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M.A.T. Festival - Tennenbronn, 30.08.-31.08.2013
Nach dem gelungenen Auftakt des Metal Acker Festivals im vergangenen Jahr, standen die Zeichen gut, dass es in diesem Jahr eine Fortsetzung geben würde.
Und so hieß es auch diesmal wieder, Ende August den Acker nochmal mit amtlichem Metal zu pflügen.
Dem Ruf folgten dann auch Hunderte, sodass man die beeindruckenden Besucherzahlen vom vergangenen Jahr sogar noch mit Leichtigkeit übertraf.

Für den ersten Tag des Festivals hatten sich die Veranstalter den Deutsch Rock auf die Fahne geschrieben und so feierten dann auch mehrere Hundert zu Klängen von Bands wie „Störtepriester“ und den Headlinern „Unantastbar“.

Der zweite Tag jedoch stand ganz unter dem Banner des Heavy Metal und das in seinen verschiedensten Facetten.
Den Auftakt machten mit „Vex“ aus dem Kinzigtal eine Band, die es trotz der noch sehr überschaubaren Anzahl von Besuchern vor der Bühne verstand, richtig ordentlichen Metal zu spielen und so die Anwesenden nicht schlecht staunen ließen (inklusive meiner Wenigkeit).
Sehr gut gezockte Mucke, die kompromisslos auf die Hörerschaft abgefeuert wurde.
Für all diejenigen, die später zum Festival kamen sei gesagt, ihr habt da echt was verpasst.

Die nächste Band indes ließ mich (und nicht nur mich) etwas verstört zurück.
„Khroma“ aus Finnland machten während ihrer kleinen Tour durch Europa einen Abstecher in den Schwarzwald, wo sie mit ihrem Industrial Metal die Berge zum Beben brachten.
An sich überhaupt nicht mein Ding, muss ich jedoch zugeben, dass die Band immer wieder mit Parts in ihren ansonsten doch sehr vertrackten Songs aufwartete, die mich aufhorchen ließen.
Alles in Allem fehlte mir jedoch schlussendlich etwas der rote Faden und so bin ich mir auch nicht so recht im Klaren, was ich letztendlich von „Khroma“ halten soll.
Einige Begeisterte hatten sie im Publikum jedoch zu verzeichnen, sodass ich sagen würde, dass sich der Gig für die Veranstalter, sowie denjenigen, die auf diesen Sound stehen doch gelohnt haben müsste.

Weiter ging es mit einer Band, die auch schon beim ersten Metal Acker vertreten war.
„Fuck You And Die“ aus Schramberg betraten die Bühne und sorgten mit ihrem Death Metal für gute Stimmung im inzwischen doch recht ordentlich an Größe zugenommenen Publikum.
Zwar war auch diese Band an diesem Tag nicht so recht meine Baustelle, jedoch komme ich nicht umhin, ihnen meinen Respekt auszusprechen, denn technisch versiert sind sie allemal, sodass ihre Songs letztlich auch keinerlei Grund zur Klage bieten.
Da auch ich nicht von Stimmungsabhängigkeiten, was die verschiedensten Musikstile angeht verschont bleibe, werde ich mir diese Band sicherlich beim nächsten Anflug eines Death/Black Metal Exzesses noch einmal genauer anhören.
Für ihre Fans und Freunde dieses Styles waren „Fuck You And Die“ auf jeden Fall die Vollbedienung, soviel sei an dieser Stelle zumindest ganz klar gesagt.

