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MIGHT OF LILITH - Interview mit Anna (Keyboard) und Eugen (Gitarre) Leis











Toralf: Eure Namensgeberin "Lilith" ist ja, wie man eurer Homepage entnehmen kann, eine sehr starke Persönlichkeit , quasi die erste Emanze der Weltgeschichte. Wie kommt man auf so eine Figur und was verbindet Euch damit?

Anna: Lilith ist eine mystische und schillernde Figur, die ein Symbol für viele Dinge ist wie Weiblichkeit oder Selbstbestimmung, einerseits verführerisch und gleichzeitig sehr bestimmend, aber nicht greifbar. Außerdem finde ich, dass der Bandname einen eigenen melodischen Fluss hat und auch deshalb zu unserer Musik passt.

Toralf: Die Band existiert seit März 2003 und Ihr hattet ja schon einige Besetzungswechsel. Wie sind denn zur Zeit die "Vibes" in der Band, habt Ihr schon eure endgültige Besetzung gefunden? Und wo wollt Ihr mit der Band noch hin?

Anna: Zur Zeit funktioniert die Band einwandfrei. Wir verstehen uns alle persönlich sehr gut und haben viel Spaß zusammen beim Musikmachen. Instrumental gesehen sind wir alle ebenfalls auf einem sehr guten Niveau.

Eugen: Wir hatten erst kürzlich einen Besetzungswechel am Bass, da Rudi aus musikalischen und zeitlichen Gründen ausgestiegen ist. Wir haben aber in Robert, den wir schon vorher kannten, einen guten Ersatz gefunden, da er viel Bühnenerfahrung mitbringt. Wo wir mit der Band hinwollen, ist für uns ganz klar: so weit es geht. Wir nehmen die Sache alle ernst und wollen auf jeden Fall mit unserer Musik so viele Menschen wie möglich erreichen.



Toralf: "Dawn Of The End" ist ja eure erste Demo, die ihr aber schon recht professionell promotet. Habt Ihr schon Erfahrung mit früheren Bands/etc.
sammeln können?


Eugen: Ja, die Promotion-Trommel dreht sich gerade sehr gut für uns. Wir hatten etwas Glück und haben alle Möglichkeiten ausgeschöpft, denn die Leute hören nur dann was von uns, wenn wir es an sie herantragen. Es ist von uns auch von Vorteil, dass Robert einige Sachen schon mit Lifthrasil hinter sich hat und weiss, wo sich eine Investition lohnt.

Toralf: Wie entsteht bei Euch die Musik? Wer schreibt die Texte, wer die Musik? Gibt es einen musikalischen Kopf der Band?

Anna: Das meiste an Songmaterial bringt Eugen mit, das wir dann alle zusammen ausarbeiten und uns den Aufbau des Liedes durchdenken.
Eugen und ich überlegen uns oft gemeinsam etwas für das Keyboard, weil er oft schon eine gewisse Vorstellung hat, wie es klingen soll. Ich versuche es so gut wie möglich umzusetzen und etwas zusätzlich auszuarbeiten.
Zwei der Texte auf der EP sind von unserem alten Sänger. Die anderen stammen aus meiner Feder.

Eugen: Ich würde mich aber trotzdem nicht als alleinigen Songwriter betrachten, da unsere Lieder erst durch das Zusammenwirken von uns allen, durch die gemeinsame Verfeinerung der Ideen ihre volle Wirkung entfalten, und da spielen rhythmische Aspekte ebenso eine Rolle wie eine weitere Melodie auf dem Keyboard oder ein Gitarrensolo von Wolfgang. Bei den neueren Liedern arbeiten wir auch viel mehr gemeinsam an den Stücken, da sich Wolfgang und Robert viel stärker an dem Songwriting beteiligen als es frühere Mitmusiker getan haben.

Toralf: Auf Eurer Homepage habe ich recht wenig über eure Texte und Musik erfahren, erzählt doch mal ein bisschen...

