Wenn ein Festival bereits Wochen vor dem Beginn ausverkauft ist, dann kann man guten Gewissens von einem beachtlichen Erfolg sprechen.
Das Metalacker Festival in Tennenbronn konnte diesen Erfolg in diesem Jahr für sich verbuchen.
Und ich finde auch völlig zu Recht, denn auch diesmal war die musikalische Vielfalt wieder oberstes Gebot.
Bereits die erste Band des ersten Tages war meiner Meinung nach schon ein kleines Highlight, „Darker Half“ aus Australien hatte ich bisher noch nicht auf dem Schirm.
Umso überraschter und zwar im absolut positiven Sinne war ich von der Band.
Mit erdigem und ehrlichen, sowie sehr melodischen Heavy Rock/Metal hatte mich die Truppe sofort und ich sog jeden einzelnen Song komplett auf.
Von dieser Band werde ich mir sicherlich noch die Eine oder andere Scheibe zulegen.
Mit „Mission In Black“ kam danach ein wahrer Senkrechtstarter in der Melodic Death Metal Szene, um den Acker auf Links zu drehen.
Und das gelang Steffi Stuber und ihren Jungs ohne Probleme.
Im vergangen Jahr noch als Gäste eingeladen, hatte sie in diesem Jahr endlich die Möglichkeit, auf dem Festival zu spielen um ihr aktuelles Werk „Profit Reigns Supreme“ der breiten Masse zu präsentieren.
Meiner Meinung nach kam die Band auch sehr gut an, was natürlich immer gut ist.
Eine ausgewogene Setlist mit amtlichen Krachern und die Party konnte starten.
Genau das taten „Mission In Black“ dann auch und hinterließen zum Schluss ausnahmslos zufriedene, bis extrem geflashte Zuschauer.
Die dritte Band das Tages war mit „Ensiferum“ aus Finnland eine weitere Band, die mich positiv überraschte.
Ich hatte die Truppe in der Vergangenheit schon das Eine oder andere Mal live erleben dürfen und war nie ganz hundertprozentig überzeugt, doch diesmal kam ich mit den Songs besser zurecht.
Mit gutem Sound und einer stabilen Setlist sorgten die Finnen für eine ordentliche Ansammlung von Zuschauern vor der Bühne, als auch am Hang.
Leider bemerkte ich zu dem Zeitpunkt bereits, dass sich meine Gesundheit massiv verschlechterte und so musste ich direkt nach dem Ende ihres Gigs die Segel streichen und mich verabschieden, weshalb ich über die folgenden Bands „Emil Bulls“, „Dynazty“ und „Aephanemer“ leider nichts berichten kann.
Doch als kleine Entschuldigung hierfür blende ich eine kleine Bildergalerie der drei Bands ein.
Emil Bulls
 
