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One Louder Nite - Göppingen EWS Arena, 21.10.2011

Nach dem schweren Los, der Absage des letztjährigen One Louder Nite, bedingt durch den tragischen Tod von Steve Lee, Sänger der schweizerischen Band Gotthard, die eigentlich als Headliner für dieses Event verpflichtet waren, aber somit logischerweise nicht auftreten konnten, wurde bekanntlich die Veranstaltung leider auf Eis gelegt.
In diesem Jahr nun, ging Gott sei dank alles gut und mit dem Schock Rocker Nr.1 Alice Cooper konnte auch eine amtliche Größe vorgewiesen werden.
Einem sehr gelungenen Event stand also nichts im Wege!


Den Anfang machten Pump, die in der hiesigen Szene einen sehr guten Ruf genießen.
In einem im Vorfeld gemachten Band-Voting konnten sie den ersten Platz und somit den Part des Openers für sich sichern.
Leider kann ich zu ihrem Gig rein gar nichts sagen, da ich bedingt durch diese leidigen Baustellen auf den Autobahnen nur noch den letzten Song mitbekam.
Man braucht aber kein Raketenwissenschaftler sein um sich denken zu können, daß Pump den Gig auch diesmal wieder ordentlich runterrissen.

Den zweiten Act des Abends hatten die Macher dieser Veranstaltung mit The Treatment außerordentlich gut gewählt. Konnte mich ihr aktuelles Album This Might Hurt von Beginn an vollkommen überzeugen, war natürlich die Freude um so größer, die Band nun endlich live begutachten zu können.
Und was soll ich sagen?! Die Jungs aus Cambridge gaben von Anfang an Vollgas und konnten zumindest mich absolut begeistern und überzeugen.
Zwar war die Spielzeit mit 30 Minuten nicht überwältigend, jedoch wurde die Zeit perfekt genutzt um oben erwähntes Album dem anwesenden Publikum nahezubringen.
Hoffentlich hört man in Zukunft noch mehr von dieser Band.

Was kann man sich unter einer Tour, die mit No More Mr. Nice Guy Tour betitelt ist vorstellen?!
Richtig! Klassiker ohne Ende.
Genau das zelebrierte Alice Cooper in seiner Rolle als Haupt-Act des Abends vortrefflich. Einen Gig vom Großmeister des Schock-Rocks kann man getrost als Musical bezeichnen.
Dementsprechend begann dieses Spektakel auch standesgemäß mit einem Intro von der Legende des Horrorgenres Vincent Price, bei dem Alice Cooper auf einem überdimensionalen Rednerpult auf die Bühne geschoben wurde.
Mit passendem Outfit zum ersten Song Black Widow, kam sein Spinnenoutfit mit der 8-armigen Jacke, bekannt von den letzten Tourneen, zum Zug.
Wie man es vom Altmeister des Horrors gewohnt ist, waren auch diesmal wieder einige überraschungen in der Setlist zu finden.
So konnte man sich auf Meilensteine wie Brutal Planet, Hey Stoopid, Clones, dem unverzichtbaren Poison, I'll Bite Your Face Off vom neuen Album Welcome 2 My Nightmare, sowie Wicked Young Man und dem unvergleichlichen Feed My Frankenstein, bei dem ein übergroßes Frankenstein-Monster über die Bühne schlürfte freuen, womit die Ära der 80er Jahre bis zum jetzigen Zeitpunkt superb abgedeckt wurde.
Der Rest der Setlist bewegte sich folgerichtig mit den Klassikern der 70er wie Billion Dollar Babies (incl. dem fast schon obligatorischen Verteilen von Dollarscheinen im Alice-Design), No More Mr. Nice Guy, I Love The Dead, Muscle Of Love, Only Women Bleed mit einem starken Gitarrensolo von Neuzugang Orianthi Panagaris, die mit ihren frischen 26 Jahren schon beachtliches vorweisen kann.
Nicht nur mit Carlos Santana stand sie schon zusammen auf der Bühne, auch zählte sie eigentlich zur Tour-Band von Michael Jackson (R.I.P.).
Doch damit nicht genug, denn zudem kann sie selbst auf 2 sehr gute Solo-Alben verweisen, auf denen sie zudem auch noch ihr Sangestalent zum Besten gibt.
Respekt! Kann ich da nur sagen.
Und zusammen mit Tommy Henriksen und Steve Hunter rissen das Gitarren-Triple die Classics nur so runter, daß es eine Freude war.
Beim krönenden Ende, welches mit School's Out eingeläutet wurde, bewegte sich die Band zur überraschung vieler, sogar noch in Pink Floyd Gefilde (Auszug aus Another Brick In The Wall), bevor mit der Zugabe Elected nach guten 100 Minuten dann leider wirklich der Gig zu Ende war und das Hallenlicht angeknipst wurde.
Und wieder konnte ich einen weiteren genialen Alice Cooper Gig meiner Liste hinzufügen.

Abschließend kann ich nur sagen, daß die Veranstalter des One Louder Nite meiner Meinung nach alles richtig gemacht haben.
Eine beeindruckende Location mit perfekten Sichtverhältnissen und gutem Programm waren Garant für ein absolut gelungenes Event mit dem Wunsch nach einer Neuauflage im nächsten Jahr.
Der Vollständigkeit halber hier noch die komplette Setlist:


The Black Widow
Brutal Planet
I'm Eighteen
Under My Wheels
Billion Dollar Babies
No More Mr. Nice Guy
Hey Stoopid
Is It My Body
Halo of Flies (with drum solo and … more)
I'll Bite Your Face Off
Muscle of Love
Only Women Bleed (Orianthi guitar solo as intro)
Cold Ethyl
Feed My Frankenstein
Clones
Poison
Wicked Young Man
Killer
I Love the Dead (partial)
School's Out (with "Another Brick In The … more)

Encore:

Elected

Pics by Heiko (PictureMonster)


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