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Heavy-Metal-Heaven - Farewell Anthem
... it's time to say goodbye...
Liebe Metal-Fans, Bands, Managements, Agenturen...
nach rund 26 Jahren haben wir beschlossen unser Portal "Heavy-Metal-Heaven" einzustellen.
Dieser Schritt ist uns nicht leicht gefallen, da wir viele Jahre mit Herzblut bei der Sache waren und im Dienste des Heavy-Metal und der Bands allen Widrigkeiten getrotzt haben. Leider ändert sich das Leben und auch die anderen Aufgaben ändern sich oder nehmen immer mehr zu.Neue Leute zu finden, die einen unterstützen können, wird immer schwieriger und die Flut an Neuigkeiten im Heavy-Metal Bereich nimmt kontinuierlich zu. Alleine zum Sortieren der vielen täglichen E-Mails geht immer mehr Zeit verloren, so dass wir nicht mehr hinterher kommen.
Der Abschied fällt schwer, aber öffnet auch neue Türen. Vielleicht starten wir ein kleineres Projekt mit neuem Anfang. Das Ausmaß von Heavy-Metal-Heaven ist mit der Zeit einfach zu groß geworden und die Redakteure immer weniger. Das ist euch Fans und der Musikbranche gegenüber nicht mehr vertretbar.
Nun ist die Überlegung, ob wir Heavy-Metal-Heaven.de so als Archiv stehen lassen oder die Seiten ganz schließen.
Die Domain würden wir dann zum Verkauf anbieten. Angebote dürfen gerne an webmaster(at)heavy-metal-heaven(dot)de eingereicht werden, bevor wir entscheiden.
Wir blicken mit Stolz zurück und erinnern uns gerne an die vielen schönen Momente bei Konzerten oder Interviews. Herzlichen Dank an alle, die uns bis hierhin unterstützt haben.
… now it's time to say goodbye...
Euer HMH-Team
Holger + Stefan
04.03.2026
| METAL HAMMER PARADISE 2015 - Weissenhäuser Strand, 13. bis 14.11.2015 |
Wie kriegt man als Hotelier seine Räume auch außerhalb der Saison voll? Ganz einfach, man funktioniert die Anlage zum Festivalgelände um. Was der Wacken-Besucher missen muss, gibt es hier in Hülle und Fülle: kurze Wege, Spa- und Wellnessbereich, eigenes Klo, eigenes Bad oder Dusche, u.v.m. Dazu Metal-Acts auf drei Bühnen und separate Workshops mit Szenegrößen wie z.B. Dani Loeble von HELLOWEEN. Was will man da als Fan mehr? Vielleicht nicht ganz so viele Events gleichzeitig… Denn das ist der einzige Stress, der entstehen könnte.
Insbesondere am Samstag war es unmöglich, alle Bands zu sehen oder gar zu fotografieren. Ohne Plan und Einbußen ging das nicht. Die Workshops, Lesungen, Autogrammstunden und Meet & Greets ließen wir bewusst außen vor, um uns rein den Acts auf den drei verschiedenen Bühnen widmen zu können. Am Freitag liefen wir direkt nach unserer Ankunft erst einmal das Gelände ab, um zu wissen, wo die Locations sich befinden. Da war die riesige Hauptbühne, die "Maximum Metal Stage" in einem gigantischen, beheizten Zelt mit Platz für mehrere tausend Leute. Als wir eintrafen, spielten gerade die TRUCKFIGHTERS. Die Schweden hatten eine ordentliche Anzahl Fans ins Zelt gelockt und erinnerten mit ihrem doomigen Stoner-Rock und der Bühnenpräsenz an Fernsehauftritte von Black Sabbath oder Led Zeppelin in den legendären Beat-Club Fernsehsendungen des WDR.
