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Metalacker Festival – Trombach Tennenbronn, 24.08.-25.08.2018

 
Auch in diesem Jahr war das letzte Wochenende im August wieder für das Metalacker Festival in Tennenbronn, fest im Terminplaner angestrichen.
Zwar etwas schade, dass der Wettergott kein Einsehen für das Open Air hatte, nachdem wir wochenlang mit Hitze zu kämpfen hatten, doch auch dieser Umstand hinderte niemanden daran, dem Acker fern zu bleiben.
Ganz im Gegenteil!
Denn trotz immer wieder auftretenden Regen und einer miserablen Kälte, konnten die Veranstalter am Samstagabend mit Stolz verkünden, dass das Festival ausverkauft war.
Also wenn das nicht ganz klar für den Metalacker spricht, dann weiß ich auch nicht!
 
Da ich leider nicht frei bekam, verpasste ich die erste B and des Tages UNHERZ fast völlig.
Was ich jedoch mitbekam war, dass sie schon ordentlich Alarm auf dem Gelände machten.
Harte Kost mit deutschen Texten, ist ja alles andere als unbeliebt in der Szene.
Von dem her war die Band auf jeden Fall goldrichtig und wenn man mal den Zuspruch der Zuschauer nimmt, scheint sich meine These zu bestätigen.
 
Danach ging es mit TRI STATE CORNER fast schon multikulturell weiter.
Auch sie frönen den harten Klängen.
Jedoch in englischer Sprache und was für diese Band ein wichtiger Wiedererkennungswert ist, ist ein bestimmtes Instrument.
Die griechische Bouzouki, die ihrer Musik dieses gewisse Etwas verleiht.
Diese geschickt eingesetzt, kann man dieser Band unterstellen, den Ausdruck „Innovativ“ für sich gepachtet zu haben.
Somit waren ihre Songs auch diesmal wieder ein Garant für eine gute Zeit.
Und dass die Jungs um Vassilios "Lucky" Maniatopoulos, welcher übrigens auch bei RAGE als Drummer involviert ist, ausnahmslos immer auf den Putz hauen, davon konnte ich mich schon auf mehreren, ihrer Konzerte überzeugen.
Immer wieder ein Erlebnis!
 
Weiter ging es danach mit CIVIL WAR aus Schweden.
Es ist ja hinreichend bekannt, dass diese Band aus den, damals bei SABATON ausgestiegenen Bandmitgliedern besteht.
Nachdem sich am Mikro vor geraumer Zeit ein Wechsel ergab, sodass ASTRAL DOORS Sänger Nils Patrick Johansson nicht mehr an Bord ist und für ihn Kelly Sundown den Posten des Frontmannes übernahm, ist die Band doch erstaunlich souverän und das schlug sich auch auf das Publikum nieder.
Eine geile Stimmung!
Mit Songs ihrer Alben „The Killer Angels“, „Gods And Generals“, sowie „The Last Full Measure“ im Gepäck, hatten sie wahrlich leichtes Spiel, die Anwesenden auf dem Metalacker zu begeistern.
Die Veranstalter bewiesen wieder einmal, dass die Vielfältigkeit auf dem Festival groß geschrieben wird.
 
Die nächste Band auf der Liste, war dann auch schon der Hauptact des ersten Abends.
EQUILIBRIUM kamen, sahen und rissen alles nieder.
Ihr Programm ging querbeet durch ihre musikalische Geschichte, sodass wohl jeder Fan etwas davon hatte.
Für mich persönlich einmal mehr eine Offenbarung, denn ich liebe die Songs der Band einfach und werd auch nicht müde, mir die Alben doch recht oft reinzuziehen.
Und was für ein Krawall sie auf der Bühne anstellen können, davon konnte man sich in diesen 90Minuten sehr wohl ein Bild machen.
Während Rene und Dom die Gitarren heißlaufen ließen, erledigten Hati an den Drums, sowie Maki am Bass den Druck aus der Tiefe, sodass Sänger Robse einmal mehr die passende Grundlage, für seine abgrundtiefen Growls bereitgestellt wurde.
Die Fans hatten definitiv ihren Spaß, denn nicht nur geballtes Headbangen war an der Tagesordnung, sondern auch immer wiederkehrende Circle Pits, sowie ne amtliche Wall of Death, ließen den Bereich vor der Bühne zu einem Hexenkessel avancieren.
Nachdem ich mir EQILIBRIUM schon lange auf dem Metalacker gewünscht habe, ging für mich somit ein kleiner Traum in Erfüllung.
Und ich denke, mit dieser Meinung stehe ich nicht ganz alleine da!
 
