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| Nocturnal Rites/Thunderstone/Cast In Silence - Bastard Club, Osnabrück 9.11.2007 |
Ah, endlich gefunden! - Nachdem der Wagen an der Straße ordnungsgemäß geparkt war, gings gemächlichen Schrittes gen Halle. Kaum näher gekommen machte sich etwas Verwunderung breit. Ein etwa 10 Meter breiter Schotterweg führte an der Halle vorbei und endete gleich um die Ecke. Von einem großen Parkplatz keine Spur. Dafür stand da dick und breit der Tourbus. Waren wir etwa am Backstage-Eingang gelandet? Der Bastard Club "Nein," antwortete man uns auf Anfrage an der Tür "ihr seid hier richtig!" Okay, dann rin inne jute Stube! - Kaum an der Ticket-Entwertungsstelle vorbei fand man sich auch schon direkt vor der Bühne wieder. Was der Raum an Weite vermissen ließ machte er in der Höhe wieder wett. Alles in allem hatte man den Eindruck einer zu hoch geratenen Garage. Rechter Hand befand sich der Merch-Stand mit einem netten Zopfträger. Gleich daneben führten einige Stufen hoch zur Theke. Und ehe uns jemand den Platz an der Quelle streitig machen konnte, plazierten wir uns strategisch günstig auf dem Treppenabsatz. Hinter uns die Theke mit einem unerschöpflichen Vorrat an gekühltem Bier. Mein erkältungsgeplagter Chauffeur versorgte sich sofort mit heißem Tee. Die Auswahl an Getränken samt Preis-Leistungs-Verhältnis war total okay. Das Personal hinter der Theke war sehr zuvorkommend und ausgesprochen freundlich! Von unserem Standpunkt aus konnte man nicht nur Richtung Bühne spähen, sondern man hatte auch einen guten Ausblick durch das riesige Panoramafenster gegenüber der Theke. Davor gab es eine kleine Sitzecke von der aus man das Treiben in der Skaterhalle beobachten konnte. Ja, ihr habt richtig gehört! - Dort fuhren junge Burschen in (sehr) großzügig geschnittener Kleidung auf bunten Rollbrettern in einer gigantischen Halfpipe herum. Ein befremdlicher Anblick für manchen Stretch- und Lederhosenträger. Später vermischte sich dieses doch sehr unterschiedliche Publikum für kurze Zeit im Konzertraum und ich glaube jeder hat mal einen neugierig verstohlenen Blick auf den anderen geworfen... So wurde die Zeit auch nicht lang bis die ersten Entertainer des Abends aufspielten - CAST IN SILENCE. Wir stellten uns auf dem Treppenabsatz in eine strategisch günstige Position. Von dort hatten wir einen guten Blick auf das Geschehen. Die Band aus dem Harz eröffnete den Konzertabend mit zünftigem Melodic Metal. Das Los als Aufheizer zu fungieren absolvierten die fünf Norddeutschen mit Bravour. Cast In Silence - Reise, Reise Auf ihrer ersten Eurpatour stellten sie die Songs ihres am 7. Juli erschienenen Debütalbums vor. Mit ihrem Sound passten sie wirklich gut zu den nachfolgenden Bands. Leider ist das Quartett noch relativ unbekannt, was natürlich nach sich zog, dass das Publikum bei den Songs noch nicht mit einstimmen konnte. Einen großen Wiedererkennungswert hatte allerdings ihr letzter Song. Diese fetzige Interpretation von "Voyage, Voyage" mag zwar nicht jeden Geschmack getroffen haben aber ich fand es sehr gelungen. Und so traten die netten Jungs zwar ohne Zugabe von der Bühne ab aber der Respekt und die Anerkennung des Publikums war ihnen sicher. [pagebreak] Nach kurzem Umbau betraten dann THUNDERSTONE die kleine Bühne. Und zwar mit einigen personellen Änderungen. Statt dem langjährigen Sänger Pasi Rantanen stand Tommi Salmela am Mikro. Trotz dieser neuen Stimme wurden die Songs thunderstonekompatibel interpretiert. Auch am Keyboard gab es diesmal ein neues Gesicht. Denn statt, Kari Tornack stand dort ein junger Musiker namens Jukka Karinen. Dieser spielt eigentlich in der finnischen Formation STATUS MINOR und ist ganz kurzfristig für den "aus persönlichen Gründen" verhinderten Jens Johansson (STRATOVARIUS) eingesprungen. Aber obwohl erst sechs Wochen mit dabei und von den Kollegen als "(Tour-)Virgin" aufgezogen hat er alles sehr professionell gemeistert! Titus fand es: "Vitun Kova! ![]() Obwohl die Bühne nur kniehoch war, gabs keine Probleme mit der Sicht. Das Publikum war überschaubar und sogar Rollifahrer hatten die Glegenheit ohne Gedränge in die erste Reihe zu gelangen. Publikum und Band hatten gleichermaßen Spaß bei den Performances. In bester Laune