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MOONSPELL + SEPTICFLESH - Pratteln Z7, 20.03.2015
Eben erst hatten die Portugiesen von Moonspell ihr neues Album “Extinct” präsentiert und schon entern sie die Bühnen Europas, um das aktuelle Material einem breiteren Publikum ans Herz und ans Ohr zu legen.
Wie immer konnte man sich bei den Jungs auf eine energiegeladene Show freuen, bei denen sowohl besagtes neues Werk, als auch Perlen der Vergangenheit gespielt wurden.

Doch zuerst heizte der Support ordentlich ein.
Man könnte sie als griechische Antwort auf Dimmu Borgir bezeichnen, denn was SEPTICFLESH so vom Stapel lassen, lässt sich durchaus mit Shagrath und seinen Jungs in Einklang bringen.
Mit ihrem aktuellen Album „Titan“ im Gepäck enterten sie nach einem unheilvollen Intro die Bühne und frönten dem Symponic Death/Black Metal, dass man beinahe eine Gänsehaut bekam.
Zwar hatte ich öfters das Gefühl, dass die Konstellation der beiden Bands nicht wirklich so perfekt ist, jedoch gebe ich gerne zu, dass ich von SEPTICFLESH recht positiv überrascht wurde.
Ich muss nämlich erwähnen, dass ich die Band noch nie live gesehen hatte und auch ihre Songs, bzw. ihre Alben sind mir nicht in dem Maße geläufig, als dass ich viel über die Band sagen könnte.
Deshalb ging ich auch relativ unvoreingenommen an die Sache heran und wenn man dann wie gesagt positiv überrascht wird, finde ich das doch ein sehr gutes Zeichen.
Zudem hatten sie für eine Vorband doch eine beachtliche Spielzeit bekommen, die gut und gerne im Bereich einer Stunde gelegen haben dürfte.
Dementsprechend konnten sie auch auf ihren Backkatalog zurückgreifen, um sowohl den Fans, als auch Neulingen wie mir ihre Songs nahezubringen.
Manchmal kann also auch eine Zusammenstellung von Bands für eine Tour durchaus ihren Reiz haben.
Auch wenn man der Meinung ist, sie würden rein vom Musikstil her nicht 100%ig zusammenpassen.

Nachdem die Umbaupause ihr Ende fand, war es nun aber an der Zeit, die portugiesischen Vampire zu erwecken.
Die ließen sich auch nicht lange bitten und legten mit dem Doppel „Breathe (Until We Are No More)“ und „Extinct“ vom gleichnamigen neuen Album los.
Ein Einstand nach Maß wie ich hinzufügen möchte, denn spätestens nach diesen beiden Übernummern hat man einen ersten Eindruck von dem superben neuen Longplayer bekommen können (falls man ihn nicht schon kennen sollte).
Doch nicht nur neue Stücke wie „The Last Of Us“ und „The Future Is Dark“ fanden sich auf der Setlist, nein natürlich auch die Classics wie “Opium“,  „Awake“, „Vampiria“ und „Alma Mater“ waren vertreten, denn Moonspell wären nicht Moonspell, wenn die Stücke nicht zum Tragen kommen würden.
Der Inbegriff der Düsternis hatte das Z7 in der Hand, sodass man sowohl vom Bühnenbild mit Backdrop, auf dem die recht krasse Gestalt, des Cover vom neuen Albums übergroß auf die Fans herunter starrte, als auch vom Sound im Allgemeinen eine wohlige Gänsehaut bekam.
Genauso stelle ich mir das vor.
Sänger Fernando Ribeiro ließ sowohl die Halle, als auch die Anwesenden mit seiner ganz besonderen und unverwechselbaren Stimme erzittern.
Dazu das Gefühl in einem Horrorfilm zu stecken was nicht unwesentlich an den einzelnen Musikern lag, die alle Songs auf die Spitze trieben.
Moonspell sind in der Tat nicht aus der Szene wegzudenken, denn was diese Jungs zu bieten haben, ist mehr als nur gute Musik und düsteres Stage-Acting.
Soviel ist mal sicher.
Als die Band langsam aber sicher zum Ende ihres Sets kamen, wurden die Fans jedoch im Zugabenblock noch mit zwei Stücken belohnt, die so untrennbar mit Moonspell verbunden sind, dass sie einfach kommen mussten.
Zum einen war dies „Wolfshade (A Werewolf’s Masquerade), dem Opener ihres, in der Szene wohl am meisten beachteten Album „Wolfheart“, sowie dem letzten Stück des Nachfolger „Opium“ mit Namen „Full Moon Madness“, die beide erneut dafür sorgten, dass man sowohl dieses Konzert, als auch die Band an sich nicht mehr so schnell aus dem Kopf bekam.
So gingen danach leider endgültig die Lichter des Z7 an und entließen die Anwesenden wieder in die Realität des Alltags.

Moonspell, so sagte ich schon, sind eine für die Szene unverzichtbare Band und dies untermauerten sie auch diesmal wieder.
Eine der interessantesten Bands dieses Genres, denn so oft wie sie sich schon neu erfunden haben, ohne dass man je vergaß, aus welcher dunklen Ecke der Musikszene sie kommen, ist schon sehr beeindruckend.
Weshalb ich mir sie immer wieder gerne ansehen und anhören werde.
Einfach grandios beschreibt es wohl am treffendsten!

Pics by Heiko Bendigkeit
www.heiko-bendigkeit.de/



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