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Neckbreaker Fest - Loft Balingen, 05.05.2012
Ein ordentliches Zugpferd bei einem Festival ist wie hinlänglich bekannt, das A und O um die Schäfchen ins Trockene zu bekommen.
Genau dies dachten sich auch die Macher des Neckbreaker Fest und holten sich deshalb eine der deutschen Legenden „Stormwitch“ als Headliner ihrer diesjährigen Veranstaltung ins Boot.
Von daher konnten sich die Jungs und Mädels, die dieses Event aus dem Boden stampften, beruhigt zurücklehnen und ihren Erfolg genießen.


Doch bevor sich die Anwesenden von der Qualität der „Masters Of Black Romantic“ überzeugen durften, kamen erst einmal die weiteren Bands des Tages zum Zuge.
Den Beginn dieser Reise durch die verschiedensten Facetten des Heavy Metal machten „Bringer Of Silence“ aus Neuhausen ob Eck und zeigten der Gemeinde von Anfang an wo der Hase lang läuft.
Routiniert und mit einer Menge Spaß in den Backen brachten die Jungs ihre Songs, die ohne Ausnahme knallten unters Volk.
Zwar vom Publikum her noch überschaubar, legten „B.O.S“ trotz alledem einen genialen Grundstein für diesen noch genialeren Abend und konnten sichtlich einige neue Freunde ihres Materials für sich gewinnen.

Die nächste Band auf der Liste war mit „Descent“ eine Formation, in der sich einige der Macher dieses Events wiederfanden.
Unnötig zu erwähnen, daß die Truppe dadurch natürlich einige Sympathiepunkte im Auditorium einheimsen konnte, die zusammen mit ihren recht ansprechenden Songs zu einem soliden Gig gipfelte.
Ich muß zugeben, daß ich die Band bisher lediglich vom Namen her kannte, doch wurde ich positiv überrascht und genau so soll es ja im besten Fall sein.
Und noch etwas ist hervorzuheben, denn vor allem haben sich die Veranstalter auf die Fahne geschrieben, durch das Neckbreaker Fest den Bands, die sich um den Veranstaltungort Balingen tummeln, eine Chance zu geben, ihren Bekanntheitsgrad zu erhöhen.

Mit dem Problem, daß niemand ihren Namen kennt, hatten die darauffolgenden „Stormhunter“ nun wirklich nicht zu kämpfen.
Nach einer EP und ihrem aktuellen Longplayer „Crime And Punishment“ haben die Truppe sicherlich auch schon genug geniales Material, um einen formidablen Gig abzuziehen.
Dies wurde mit Krachern aus eben erwähnten Alben auch postwendend in die Tat umgesetzt.
Von „Century Of Wars“, über „Condemned Stranger“ bis zu der unangefochtenen Hymne vor dem Herrn „Knights Of Metal“ war nur bestes Metall am Start.
Bei „Stormhunter“ kann man sicherlich von einer der herausragendsten Bands dieses Genres aus dem Balinger Dunstkreis sprechen und hoffentlich wird die Truppe auch in Zukunft noch solche starke Alben wie oben erwähnte veröffentlichen, damit man sich auch weiterhin auf starke Live Gigs wie dieser es war freuen darf.

Weiter ging es mit „Nocturnal“, die schon seit recht langer Zeit ein Teil der deutschen Thrash-Szene bilden.
Leider kann ich zu der Band ansonsten nicht viel beisteuern, da sie all die Jahre gänzlich an mir vorbeigingen.
Auch wurde ich an diesem Abend leider nicht ganz warm mit der Mucke von ihnen.
Soll aber um Gottes Willen nicht heißen, daß sie schlecht wären, denn mit einem ordentlich dazu abgehenden Publikum war die Band sicherlich am richtigen Platz an diesem Tag.
Von daher kann man auch absolut nichts negatives dazu sagen.

Den nächsten Platz in der Running Order wäre eigentlich der Band „Subway“ zugedacht, die aber leider ein paar Tage vor dem Festival durch Gründe, die mir nicht bekannt sind, ihren Auftritt absagen mußten.
Wie heißt es so schön:
„Des ein Leid ist des anderen Freud!“
So sprangen die Balinger Band „We Are Legend“ ein, die mit ihrem Power Metal, der sich stark an die seeligen 80ies anlehnt, für beste Stimmung sorgen und so die Absage von „Subway“ erträglich machen.
Konnte mich ihre EP schon vom Fleck weg begeistern, hatte ich nun die Möglichkeit, mir weiteres aussagekräftiges Material der Jungs einzuverleiben um am Ende ein noch positiveres Bild zu haben, als dies eh schon der Fall war.
Die Band gab sich sicher und ohne Blöße auf der Bühne und fanden sehr schnell weitere Freunde ihrer ausnahmslos starken Stücke.
Ein weiteres Highlight an dem Tag, die uns hoffentlich noch lange Zeit erhalten bleiben.

Nach all den aufsehenerregenden Bands an diesem Tag, war es nun Zeit für den lang erwartenden Headliner „Stormwitch“.
Die Masters Of Black Romantic ließen sich auch nicht lange bitten und ließen ein Feuerwerk an Classics und aktuellerem Material abbrennen.
Mit „Stronger Than Heaven“ stiegen sie in einen Set ein, der es in sich hatte.
Von „Eye Of The Storm“, über „Russia’s On Fire“, „King In The Ring“, „Witchcraft“, „Dance With The Witches“ und dem unverzichtbaren „Walpurgis Night“, bekam das Publikum beinahe alles was es verlangte.
Ich persönlich hätte mich über ein paar Classics mehr sicherlich nicht beschwert, doch auch so bekam man „Stormwitch“ wie man sie kennt und liebt.
Die Power von einst war zweifellos spürbar und ließ wohl nicht nur mich in schönen Erinnerungen an vergangene Gigs dieser Band schwelgen.
Bleibt eigentlich nur zu hoffen, daß diese Legende nicht wieder in der Versenkung verschwindet und uns noch viele Jahre erhalten bleibt.


Abschließend möchte ich noch meinen besonderen Dank an die Veranstalter des Neckbreaker Fest übermitteln, die ein wirklich sehr tolles Event mit starken Bands ans Tageslicht zauberten.
Es zeigte eindrucksvoll, daß die Szene so aktiv wie nie ist und es immer lohnenswert ist, sich mit dem Underground zu beschäftigen.
Somit bin ich restlos begeistert und freue mich schon auf das nächste Neckbreaker Fest!!!













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