nahm Basser Titus dies gleich zum Anlass, um den Fans ein bisschen finnisch bei zu bringen. Und so würde ich auch den gesamten Auftritt der Finnen beschreiben: "Vitun Kova!" - "Schweinegeil! Tommi - Stimme mit Charakter Was ihre Vorgänger schon auf den Weg gebracht hatten, führten NOCTURNAL RITES glorreich ins Finale. Trotz eher bescheidener Beschallungsanlage kam gepflegte Stimmung auf. Und auch die niedrige Bühne erwies sich hier wieder als Vorteil. Denn so stand das Publikum nur eine Armlänge entfernt. - Das macht Laune! Gleich beim ersten Refrain hüpften und klatschten wir wie die Blöden. Johnny - hielt tapfer durch Mittlerweile hatte sich auch Jukka zu uns gesellt und wir feuerten die Headliner des Abends aus Leibeskräften an. Die meisten Songs stammten natürlich vom aktuellen Album "The 8th sin" wie z.B. "Never Again". Aber auch Auszüge aus älteren Werken waren dabei. Klassiker wie "Naglfar" und "Fools never die" und der Evergreen "Shadowland" verbreiteten Gaudi auf und vor der Bühne. Der gepflege Power-Metal aus Schweden wurde wieder garniert durch Jonnys charismatische rauhe Stimme. Trotz Heiserkeit lieferte er eine hervorragende gesangliche Leistung ab, die sich mit jeder Tour zu steigern scheint. Und während Nils am Viersaiter der Schalk im Nacken saß und mit dem Blondschopf herum witzelte, glänzte sein Namenskollege an der Leadgitarre mit besonderer Zahn-Saiten-Technik. Nils - Zahn-Saiten-Technik [pagebreak] Leider hat jedes Konzert auch mal ein Ende. Aber da der Abend so stimmungsvoll begonnen hatte, beschloss man zu späterer Stunde noch ordentlich "einen drauf" zu machen bevor man wieder volltrunken in seine "Bank" (Schlafkoje im Bus) fallen konnte. Eine Location war schnell gefunden und so machte man sich mit einer ganzen Hand voll Autos und Taxis auf den Weg in den Hydepark. Owe - Sicher ist sicher...!!! ![]() Die Musik dort spielte dann eine eher untergeordnete Rolle. Wer die Schweden kennt, weiß, dass sie ihr Bier stets literweise herunter spülen. Wer aber die Finnen kennt, weiß, dass sie ihre skandinavischen Nachbarn hierbei gleich hektoliterweise überholen. Von Anfang an wurde das Ziel fokusiert sein Gehirn in einen krümeligen Aggregatzustand zu versetzen. Tapfer vernichtete Tommi eine Whisky-Cola nach der anderen und spülte mit viel Bier nach. Was außer Wodka noch die durstigen Kehlen durchfloss darauf achtete später niemand mehr. In Anbetracht der feuchtfröhlichen Stimmung spielte es auch keine Rolle mehr. Aber trotz bedenklich hoher Promillewerte standen alle fest auf den Beinen. Und auch die Kommunikation lief erstaunlich störungsfrei ab. Tommi - Kein Kostverächter Damit aber auch der feierseligste Schlagzeuger sich irgendwann im Bus wieder finden konnte, wurde für den Fall der Fälle ein kleines Zettelchen geschrieben und im Portemonaie verstaut: "Bastard Club, An der Rosenburg 6" - Sicher ist sicher!!! [pagebreak] Man erliegt schnell dem rauhen Charme der Skandinavier. Zum Beispiel wenn der Barhocker - mit samt einem selber drauf - von der Bar weg in die lustige Runde gestellt wird. Da wird man dann wie von Mutti persönlich gemaßregelt: "Du sollst doch nicht alleine sitzen!" Spaß bekamen auch die weiblichen Bedienungen mit ihren ausländischen Gästen. Denn es war in Anbetracht der Feierlaune wohl nur eine Frage der Zeit bis sich zwei Musiker ein Duell der besonderen Art lieferten. Da wurde dann zur großen Belustigung der Bardamen der Größenvergleich sämtlicher Körperteile gestartet. Während die Situation durch allgemeines Gelächter entschärft wurde, lehne ich aber auch jetzt noch jeglichen Kommentar entschieden ab! - Da bin ich Lady! ;o) Nino - El Niño...??? Und so wurde ich auch an diesem Abend behandelt. So rauh diese Umgangsformen auch scheinen mochten - so herzlich waren sie gemeint. Charmante Frechheiten - gerade Frauen gegenüber - lassen einen nie wirklich dumm dastehen. Und es war schon viel Ehrfurcht mit dabei als Fredrik (Nocturnal Rites) etwas unbeholfen aber mit voller Hingabe blondes Frauenhaar zu Zöpfen verarbeitete. (Ein Wunder, dass er sich dabei nicht die Zunge abgebissen hat ;o)) Und sogleich wurde seine Arbeit mit einem improvisierten Blümchen von Kollege Nils gekrönt. - Da stand ich nun: Lederklamotten an aber mit Zöpfen und Blümchen