Von den 17 Bands konnten wir etwa die Hälfte sehen und davon auch nicht alle fotografieren. Der griechische Gitarrenhexer Gus G. legte bereits um 15:30 Uhr im Ballroom los. Im Gepäck hatte er den schwedischen Metal-Allstar Vokalakrobat Mats Levén, der u.a. auf den beiden Gus G.-Alben zu hören ist. Gus und Co. spielten auch fast nur Songs seiner beiden Longplayer "Brand New Revolution" und "I Am The Fire". Die einzige Ausnahme bildete der FIREWIND-Klassiker "World On Fire" aus "Days Of Defiance" von 2010. Lustig war Gus' Ansage zu "Redemption", das im Studio von STEEL PANTHER-Fronter Michael Starr eingesungen wurde. Das sei vermutlich der einzige Song, bei dem Michael nicht davon gesungen hätte, wie ihm siebzehn Mädels nacheinander Einen blasen oder wie er Koks aus der Poritze einer Nutte schnupft. Naja, Gus wurde im Ballroom jedenfalls kräftig abgefeiert. Trotz schallenden Rufen ließ der knapp kalkulierte Zeitplan keine Zugaben zu. Irgendwie schien die "Riff-Alm", die kleinste Location, schwäbisch geprägt. Eine Art Skihütte mit Minibühne, die relativ schnell zur finnischen Sauna mutierte. LANFEAR aus Baden-Württemberg mit kurpfälzischem Sänger waren zwar musikalisch gut, doch die Gitarre war kaum zu hören, so dass Keyboard und Gesang omnipräsent erschienen. Vielleicht soll das auch so sein. Nach ein paar Songs verließen wir jedenfalls die Riff-Alm.
Zurück zur Riff-Alm und zu KISSIN' DYNAMITE. All die Aktivitäten der Bandmitglieder und die inzwischen weit entfernten Wohnorte (Bassist Steffen Haile und Sänger Hannes Braun wohnen z.B. über 900 km voneinander weg) lassen kaum Änderungen in der Setlist zu. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass uns KD bereits zum dritten Mal dieselben Songs in derselben Reihenfolge um die Ohren knallten. Für Balladen war diesmal allerdings noch weniger Platz als für die Band auf der laut Hannes "Drei mal drei Meter-Bühne". Trotzdem schafften es die Schwaben, ordentlich einzuheizen und keine Sekunde ruhig zu stehen. Hannes und Gitarrist Jim kletterten munter an Metall- und Holzstreben empor und am Schluss gab es die schon legendäre Pyramide á la SCORPIONS. Dem Phänomen KISSIN' DYNAMITE gelingt es, Zuhörer vom jungen Mädel bis zum älteren kuttentragenden Schwermetaller zu begeistern, so dass auch die "ganz Harten" wie Flummis durch den Saal hüpften. In der Riff-Alm kam man sich vor wie in einer Sardinenbüchse. Dennoch machten Hannes, Jim, Ande, Steffen und Andi das Beste daraus und hätten gut und gerne auch auf die große Bühne gepasst. Fazit: eine 1. Klasse-Performance einer tollen Live-Band.
Von Peavy Wagners RAGE konnten wir leider nur noch einen Blick auf die Setlist erhaschen. Es ist eben nicht optimal, wenn so viele Acts parallel auftreten. Es wäre durchaus interessant gewesen, die neue Besetzung ohne Viktor Smolski und André Hilger bei ihrem ersten offiziellen Live-Auftritt zu sehen und zu hören. Gespielt haben Peavy, Gitarrist Marcos Rodriguez und Drummer Vassilios „Lucky“ Maniatopoulos diese Songs:
Alles in allem ein etwas stressiges, aber schönes Wochenende bei bescheidenem Wetter. Nebenbei trafen wir ein paar alte Bekannte und konnten uns im Heimatdialekt unterhalten. Der Hotelkomplex ist klasse, die Bühnen ebenfalls, da man vom Mini-Club bis zur großen Festivalbühne alles hat und die kurzen Wege machen das Ganze zu einer runden Sache. Das Essen ist zwar typisch Systemgastronomie, aber wesentlich besser als das, was es sonst so an manchem Festivalstand gibt. In den Restaurants kann man bequem sitzen und die Toiletten sind ebenfalls kein Vergleich zum gewohnten "Dixieland". Thumbs up! für Metal Hammer Paradise 2015. Wir kommen wieder!
Bericht von DANU (dem Schattenmann) |
| 22.11.2015, 14:15 by Danu |
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