 
Dynazty
 
 
Aephanemer
 
 
Den zweiten Tag konnte ich Gott sei Dank ohne größere gesundheitliche Beeinträchtigungen bestehen.
Somit konnte ich mich dann auch gleich auf die erste Band des Tages „Greyback“ eingrooven.
Denn auf diese Formation hatte ich mich schon länger gefreut, da ich deren aktuelles Album „Built For Need“ unlängst für ein Review zur Verfügung gestellt bekam und es mich schlichtweg begeistert hat.
Also war es für mich auch völlig klar, dass ich die Band auch erleben musste, um zu sehen, ob sie ihr Material auch live so gut umsetzen konnten.
Tja und was soll ich sagen?!
Natürlich bekamen sie das ohne Probleme auch hin.
Aus besagtem Album kamen natürlich auch einige Songs und ich kann nur sagen, dass ich einfach begeistert bin.
Es ist alles drin, was man braucht.
Death Metal, Heavy Metal und geiler Groove!
Für mich der perfekte Einstand in den zweiten Tag des Metalackers!
Mit der zweiten Band an diesem Tag kam mit „Avralize“ eine fast schon lokale Band zum Zug.
Die Truppe kommt nämlich aus Rottweil und hatten somit auch sehr wenig Schwierigkeiten, die inzwischen gut aufgestockte Masse zu bewegen.
Ihre Songs kamen sehr gut beim Publikum an, was natürlich für beide Seiten nur von Vorteil sein konnte.
Eine ehrliche Spielfreude sah man ihnen absolut an.
Ich hatte die Band schon 1-2 Mal live erleben dürfen und weiß, dass diese Party sicherlich kein einziger Ausrutscher war, denn die Band macht live absolut keine Kompromisse und weiß, die Massen zu begeistern.
So wie auch die darauffolgenden „Necrotted“, die schon einmal beim Metalacker zu Gast waren.
Zugegebenermaßen ist die Band nicht so ganz meine Baustelle, was aber nichts zur Sache tut, denn dass viele im Publikum bei der Band waren, konnte man wirklich sehen.
Da war alles am Durchdrehen und machte somit auch diesen Gig wieder einmal zu einem Erlebnis und das ist ja auch im Endeffekt das Wichtigste!
Auf die nächste Band „Set Your Sails“ indes war ich wieder sehr gespannt, denn man hörte im Vorfeld in der Tat nur Gutes.
Was ich für mich nach ihrem Auftritt auch absolut bestätigen kann, denn mit ihrer kompromisslosen Art an die Songs zu gehen, kamen sie beim Publikum auch sehr gut an.
Egal ob sackschnelle oder balladeske Nummern, sie hatten den Bogen raus und konnten voll überzeugen.
Dass dies nicht an der Band vorbeiging, sah man in ihren Gesichtern und somit war ihr Auftritt ein weiterer Siegeszug, der ihnen hoffentlich für ihre Zukunft weiterhelfen wird.
 Und dann war es um mittlerweile 20:30 Uhr soweit und es kam was kommen musste!!!
„Robse“ und seine Mitstreiter enterten die Bühne und was soll ich sagen?!
Es war einfach nur geil, ihn endlich wieder live erleben zu dürfen.
Nachdem er bei „Equlibrium“ ausgestiegen war, hoffte ich so darauf, dass er weitermachen würde und das tat er auch.
Mit „Harlekin und Krieger“ kam die Band zurück und hinterließen eigentlich nur positive Gesichter, genau wie auch an diesem Abend auch.
Die Truppe ließ nichts anbrennen und überließ nichts dem Zufall und konnte vollends überzeugen.
Dementsprechend gut kamen dann auch Songs wie „Harlekin und Krieger“, „Von der Schenke zur Taverne“, oder „Flamme der Revolution“ beim Publikum an und selbst einige „Equilibrium“ Kracher fanden den Weg auf die Setlist, sodass ich mich sowohl über „Karawane“, als auch „Met“ freuen durfte.
Die Truppe ist ohne zu übertreiben eine absolute Macht und ließ nicht nur mich staunend zurück.
Definitiv ein Highlight für mich in diesem Jahr!!!
Und das nächste Highlight folgte auf den Fuß, denn mit „The Halo Effect“ holten sich die Veranstalter des Metalackers ein absolute Größe ins Boot und wie genial diese Band wirklich ist, davon konnte man sich mit ihrem Headliner Gig mehr als nur ein Bild machen.
Was für eine Spielfreude Michael Stanne, (den man ja auch als Frontman von „Dark Tranquillity“ und „Cemetery Skyline“ kennt) und seine Mannschaft wieder an den Tag legten war einfach nur grandios.
Anfang diesen Jahres hatte ich ja schon das Vergnügen, sie live in Stuttgart erleben zu dürfen.
Umso größer war dementsprechend natürlich die Vorfreude auf diesen Gig und ich wurde natürlich nicht enttäuscht!
Jeder einzelne Song war eine Offenbarung und machte deutlich, wie extrem professionell die Band zu Werke geht, ohne jedoch zu klinisch zu klingen.
Für mich eine der besten Bands im Metalzirkus!
Ich denke wer die Band bisher nicht, oder nur vom Namen her kannte und auf diese Art von Musik steht, sollte sich die beiden Alben „Days Of The Lost“ und „March Of The Unheard“ auf jeden Fall auf seinen Einkaufszettel schreiben.
Es beweist mal wieder, dass aus Schweden fast ausnahmslos nur geile Mucke kommt!
Alles in Allem also ein mehr als würdiger Headliner der einmal mehr bewies, was für ein gutes Händchen die Veranstalter dieses Festivals auch diesmal wieder hatten.
Nach diesem Abriss von „The Halo Effect“ merkte ich jedoch, dass mich der Tag sehr schlauchte und so sagte ich nach dem zweiten Song von der letzten Band des Tages „Unprocessed“ aus Wiesbaden dann auch Goodbye zum diesjährigen Metalacker.
Jedoch konnte ich mir auf dem Weg nach Draußen noch einen guten Eindruck von der Band machen, die mit ihrem doch sehr ungewöhnlichen Mix aus Progressive Metal, Alternative Metal und Metalcore doch recht gut ankamen und ich denke, dass sie im Endeffekt für einen fulminanten Abschluss des Metalackers 2025 sorgten.
Die Veranstalter des Metalackers stellten auch dieses Jahr wieder ein grandioses Festival auf die Beine, ganz so wie man es schon seit so vielen Jahren von ihnen gewohnt ist.
Dafür auch noch mal ein großes Dankeschön von meiner Seite her, denn sowohl das Publikum, als auch die Presse werden gleichermaßen mit offenen Armen empfangen, was das Festival u.a. auch so familiär macht.
Macht weiter so!
Meinen ewigen Respekt habt ihr schon seit vielen Jahren!!!
Pics by Volker Kopp
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