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Kultursommer Oberndorf 2020 mit RAGE & EVERTALE

Ehrlich gesagt hätte ich es nicht für möglich gehalten, während die Corona Pandemie immer noch am Wüten ist, zu einem Konzert gehen zu können.
Doch unter Einhaltung der aktuell geltenden Hygienebestimmungen, ließen sich die Veranstalter des Kultursommer Oberndorf trotz einiger behördlichen Hürden, nicht einschüchtern und stampften in recht kurzer Zeit ein Event aus dem Boden, welches wahrlich mehr als Beachtung verdient.
So machten wir uns dann auch am Samstag, den 22.08.20 auf den Weg nach Oberndorf am Neckar, wo das deutsche Metal Urgestein RAGE und ihr Support EVERTALE diese Veranstaltung mit ihren harten Klängen beehrten.

 

Mit ihrem Fantasy-Power Metal konnten die Jungs von EVERTALE nicht nur mich sofort auf ihre Seite ziehen.
Zwar bin ich jetzt nicht der allergrößte Computerspiel Fan, jedoch muss man ihnen neidlos zugestehen, dass sie die Themen in ihren Lyrics sehr gut auf den Punkt bringen.
Dazu noch sehr durchdachte Melodien und man hat EVERTALE!
Somit kann man auch bei ihren Alben „The Cronicles Chapter 1“, „Of Dragons And Elves“ und „The Great Brotherwar” bedenkenlos zugreifen, wenn man sie als geneigter Fan dieses Genres nicht schon im Regal stehen haben sollte.
Die Setlist sprach indes zumindest Bände:
Empire Rising
The Swarm
As Tarsis Falls
The Crownguard‘s Quest
Chapter 666 (We Are The Hammer)
In The Sign Of The Valiant Warrior
The Great Brotherwar
Firestorm

Ihre Spielzeit von ungefähr 50 Minuten nutzten sie perfekt aus und machten wahrlich Lust auf mehr.
Dem war ja dann auch so, denn schließlich standen RAGE ja quasi in den Startlöchern.
Doch zuvor holten sich EVERTALE noch ihren absolut berechtigten finalen Applaus ab.
Unter diesen Umständen, die halt nun mal momentan herrschen und womit sowohl eine Band, als auch das Publikum erst mal klarkommen muss, war dieser Auftritt eine wirklich gelungene Geschichte.

 

Somit hatten EVERTALE einen mehr als ordentlichen Einstieg geleistet und das Publikum nunmehr richtig heiß auf den Headliner RAGE gemacht, die nach einer Umbaupause mit den Klängen eines Intros die Bühne betraten.
Für RAGE war es quasi eine Feuertaufe, denn mit ihrem neuen Line Up, welches nun zwei Gitarristen, nämlich Stefan Weber (ehemals AXXIS), sowie Jean Bormann (ehemals RAGE&RUINS und ANGELIC) beinhaltet, ersetzten sie den ausgeschiedenen Marcos Rodriguez.
Somit sind sie fortan nach langer Zeit mal wieder als Quartett auf der Bühne.
Ich habe RAGE ja nun schon recht oft live erleben dürfen und dies auch in den verschiedensten Zusammenstellungen, aber ich finde es dann doch immer wieder verblüffend, wie sauber selbst frisch dazu gestoßene Musiker den Sound von RAGE verinnerlichen und ihn auch dementsprechend stark auf die Bühne zaubern.
So auch an diesem Abend!
Was die Setlst angeht, so möge man sich einfach mal ein Bild davon machen.
Here it is..
True
Chasing The Twilight Zone
Shadow Out Of Time
Price Of War
End Of All Days
My Way
Nevermore
Down
Black In Mind
Wings Of Rage
From The Cradle To The Grave
Season Of The Black
Let Them RIP
Don’t Fear The Winter

Zugaben:
Straight To Hell
Higher Than The Sky

Ich finde, diese Zusammenstellung konnte sich wahrlich sehen und hören lassen.
Peter „Peavy“ Wagner, sowie sein Freund und Drummer in der Band Vassilios „Lucky“ Maniatopoulos fühlten sich mit den Neuen Jungs sichtlich wohl und gaben diese Spielfreude auch ohne Kompromisse an das Publikum ab, welches die Band nicht nur einmal dafür abfeierte.
Was mir zudem sehr positiv auffiel, waren sowohl die Lichttechnik, als auch der Sound, der wahrlich angenehm, nicht zu laut und sehr klar rüber kam.
Dieses Lob dürfen sich indes jedoch vor allem die Veranstalter einheimsen.
Denn hier wurde nichts dem Zufall überlassen und dementsprechend super kamen Licht und Ton dann auch rüber.
Hinter Drummer Lucky hing der Verweis auf das aktuelle Album „Wings Of War“, welches Anfang des Jahres veröffentlicht wurde, in Form eines überdimensionalen Banners.
Natürlich wurde auch dieses Werk mit einigen Songs in den Vordergrund gestellt, da man es bis jetzt leider noch nicht auf einer Tour promoten konnte, wie das ja normalerweise der Fall ist.
Denn wir wissen ja nun langsam alle, dass nur das Touren die Unkosten der Band einigermaßen decken kann.
Aber das ist ein anderes Thema.

 

Als Fazit möchte ich anmerken, dass ich im Vorfeld schon am Grübeln war, ob diese Eventreihe mit dem aktuellen Hygienekonzept wirklich klappen kann.
Ich wurde eines Besseren belehrt, auch wenn ich irgendwann gerne mal wieder direkt am Bühnenrand stehen und meine Bands abfeiern will.
Solange die Pandemie andauert, müssen wir halt leider Gottes da durch und ich finde es großartig, dass es solche Leute, wie die Veranstalter des Kultursommers Oberndorf gibt, die sich diesen Strapazen stellen, um uns solch große Momente, wie mit RAGE und EVERTALE an diesem Abend zu schenken.
Dafür an dieser Stelle noch ein besonderer Dank!!!
Und ich denke, dass ich mit dieser Meinung ganz sicher nicht alleine dastehe!

 

Pics by
Heiko Bendigkeit
http://www.facebook.com/Heiko-Bendigkeit-268616456572912/?fref=ts

 




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