Anna: Die Texte entstehen erst nach der Musik. Das ist insofern gut, dass ich die Musik lange auf mich wirken lassen kann, andererseits verändert sich die Songstruktur, wenn die Gesangslinie dazukommt. Das ist also immer irgendwo auch eine überraschung.
Die Texte sind stark von der Musik beeinflusst. Ich versuche meine lyrischen Ideen mit der Stimmung der Musik zu verbinden. Grundsätzlich schreibe ich über das, was mir gerade in den Sinn kommt. In meinem Kopf schwirren viele Geschichten herum, deren ich mich noch annehmen muss. Der Text zu "Lunatic Sonata" beschreibt aber eher eine Gefühlslage, wenn man also ganz benommen von der Nacht ist und sich von seinen eigenen dunklen Gedanken inspirieren lässt und in eine Art Trance verfällt. Der Titeltrack "Dawn Of The End" steht für einen Neuanfang, den Aufbruch zu etwas Neuem. Sowohl musikalisch, als auch lyrisch.

Eugen: Ich würde sagen, dass wir beim Komponieren von Stimmungen inspiriert werden. Das kann eine Gefühlslage sein, die durch Musik von anderen Künstlern aufkommt, ebenso sind es aber auch literarische Eindrücke, die wir in unserer Musik weiterverarbeiten und sie auf unsere Weise interpretieren. Ich achte aber darauf, dass ich nicht alle meine Stimmungen in die Musik einfließen lasse, denn ich habe einen ziemlich breitgefächerten Musikgeschmack und wenn ich alle Stile, die mir gefallen, da miteinfließen ließe, würde schlichtweg nichts Vernünftiges herauskommen. Der rote Faden ist deshalb "düster und melodisch" sozusagen.

Toralf: In Eurer Heimat Stuttgart gibt es ja eine recht große Black- und Deathmetalszene. Hilft man sich da gegenseitig, oder gibt es eher Konkurrenzdenken? Und wie ist es denn mit Live-Auftritten bestellt?

Eugen: In unserer Region ist die Death Metal Szene sehr viel größer als die Black Metal Szene, deshalb kann ich zu der Black Metal Szene eigentlich kaum etwas sagen. Allgemein kann man aber nicht von Konkurrenzdenken reden, man hilft sich eher gegenseitig. Was viel eher ärgerlich ist, ist, dass manchmal gelästert wird. Insgesamt ist die Szene hier trotzdem recht überschaubar, was dazu führt, dass man viele Leute kennt und so bekommt man manchmal über ein Paar Ecken eine andere Version von dem was man gesagt oder getan hat, zu hören. Was Liveauftritte angeht, gibt's es hier recht viele Möglichkeiten, was aber zur Folge hat, dass sich die Zuschauer über mehrere parallel laufende Konzerte verteilen. Das hat eben eine gute und eine schlechte Seite.

Toralf: Fühlt Ihr Euch in der Szene heimisch, oder schaut Ihr ab und zu auch mal über den Tellerrand?

Eugen: Wie oben schon erwähnt, höre ich viel verschiedene Musik. Eigentlich querbeet Metal, außer vielleicht Power Metal. Aber auch ruhige, melancholische Musik, oder Jazz und Klassik, wenn mir danach ist. Anna hört logischerweise auch viel Klassik, aber auch bei den anderen Bandmitgliedern ist der Musikgeschmack breit angesiedelt.

Toralf: Wie ist das so mit Bruder und Schwester in einer Band? Ist dass für Euch eher ein Vorteil oder Nachteil?

Anna: Es ist auf jeden Fall von Vorteil. Eugen und ich harmonieren sehr gut miteinander. Wir haben die selbe Vision, aber unterschiedliche Ideen, sozusagen. Außerdem stehen wir uns auch menschlich sehr nahe, es gibt also keine Reibereien oder Ähnliches, das die Bandharmonie stört. Ich denke, die anderen haben auch keine Probleme damit. Zumindest sind uns noch keine Klagen zu Ohren gekommen, haha.

Toralf: Die vorerst letzte Frage: Wenn ihr mit eurer Musik reich und berühmt wärt, was würdet ihr als erstes tun?

Anna: Die Musik leben! Und mir natürlich einen richtigen Flügel kaufen!

Bleibt mir noch mich recht herzlich bei Euch zu Bedanken und Viel Erfolg für die Zukunft zu Wünschen, Stay heavy - Toralf

mehr auf der Homepage:
www.might-of-lilith.com




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Kommentare

by Hellfire-Franky am 25.05.2005 - 14:04
Hey Toralf
dein Name passt zur Band, deswegen das Interview :respekt:
nee echt geil ,muss ich mir mal anhören obwohl ich nich so der dunkle herscher bin :fg:
aber sehr gutes view ,great
weiter so macht spass
greetz Franky

by Iceman am 01.05.2006 - 15:45
Sehr sympathisch die Band! :respekt: Toralf! :grin: