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Masters Of Symphonic Metal - Pratteln Z7, 20.10.2013
Mit einem kleinen, aber feinen Festival, welches sich wie es der Name schon ankündigt, auf den Symphonic Metal bezieht, legten die Veranstalter vom Z7 in Pratteln (CH) den Grundstein für ein wie sich letztendlich herausstellte, doch recht erfolgreiches Event, welches in Zukunft noch weitergeführt werden soll.
Doch dazu später mehr.
Für diesen Abend hatte man mit „Deep Sun“, „Elferya“, „Lunatica“, „Serenity“ und „Xandria“ eine Armada an starken Bands am Start.

„Deep Sun“ hatten die Ehre, dieses Konzert zu eröffnen.
Leider kann ich zu dieser Band absolut gar nichts sagen, da ich zu diesem Zeitpunkt noch in einem Stau steckte und auch von der kommenden Band „Elferya“ habe ich leider nicht viel mitbekommen.
Das was ich von ihnen jedoch noch erhaschen konnte, hörte sich alles andere als schlecht an, auch wenn ich mir einbilde, dass die Songs teilweise ein wenig unkoordiniert daherkamen.
Daher werde ich mich auf alle Fälle noch einmal genauer mit der Musik der Band auseinandersetzen.

Im Nachhinein muss ich sagen, hatte ich unverschämtes Glück, dass dieser Stau nicht dafür sorgte, dass ich „Lunatica“ verpasste.
Sonst hätte ich mir wohl auf Ewig in den Allerwertesten gebissen, denn was diese Band an diesem Tag wieder an den Tag legte, kann man eigentlich gar nicht beschreiben.
Mit einer unglaublich facettenreichen Setlist hatten die Jungs um Sängerin „Andrea Dätwyler“ von Anfang leichtes Spiel beim Publikum, sodass man gut und recht von einem Siegeszug sprechen kann.
Von „New Shores“, ihrem noch aktuellen Album (u.a. „The Incredibles“, „The Hardest Walk“, „The Chosen Ones“), über „Edge Of Infinity” (u.a. “Edge Of Infinity”, “Sons Of The Wind”, “Words Unleashed”), bis hin zu “Fable Of Dreams” (u.a. “Avalon”, “The Spell”, “Silent Scream”, welches in der Urform auch auf ihrem Debüt “Atlantis” zu finden ist), hatten sie nur absolute Übersongs am Start und selbst für die “Ultravox” Coverversion “Hymn” hatten sie sich noch etwas Zeit genommen, sodass ich letztlich mal wieder nur sprachlos den Kopf schütteln konnte, während ich mich fragte, warum zum Teufel ich diese begnadete Band geschlagene 8 Jahre nicht mehr live erlebte.
Soviel ist mal sicher, das passiert mir nicht noch mal.
Absolut beeindruckender Gig von einer fantastischen Truppe, die es hoffentlich noch lange geben wird und vor allem hoffentlich bald mal wieder ein Neues Album auf den Markt schmeißen wird.
Ich für meinen Teil warte schon sehnsüchtig darauf, denn ich bekomme langsam den Eindruck, dass all meine „Lunatica“ CDs allmählich durchsichtig sind vom vielen Anhören.

Die nächste Band auf dem Plan des Masters Of Symphonic Metal waren mit „Serenity“ aus Österreich eine Band, die man wohl als eine der absoluten Institutionen in diesem Bereich des Metals bezeichnen könnte.
Die Jungs schaffen es immer wieder mit Leichtigkeit, ihr Publikum mit ihren starken Songs zu animieren.
So wie auch an diesem Tag!
Das extrem gut gefüllte Z7 feierte die Band regelrecht ab und konnte somit mit Leichtigkeit das fortführen was „Lunatica“ zuvor in die Wege leitete und zwar eine sehr angenehme Stimmung in der Halle.
Mit „Rust Of Coming Ages“ begann der Reigen, gefolgt von weiteren Krachern ihrer Laufbahn.
Als da wären solche Perlen wie z.B. „The Matricide“, „Forever“, „The Chevalier“, sowie das unverzichtbare „Fairytales“ und auch „Velatum“ durfte keines Falls fehlen.
Ebenso wenig wie „Serenade Of Flames“, mit dem sie zum Abschluss ihres Sets noch einmal alles gaben und man danach wie immer nur von einem absoluten Erlebnis sprechen kann, wenn man an diesen Gig zurückdenkt.
Was ebenfalls erwähnt werden sollte war die Person am Keyboard, denn kein Geringerer als „Mario Hirzinger“, der sich ja vor geraumer Zeit aus privaten Gründen aus der Band „Serenity“ zurückzog, konnte an den Tasten bewundert werden.
Da aus Gründen, auf die ich hier nicht eingehen werde, der Platz an den Keyboards derzeit leider wieder vakant ist, beschloss „Mario“, seinen Freunden unter die Arme zu greifen und ersetzte diese Lücke zumindest für die Gigs beim Metal Female Voices Fest, als auch an diesem Tag im Z7, was wohl nicht nur mich an alte Tage, in denen er noch fester Bestandteil von „Serenity“ war erinnert haben dürfte.
Mal wieder ein wirklich ergreifender Gig von einer wie immer faszinierenden Band!

So stand noch die letzte Band des Tages aus.
Und diese war mit „Xandria“ eine Band, die in der Vergangenheit durch immense Wechsel am Mikro nie wirklich zur Ruhe kam, sich dadurch jedoch nie abschrecken ließen, hervorragende Alben zu veröffentlichen.
Auch ihr aktuelles Werk „Neverworld’s End“ macht da keine Ausnahme.
Von besagtem Eisen kam denn auch ein sehr großer Teil zum Einsatz.
So hatten die Anwesenden die Gelegenheit, sich sowohl von Stücken wie „A Prophecy Of Worlds To Fall“, „Valentine“, dem göttlichen „Forevermore“, sowie „Soulcrusher“ von eben erwähnten „noch“ aktuellen Album verwöhnen zu lassen, die sie geschickt mit älteren Songs wie etwa „Ravenlord“ verbanden.
Sängerin „Manuela Kraller“ war wie immer mit ihrer Position sehr verbunden.
Ihre majestätischen Vocals sind wahrlich ergreifend und ob der Rest der Band nun wirklich gute Miene zu bösem Spiel machte, kann ich zumindest nach diesem starken Gig nicht behaupten.
Leider zeichnete sich kurz nach diesem Auftritt ein weiteres Mal ein Sängerwechsel (besser gesagt Sängerinnenwechsel) ab, sodass „Manuela“ das Zepter in Form des Mikrofons an die von der Band „Ex Libris“ bekannte Sängerin „Dianne Van Giersbergen“ weitergibt, die weiterhin mit ihrer ebenfalls mächtigen Stimme, die weiteren „Xandria“ Alben veredeln wird.
Ein bisschen wehmütig blicke ich im Nachhinein schon auf diesen Gig zurück, doch bin ich mir sicher, dass Neuzugang „Dianne“ auch in Zukunft den Namen „Xandria“ bestens repräsentieren wird.

Somit ging mit den letzten Akkorden dieser Band auch das erste Masters Of Symphonic Metal zu Ende, jedoch mit der Gewissheit, sich schon jetzt auf den nächsten Teil zu freuen, denn Part 2 wurde bereits angekündigt und kann mit ebenfalls klangvollen Namen wie z.B. „Delain“, „Leaves Eyes“, „Edenbridge“ und „Diabulus In Musica“ auf einen weiteres atemberaubendes Erlebnis verweisen.
Streicht euch diesbezüglich also schon einmal den 05.04.2014 rot im Kalender an!
Für mich natürlich die absolute Pflichtveranstaltung, auf die ich mich jetzt schon freue.

Pics by Heiko Bendigkeit
www.heiko-bendigkeit.de/

















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