.
So traf man am Donnerstag Truppen, wie z.B. „Soulbound“, „Spirit Of The Future Sun“ und „Legacy Of Vydar“ an, die der Bühne und auch dem anwesenden Publikum alles abverlangten und sich so ins rechte Licht setzen konnten.

Der Freitag konnte mit einem wesentlich besseren Wetter glänzen, als der Donnerstag und das schlug dementsprechend auch auf die Stimmung, die sich noch mehr verbesserte.
Und natürlich wurde auch an diesem Tag die Newcomer Stage wieder ordentlich zerlegt (im musikalischen Sinne wohlgemerkt).
Bands wie „Sapiency“, „Parasite Inc“, „The Last Hangmen” und “Steel Engraved” übernahmen gerne diesen Job und wurden auch dementsprechend vom anwesenden Publikum gefeiert.
Auf den beiden größeren Bühnen, konnte man indes ebenfalls ein sehr stabiles Line-Up vortreffen.
Klangvolle Namen wie „Evil Invaders“,  „Bloody Hammers“, „Horisont“, „Black Messiah“, „Xandria“, “Orden Ogan” und “Flotsam & Jetsam” brachten die Indoor Bühne zum beben, während draußen auf der Hauptbühne „Sundown“, „Serenity“, „Suicidal Angels“, „Legion Of The Damned“, „Rage“, „Behemoth“, „Doro“ und der Hauptact „Saxon“ zu finden waren.
Also auch an diesem Tag wieder eine sehr abwechslungsreiche Auflistung von auftretenden Bands, die mit Leichtigkeit dafür sorgten, dass die Stimmung immer auf einem hohen Level blieb.

Dies änderte sich auch am dritten Tag nicht.
Der Wettergott war definitiv zum Metal-Fan mutiert und bescherte den Anwesenden bestes Festivalwetter.
Fehlte nur noch die passende Beschallung und die lieferten, wie schon an den beiden Tage zuvor wieder hochkarätige Vertreter der harten Gangart.
Zuerst wieder kurz ein Blick auf die Newcomer Stage, die mir den Bands „The Jane Doe Incident“, „Arcturon“, den beiden Ausnahmebands „Burden Of Life“ und „Bleeding Red“ (richtig coole Geschichte), „Shattered“ und „Mynded“ wieder so einiges bewegen konnten.
Wer sich immer noch Sorgen darum macht, aus dem Underground würde nichts Originelles mehr nachkommen, der konnte spätestens jetzt entspannt aufatmen.
Natürlich war auch auf der Indoor Bühne wieder so einiges am Start, was dem geneigten Fan der lauten Töne die Freudentränen in die Augen trieb.
Allen voran meine absoluten Faves „Moonspell“ und „Hail Of Bullets“, die mit ihren Shows wieder einmal über alle Maßen überzeugen konnten.
Sie teilten die Stage mit „Thyrving“, „Arven“, „Milking The Goatmachine“, „Gloryful“ und „Iamenemy“, die nicht minder zufriedene Gesichter hinterließen, auch wenn ich den Hype zum Thema „Milking The Goatmachine“ nicht ganz nachvollziehen kann.
Wahrscheinlich bin ich einfach nur zu alt für eine Ziegenmaske aus Plastik aufm Gesicht, um dann dieser Band zu huldigen, oder was immer das auch darstellen soll.
Naja wem es gefällt, Leben und Leben lassen sollte auch hier mal wieder die Devise lauten.
Auf der Hauptbühne gaben sich die Bands „Sasquatch“, „Dust Bolt“, „Majesty“ und „Arkona“ für den Anfang die Ehre, bevor mit den polnischen „Vader“ ein wahre Abrissbirne die Stage enterte und einen wirklich großartigen Gig absolvierte.
Auch die im Anschluss auftretenden „Ensiferum“ hatten ihr Publikum im Griff und konnten einen sehr beachtlichen Gig abziehen.
Doch was die danach auf der Hauptbühne spielende Truppe abzog, glich mal wieder einem Triumphzug.
„Amon Amarth“ kamen, spielten und siegten und das auf ganzer Linie.
Sowohl die Setlist, als auch die Bühnenshow mit jeder Menge Feuer, ließen keinen Zweifel daran, es hier mit einer der herausragendsten Bands des Metals zu tun zu haben.
Sie zogen alle Register und das mit einer Leichtigkeit, vor der ich schon beinahe meinen Hut ziehe.
Dementsprechend positiv kam auch die Band rüber.
Ganz ehrlich gesagt machte ich mir schon meine Gedanken, wie das die danach als Headliner des dritten Tages angekündigten „Blind Guardian“ noch toppen wollten.
Klugerweise entschieden sich die Herren aus Krefeld dafür, mit einer Best Of Show daherzukommen, was dem anwesenden Publikum sehr gut in den Kram passte, wie man an den Reaktionen auf die Setlist durchaus annehmen konnte.
Hier ein kurzer Blick darauf:

Sacred Worlds
Welcome to Dying
Nightfall
The Script for My Requiem
Mordred's Song
Lord of the Rings
Lost in the Twilight Hall
Bright Eyes
Tanelorn (Into the Void)
Time What Is Time
The Last Candle
Imaginations from the Other Side
The Bard's Song - In the Forest
Mirror Mirror
Valhalla

Genauso sollte eine Zusammenstellung ihrer Schandtaten (natürlich positiv gemeint) aussehen, dann klappt es auch mit ner amtlichen Metal-Party.
Und so neigte sich dann auch das „Out & Loud Festival“ dem Ende entgegen, mit der Hoffnung, dass auch im kommenden Jahr wieder die Pforten zur Hölle aufgestoßen werden und wir wieder mit einem genauso prächtigen Programm, wie in diesem Jahr belohnt werden.
Dann spricht nämlich einem weiteren Besuch in Geiselwind rein gar nichts entgegen.

Pics by:
Heiko Bendigkeit
www.heiko-bendigkeit.de/

Klaus Graukopf




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