Die nächste Band, die im Anschluss an „Fuck You And Die“  die Bühne betrat, muss wohl nicht genauer vorgestellt werden, denn wem der Name „Dark Sky“ bis heute nicht geläufig ist, der hat definitiv so einiges verpennt.
Machen die Jungs aus Rottweil doch schon seit Anfang der 80er Musik, wenn auch in veränderter Besetzung als in den Anfangstagen, aber das ist nunmal der Lauf der Zeit und so nahm auch die Qualität der Songs immer weiter zu, sodass wohl nicht nur ich ihre Laufbahn mit Freuden verfolgte.
War ich schon von ihren Demos von Einst, wie z.B. „Living In Eternity“ und „Stay Young“  begeistert, so haben sie mich mit ihren Werken durch die Jahre hinweg, bis hin zu ihrem aktuellen Album „Initium“ vollends überzeugt.
Und dass die Band auch live alles richtig macht, davon konnte man sich nun ein Bild machen.
„Frank Breuninger“ und seine Jungs ließen den Acker förmlich mit ihrem Melodic Metal erzittern und und brachten sowohl Songs aus vergangenen Tagen, als auch Stücke von ihrem schon erwähnten neuen Album „Initium“ dar.
So mischten sich unter Titel, wie „Hands Up“ (immer wieder ein genialer Opener), „Empty Faces“ und „Chase Your Dreams“, dann auch neues Material, welches genauso begeistert angenommen wurde.
Natürlich durfte auch der All-Time Klassiker „Eternity“, der auf dem aktuellen Album in einer neuen Version noch einmal zu Ehren kam, nicht fehlen.
Ohne diesen Song ist meiner Meinung nach ein „Dark Sky“ Gig nicht komplett.
Und so konnten die Jungs einen weiteren genialen Auftritt für sich verbuchen und mit einem guten Gefühl die Bühne verlassen, um dem Headliner des Abends diese zu überlassen.

Und dieser hieß „Majesty“!
Als Verfechter des True Metal sind Sänger „Tarek“ und seine Jungs hinlänglich bekannt und konnten jüngst mit einem amtlichen Langeisen Namens „Thunderrider“ aufwarten, welches mit Stücken, wie etwa dessen Titelsong, sowie dem genialen „Warlords Of The Sea“, oder auch der klaren Ansage an alle Metalheads dieses Planeten „Metal Union“ natürlich ebenso in der Setlist berücksichtigt wurde, wie die altbekannten ( ja man kann eigentlich schon von Klassikern sprechen) Songs, der Marke „Sword And Sorcery“, meinen beiden All-Time Faves „Epic War“ und „Fields Of War“, sowie „Metal Law“ und „Into the Stadiums“.
Getrieben von einem euphorischen Publikum, die immer wieder im Chor den Schlachtruf der Band „Hail To Majesty“ anstimmten, was die Band und vor allem „Tarek“ nicht unberührt ließ.
Was in manchen Ohren vielleicht etwas klischeehaft klingen mag, nehme ich ihm aber auf jeden Fall ab, wenn er seine Statements zum Thema Heavy Metal abgibt.
Hatte er es ja in der Vergangenheit nicht immer leicht, konnte er jedoch mit einer runderneuerten Band meiner Meinung nach wieder zur alten Stärke auffahren und so hatte ich an diesem Abend nicht selten das Gefühl, auf einem „Majesty“ Gig irgendwo am Anfang der 2000er (wo ich sie wohl dutzende Male live erleben durfte) zu stehen.
Die „relativ“ neuen Bandmitglieder schafften es mit Leichtigkeit, die Meisterwerke von einst in die Gegenwart zu transferieren, um sie mit dem neuen Material in Einklang zu bringen, was sich ja bekanntlich nicht immer als einfach erweist.
Wohl nicht nur für mich ein verdienter Headliner, der den Metal Acker in seinen Grundfesten erschütterte und „Tarek’s“ Ausruf „Ihr seid Heavy Metal!“, der bestimmt noch für sehr lange Zeit nachhallen wird, dürfte sein Übriges tun, um dieses Festival mehr als positiv in Erinnerung zu behalten.

Auch mit der zweiten Auflage des Metal Acker Festivals haben die Veranstalter gezeigt, was in ihnen steckt und konnten das Event noch weiter vorantreiben.
Ich für meinen Teil bin schon sehr gespannt, was sie im kommenden Jahr auffahren.
Bis dahin halte ich es wie ein Song von „Majesty“, der da heißt „Keep it True“!

Pics by Volker Kopp









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