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Lennon / Panic Cell / SOIL, 14.02.07 Stuttgart, Röhre



[b]Lennon + Panic Cell + Soil[/b]
[b]14.02.07 Stuttgart, Röhre[/b]




Parken ist ja an der Röhre bekanntlich immer etwas schwierig, allerdings ist das unter der Woche normalerweise kein Problem.
Zumindest waren wohl die meisten der "Parker" nicht in der Röhre, die zwar gut besucht, aber doch nicht so voll wie erwartet war.

Die erste Band "Lennon" spielte bereits und machte Ihre Sache ganz ordentlich. Eine gute halbe Stunde konnte ich die Amis aus Florida ohne Stress genießen.
Sängerin "Lennon" (Ja, die heißt wirklich so wie der Beatle John) bediente den Bass und hatte diesen prima Rock-Sting-Ray-Sound. Dabei wurde sie von ihren Jungs Mickey und Phil an der Gitarre und am Schlagzeug begleitet.

Obwohl erst Anfang zwanzig, kommt in den Songs der in New York geborenen Amerikanerin schon sehr viel Lebenserfahrung rüber.
Die Songs pendeln zwischen laut rockig und gefühlvoll und sind mehr im Alternative zu Hause. Erinnert mich etwas an die Kanadier von "Surrender Dorothy", also vom Grunge beeinflusst, allerdings mit einer guten Schippe modernem Metal und Punk.

Vor allem durch die gute Live-Show und das Spiel von Gitarrist Mickey Mayhem.
Wenn es lauter wurde fehlte Lennon allerdings die Power in der Stimme. Ihre Vorzüge liegen in den soften Gesangsparts.
Die allerdings etwas variabler sein dürften und mit der Zeit etwas flach erschienen. Dem Publikum hat's gefallen, wenn auch keine Begeisterungsstürme ausgelöst.
www.myspace.com/lennon

Dann kamen, nach einer kurzen Pause, die Engländer von "Panic Cell". www.paniccell.com Ups, das war gleich mal was für echte Männer! Raue, tätowierte, alte Männer, irgendwo zwischen Oi- und Proll. Na so wie man sich richtige Engländer eben vorstellt...
Dabei waren diese von der sympathischen Sorte, mit denen mal gern ein Lager oder Bitter im Pub trinkt.
Ja die Herren von der Insel sind keine Jungspunde mehr aber haben mal noch voll die Power uns die Kante zu geben.

Kaum auf der Bühne bildete sich ein Moshpit - klar bei dem aktuellen Metalcore-Sound! Mit "schönenMelodien, die aber anders klingen als bei den US-Bands. Mir hat's gefallen mit viel Hardcore Anteilen und vor allem prima Partylaune!
Als echte Pro's haben sie schön artig ihre beiden Mitbewerber gelobt, mit denen sie bestimmt viel Spaß auf dieser Tour hatten.
Schön, die erste viertel Stunde, klang das wie Warmspielen im Proberaum - aber dann hatten sie die Röhre ("You are the best audience on this Tour") fest im Griff!

Für meinen Geschmack haben sich Soil, www.soil-music.com dann doch etwas lange Zeit gelassen.
Mag sein dass sie in den Staaten schon Stadien füllen (oder auch nicht..) aber die knapp zweihundert Fans in der Röhre sind nun mal kein Mainstream-Publikum.
Ergo sollte man sich auch nicht wie in einem Stadion benehmen. Die erste viertel Stunde stand ich starr vor Schreck! Hallo, bin ich in der Schleyerhalle mit 20tausend Fans?
Aber A.J. Cavalier hat wohl nach zwei Wochen Europa doch verstanden, dass er sich hier anders um seine Fans kümmern muss. Und das hoffentlich auch tut!

Auch wenn die Sprüche sehr plakativ und stereotyp waren hat es den meisten doch sehr gefallen. An der perfekten Live-Show gab es nichts auszusetzen. Entertainment at its best!
Vielleicht der Röhre schon etwas entwachsen und mit ihren Gesten schon eine Nummer zu groß. Da vermisse ich die Ecken und Kanten. Wo ist da der Unterschied zu Disturbed, Godsmack, Stained, oder Sevendust?

Bitte nicht falsch verstehen! Die Band ist einfach prima! Aber mir fehlt die Eigenständigkeit und leider wirken sie auch live wie eine Truppe von "DSDS" - zu Perfekt!
Bitte benehmt euch doch mal daneben, oder spielt mal ein bisschen falsch, das macht menschlicher! Warum wohl steht Bassist Tim King auf das Image von Mötley Crüe-Bassist Nikki Sixx? Bestimmt nicht weil er als perfekter Musiker bekannt ist!

Wer Rockstar sein will, muss auch so leben. In diesem Sinne...

Rock on

Toralf


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