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MEGADETH - Dystopia - Review

Megadave MEGADETH
Dystopia

 

Seit Jahren komponiert Megadave Mustaine bessere Platten als seine Ex-Kollegen von METALLICA, auch wenn er verkaufszahlenmäßig deutlich hinter ihnen liegt. Lange hielt sich das Gerücht, dass nicht nur Dave Ellefson auf der neuen Scheibe zu hören sein wird, sondern auch die klassische und vielleicht beste Bandbesetzung aus seligen "Rust In Peace" und "Symphony Of Destruction"-Zeiten mit Nick Menza am Schlagzeug und Marty Friedman an der Gitarre. Auch wenn dieser Wunschtraum nicht in Erfüllung ging, hat Mr. D. zwei Hochkaräter verpflichet, die es ebenso draufhaben: Drummer Chris Adler von LAMB OF GOD und Gitarrero Kiko Loureiro von ANGRA.

 

Musikalisch gelang es Dave Mustaine wieder einmal, seinen (politischen) Zorn auf die Welt einzufangen. Etwas gewöhnungsbedürftig sind die gedoppelten Vocals, die teilweise klingen, als wolle Dave seinen Thrash-Kollegen Chuck Billy von TESTAMENT imitieren. Keine Beanstandung gibt es bei der erstklassigen Gitarrenarbeit. Kiko Loureiro liefert Soli auf höchstem Niveau und füllt damit die Fußstapfen von Marty Friedman voll aus. Manchmal wirkt es fast, als hätte er diesen eingesogen. Und über Menschmaschine Chris Adler und Bassist David Ellefson braucht man ebenfalls nicht viele Worte zu verlieren. MEGADETH anno 2016 sind stark wie eh und je.

 

In seinen Texten verarbeitet Dave Mustaine das aktuelle Weltgeschehen und man stellt fest, dass sich seit "Peace Sells", "Holy Wars" oder "Polaris" auf der Erde nicht viel geändert hat. Und wenn, dann eher zum Schlechten hin. Nach einem orientalischen Intro weisen MEGADETH mit "The Threat Is Real" darauf hin, dass das, was wir tagtäglich in den Medien verfolgen können, kein Spaß ist. Neben einem coolen Solopart und ebenso coolem Schluss enthält der Song die typischen MEGADETH-Trademarks. Der Titeltrack "Dystopia" glänzt ebenfalls mit einem ausgediegenem Soloteil und erinnert nicht nur dadurch etwas an "Hangar 18". Das Killer-Gitarrenriff folgt schließlich auf "Death From Within", dessen krummer Intro-Takt eine außergewöhnliche Abwechslung zum Vorschein bringt.

 

Immer wieder streuen MEGADETH Parts ein, die Erinnerungen an ihre großen Hits wachrütteln. Die Texte haben Vorrang vor den Gesangsmelodien. Und mit "The Emperor" kommt sogar ein etwas softerer Heavy Track zum Einsatz, der ein neuer Ohrwurm werden könnte. Gut gefällt mir auch "Lying In State", das irgendwo zwischen "Polaris" und "Peace Sells" angesiedelt ist, und das FEAR-Cover von "Foreign Policy", das fast wie eine Eigenkomposition klingt.

Gesamtnote: 2


Trackliste:
1. The Threat is Real
2. Dystopia
3. Fatal Illusion
4. Death From Within
5. Bullet to the Brain
6. Post American World
7. Poisonous Shadows
8. Conquer or Die
9. Lying in State
10. The Emperor
11. Foreign Policy [FEAR-Cover]

 

Line-Up:
Dave Mustaine - Vocals, Guitars
Kiko Loureiro - Guitars
David Ellefson - Bass
Chris Adler - Drums

 

http://www.megadeth.com/




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