Den Abschluss des ersten Tages machten mit ARISE FROM THE FALLEN eine Band aus Augsburg, die sich dem Metalcore verschrieben hat und somit auch verstärkt dem jüngeren Publikum eine Plattform anbot, noch einmal so richtig auszuticken.
Für Fans dieses Genres eine gute Idee, sich dieser Band mal intensiver anzunehmen, denn ihre Songs haben absolut Potenzial und auch live ließen sie nichts anbrennen.
Einen wahrlich deftiger Schluss für den ersten Tag auf dem diesjährigen Metalacker!
 
Der zweite Tag begann wie in den letzten Jahren so positiv angenommen, mit einem amtlichen Frühschoppen, bei dem das einheimische Edelweiß Echo aufspielte.
Zwar war das Wetter wirklich alles andere als einladend, doch als standhafter Metalhead gibt es kein schlechtes Wetter, sondern nur die falsche Kleidung.
Und somit war auch der Frühschoppen wieder ein voller Erfolg, sodass das Bier auch morgens schon ordentlich die Kehlen hinunter floss.
 
Mittags um 15:30 Uhr begann mit ATLASPHERE aus Offenburg dann wieder das, sagen wir mal „normale“ Programm.
Leider hatte ich ein verspätete Anreise, sodass ich zu dieser Band nichts beisteuern kann.
Denke jedoch, dass sie, so wie auch die nachfolgende Band CALL OF THE SIRENS, die ihre Wurzeln in der Pfalz haben, schon mal ordentlich aufmischen konnten.
 
Leider wollte das Wetter einfach nicht besser werden, sodass auch DEEP SUN aus der Schweiz, die als dritte Band des Tages auf der Liste standen, einen nicht allzu guten Stand.
Jedoch konnten sie mit der Zeit doch noch einige auf das Gelände locken und das trotz des Regens.
Auch wenn ich mich schwer tue, irgendwelche Vergleiche mit anderen Kapellen dieses Schlages anzustellen, so würde ich im Falle von DEEP SUN, doch schon von Bands wie NIGHTWISH (zu Zeiten, in denen Tarja noch Sängerin war) heranziehen.
Die Stimme (Sopran) von Sängerin Debora Lavagnolo lässt solche Vergleiche zumindest zu und ich glaube, das man damit als Band gut leben kann.
Ausgefeilte und sehr interessante Songs im Repertoire waren ihr Pluspunkt, um im Endeffekt, sowohl eine tolle Show, als auch einigen Zuspruch seitens des Publikums zu erlangen.
Meiner Meinung nach auch völlig verdient!
 
Ob man mit den Bandnamen der folgenden Acts WINTERSTORM, sowie den danach auftretenden EISREGEN, den Wettergott erzürnt hatte, s odass er zwar irgendwann dem Regen Einhalt bot, uns jedoch eine für diese Jahreszeit doch bittere Kälte mit, im unteren einstelligen Bereich angesiedelten Gradzahlen, kann ich zwar nur erahnen, empfand es jedoch, nachdem es Anfang dieser Woche noch extrem heiß war, schon als sehr unangenehm.
Wie dem auch sei, WINTERSTORM machten darüber auf der Bühne zwar auch ihre Späße, jedoch hatten sie keinerlei Probleme, die Anwesenden zu animieren, sodass man hier von einem vollen Erfolg sprechen kann.
Sie ließen wirklich nichts anbrennen und suchten so oft es ging, den Kontakt zum Publikum, was sich als sehr positiv herausstellte, denn langsam, aber sicher füllte sich das Gelände doch beachtlich, um nicht zu sagen „extrem“!
Songs der Marke „Kings Will Fall“, „Winterhumppa“, „Cube Of Infinity“ und „Into The Light“ taten da ihr übriges.
Auch die positiven Feedbacks, die ich auf dem Gelände im Nachhinein noch vernahm, waren ein Garant dafür, mit der Verpflichtung von WINTERSTORM auf dem diesjährigen Metalacker, alles richtig gemacht zu haben.
 