im Haar! Und ich weiß wirklich nicht welches Image dabei mehr gelitten hat. MEIN Image als ernst zu nehmende Metal-Woman oder das Rauhbein-Image zweier Gitarristen... Fredrik - Friedrich, der Große...??? [pagebreak] Wir wechseln an dieser Stelle flugs das Thema, überspringen gleich ein paar weitere und zoomen uns zurück zum Bus. Wir haben etwas länger für den Rückweg gebraucht, da wir an einer Tanke nach dem Weg fragen mussten. Das war auch der Augenblick, an dem sich ein Mitfahrer mit den noch schnell hervorgequetschten Worten: "Ich muss raus....!" an eine Säule flüchtete, wo er sich in den nächsten fünf Minuten dann noch ganz andere Sachen wieder hervor quetschte. Nachdem der Ärmste die Kontrolle über seine Körperfunktionen wieder erlangt hatte, dauerte die Fahrt zum Glück nur noch ein paar Minuten. Aber wer meint, diese Party-Kanonen hätten für diesen Abend genug gehabt, der irrt gewaltig. "Kommt doch noch mit in den Bus - der fährt erst um 7:00 Uhr früh ab....! "Nein Danke!" - Wir lehnten ab. Wir hatten noch einen langen Heimweg und Dieters Erkältung forderte massiv ihren Tribut. Deswegen machten wir uns dann nach einer kurzen Verabschiedung auf die Reifen. Was danach noch alles an Alkohol konsumiert wurde, entzieht sich daher unserer Kenntnis. Aber man darf davon ausgehen, dass noch zünftig im Bus weiter gefeiert wurde. Und auch, dass am nächsten Morgen wieder allgemeines Brummen zu hören war. Denn vor einem "Schädel" ist niemand immun! Trotzdem sieht jeder Tag auf Tour gleich aus, erzählt Titus: "Morgens wachen wir auf und haben tierisch Kopfweh. Bis zum Abend werden wir wieder nüchtern und nach unserem Auftritt trinken wir wieder bis zum Umfallen. Nils - "Der Tourbus fährt erst um 7 Uhr früh! Ach du Schande, mir reicht schon ein Wochenende um für den Rest der Woche fix und fertig zu sein! Wie hart muss man eigentlich drauf sein, um jeden Tag mit der selben Hartnäckigkeit wie am Vorabend sein Bier zu köpfen? - Ich glaube sehr hart! - Denn auf dieser dreiwöchigen Tour gab es keinen einzigen Day Off!!! -------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Und hier nochmal alle Bilder des Abends... Und an dieser Stelle auch gleich vielen Dank an Dieter, der die Fotos zur Verfügung gestellt hat! [pagebreak] test ![]() Cast In Silence - Voyage, Voyage durch Europa Thunderstone - Mirka an der Schlagzeugbude ![]() Thunderstone - Jukka, die "Jungfrau Thunderstone - Tommi am Mikro Thunderstone - Titus, der "Geehrte [pagebreak] Thunderstone - Nino, ist er "El Niño"...??? Thunderstone - Titus, der Mann am Bass Thunderstone - Tommi schaut Titus ganz genau auf die Finger Thunderstone - Tommi, immer vorn dabei (auch an der Bar ;o) Thunderstone - Trotz kleiner Bühne ganz groß [pagebreak] Nocturnal Rites - Nils #1, der Mann am Viersaiter Nocturnal Rites - Johnny ergreift das Mikro und sangestechnisch das Wort Nocturnal Rites - Nils #2 an der Leadgitarre Nocturnal Rites - Fredrik multitasking fähig :zwinker: Nocturnal Rites - Fredrik mit seiner "blood stained [pagebreak] Nocturnal Rites - in Aktion Nocturnal Rites - Owe, Sicherheit am Schlagzeug Nocturnal Rites - die zwei Namensvettern Nocturnal Rites - Owe, der Klopper Nocturnal Rites - Nils, der Frickler [pagebreak] Nocturnal Rites - Johnny performt mit Inbrunst Nocturnal Rites - Nils beim Solo Nocturnal Rites - Herr Norberg Nocturnal Rites - Johnny, der Blondschopf Nocturnal Rites - Fredrik, Johnny, Nils und Owe [pagebreak] Nocturnal Rites - (Backing-) Vocals Nocturnal Rites - Spaßvogel am Bass Nocturnal Rites - Nils, der Mann mit den "flinken Fingern Nocturnal Rites - Nils mit seiner "Zahn-Saiten-Technik Nocturnal Rites - Nils, von den Kollegen auch mal "Nisse" genannt [pagebreak] Nocturnal Rites - Nils, "Sollen wir noch einen?" Nocturnal Rites - Nils bei der Zugabe Nocturnal Rites - Nils spielt gern an Knöpfen ![]() Nocturnal Rites - Fredrik, der "Friseur Nocturnal Rites - Nils, im Schweiße seines Angesichts... [pagebreak] Der Bastard Club in Osnabrück Zwei total nette Fans Der "Merch-Mann" (Dessen norwegischen Namen ich leider vergessen habe, sorry!) bei seinem ganz persönlichen Auftritt ![]() Dieter und Jukka - verstanden sich wunderbar |
| 10.11.2007, 02:05 by Sandy |
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