Ähnlich verhielt es sich auch bei den folgenden EISREGEN, die eine nicht unbeachtliche Anzahl von Fans auf dem Gelände zu verzeichnen hatte.
Da ich nicht unbedingt dazu gezählt werden kann, kann ich von meiner Seite aus auch nicht allzu viel zu deren Auftritt sagen.
Ich belasse es deshalb auch dabei, dass sie ziemlich Alarm auf dem Metalacker machten und wohl auch nicht unbeteiligt waren, dass man am frühen Samstagabend schlussendlich das „Sold Out“ Schild an den Eingang hängen konnte.
Somit tummelten sich zu dieser Zeit gut und gerne 3000 Zuschauer auf dem Gelände, was mich wirklich extremst erfreute und mich gleichzeitig auch Respekt zollen lässt.
 
Der Headliner des zweiten Tages ließ dann zwar etwas auf sich warten, sodass sie leider erst fünfzehn Minuten später, als vorab angekündigt die Bühne betraten, doch das machten SEPULTURA auf Anhieb wieder wett.
Mit ansprechendem Bühnendesign im Rücken, legten die Jungs aus Brasilien los.
Um auf ihr aktuelles Album „Machine Messiah“ aufmerksam zu machen, verwiesen die ersten beiden Songs gleich mal auf jenes, was meiner Meinung nach eine recht gute Entscheidung war, denn sowohl der Opener „I Am The Enemy“, als auch das folgende „Phantom Self“ sind Paradebeispiele für die Veröffentlichung.
Auch wenn heute noch viele den Cavalera Brüdern hinterher trauern und nicht verstehen können, warum sie damals SEPULTURA verließen, die Zeit läuft nun mal weiter und ich finde, die Band hat sich sehr gut entwickelt und gezeigt, dass sie auch ohne die Beiden gut klar kommen.
Jedoch wollte man natürlich auch die Fans aus alten Tagen nicht verprellen, was zur Folge hatte, dass man sich auf Kaliber, der Marke „Desperate Cry“, „Refuse/Resist“, „Arise“ und „Roots Bloody Roots“ freuen durfte.
Es war also für jeden Fan und Freund dieser Band etwas dabei und so war auch ihr Auftritt, trotz der Kälte ein voller Erfolg.
 
Mit der Band NACHTSCHATTEN endete das diesjährige Festival.
Leider musste ich mich zu dem Zeitpunkt schon der Kälte geschlagen geben, sodass wir nach SEPULTURA den Heimweg antraten.
Jedoch bin ich mir sicher, dass auch sie eine gute Figur machten und alles gaben.
 
Abschließend möchte ich noch einmal erwähnen, dass es mich zutiefst erfreut, dass die Veranstalter mit dem diesjährigen Metalacker schlussendlich ihre Kapazität von 3000 Zuschauern am Samstagabend voll ausschöpfen konnten, wobei der erste Tag mit 2500 Anwesenden nur unwesentlich geringer war.
Man merkt einfach, dass dieses Festival zu einer festen Größe avancierte, was man auch daran ausmachen kann, woher das Publikum herkommt.
Nicht nur aus ganz Deutschland, nein auch aus anderen Ländern.
Und das macht mich unsagbar stolz!
Denn die Metalacker Crew hat es einfach verdient, nachdem sie sich jedes Jahr den A...llerwertesten aufreißen, um uns am letzten Wochenende des Augusts solch ein Festival zu präsentieren.
Nun heißt es jedoch leider wieder ein Jahr warten, bis sich die Tore auf dem Trombach wieder öffnen.
Bis dahin heißt es wie immer in Erinnerungen schwelgen und sich darauf freuen, was uns 2019 erwarten wird!
 
Pics by Volker Kopp
 



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