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Kreator + Arch Enemy + Sodom + Vader - Pratteln Z7, 14.12.2014
Es gab zwar im Vorfeld immer mal wieder Stimmen, die behaupteten, „Kreator“ und „Arch Enemy“ zusammen auf Tour zu schicken, würde nicht passen, doch das war im Endeffekt doch ein bescheidener Teil, denn mehrere ausverkaufte Hallen gaben dem Package recht und angereichert mit „Sodom“ und „Vader“, setzte diesem Event noch einmal ein drauf.

Leider habe ich vom Opener „Vader“ so gut wie gar nichts mitbekommen, da etwa zeitgleich das Meet & Greet mit „Arch Enemy“ stattfand.
Konnte mir aber zumindest noch drei Songs rein ziehen und mein positives Urteil, welches ich beim diesjährigen Out&Loud Festival bezüglich der Band für mich fällen konnte, auch diesmal wieder festigen.

Nach der polnischen Abrissbirne von „Vader“ waren „Sodom“ an der Reihe.
Zusammen mit Kreator sind Tom Angelripper und seine Jungs wohl so etwas wie das Aushängeschild des deutschen Thrash Metal und damit meine ich nicht nur die Dienstjahre, die beide Bands vorzuweisen haben.
In all der Zeit hatten sie so einige geile Scheiben auf den Weg gebracht, wovon sie live dementsprechend profitieren konnten und eine satte Setlist zusammenstellen konnten.
Den Löwenanteil der gespielten Songs kamen jedoch von einem Album.
Hierfür wurde das Meisterwerk „Agent Orange“ auserkoren.
Der Titeltrack dieses Albums läutete den Gig von „Sodom“ ein.
Im weiteren Verlauf des Abends kamen dann noch „Remember The Fallen“, „Ausgebombt“ und „Tired And Red“ von jenem Scheibchen, was dem Publikum doch sehr ordentlich zu gefallen schien, denn die gute Stimmung riss zu keiner Sekunde ab.
Doch nicht nur „Agent Orange“ kam zu Ehren, denn auch mit ihrem brandneuen Song „Sacred Warpath“ hatten sie alle Trümpfe in der Hand.
Und was wäre ein Gig von „Sodom“ ohne „Sodomy And Lust“?!
Genau, nur die halbe Miete.
Deshalb fand auch dieser Übersong den Weg in die Setlist, bevor mit „Blasphemer“, bei dem sowohl „Michael Amott“, als auch „Sharlee D’Angelo“ von „Arch Enemy“ auf die Stage kamen, um den Track mit den Jungs aus dem Ruhrpott zu zocken, das Ende des „Sodom“ Gigs eingeläutet wurde.
Wiedermal eine sehr krasse Geschichte, was „Tom Angelripper“ und seine Mannen da auf die Bretter legten.

Im Anschluss daran war es dann Zeit für „Arch Enemy“ die Stage des Z7 in Schutt und Asche zu legen und das taten sie auch von Beginn an.
Nachdem sie mit dem Intro „Tempore Nihil Sanat“, der auch ihr aktuelles Album „War Eternal“  eröffnet, so langsam, aber sicher die Regler ganz nach oben zogen, brach mit dem Titelsong vom eben erwähnten Erfolgsalbum „War Eternal“ wahrlich die Hölle los, denn sowohl die Band, als auch die Fans gaben Vollgas und verwandelten das Z7 in einen Hexenkessel.
So eine abartige Stimmung habe ich selten mal im Z7 erlebt.
Es war aber auch nicht weiter verwunderlich, denn Neuzugang am Mikro „Alyssa White-Gluz“ hatte denkbar leichtes Spiel, das Publikum auf ihre Seite zu ziehen.
Auch die älteren Stücke, wie z.B. „Ravenous“, „Dead Eyes See No Future“, „We Will Rise“, oder auch „Nemesis“, die seinerzeit noch von Vorgängerin “Angela Gossow“ gegrowlt wurden, wusste „Alyssa“ gekonnt vorzutragen, ohne dass man „Angela“ allzu sehr nachtrauern müsste.
Doch vor allem die Stücke vom „War Eternal“ Album, hatte sie natürlich immens im Griff und so war bei „You Will Know My Name“ und „As The Pages Burn“ die Welt auch vollkommen in Ordnung, auch wenn sie zwischendurch meinte, sie sei leider erkältet und das Publikum bat, ihr doch stimmlich zur Seite zu stehen, was das Auditorium auch postwendend in die Tat umsetzten.
Ein weiterer Pluspunkt war ganz klar „Jeff Loomis“ (Ex-„Nevermore“), der die Band auf Tour unterstützt.
Wenn einem das Gitarrenduo „Loomis“ und „Amott“ ihr Können um die Ohren haut, bleibt wahrlich kein Auge trocken.
Der schiere Wahnsinn!
Auch wenn „Alyssa“ etwas erkältet war, war auch dieser Gig wieder der absolute Hammer, nachdem ich sie im vergangenen Sommer ja schon beim Rock am Härtsfeldsee live erleben durfte.

Solchermaßen blieb schlussendlich noch die letzte Band des Abends.
Diese war mit „Kreator“ eine weitere Ruhrpottgröße, der Thrashszene.
Wer die Jungs kennt und vor allem ihre Diskographie im Hinterkopf hat, der weiß was dem geneigten Fan blüht, wenn er sich die Band live gibt.
Eine Ansammlung von Thrash-Granaten, die seinesgleichen suchen.
Egal ob „Violent Revolution“, „From Flood Into Fire“, “Extreme Aggression”, “Phobia”, “Enemy Of God”, “Endless Pain”, “Phantom Antichrist”, “Hordes Of Chaos” “Pleasure To Kill” oder “People Of The Lie”, die schier unendliche Liste wurde perfekt abgegrast, sodas man die volle Packung bekam.
Natürlich durfte auch “Flag Of Hate” nicht fehlen, welches hier in einem kleinen Medley zusammen mit “Tormentor” verbraten wurde.
Mit diesem Gespann beendeten „Mille“ und seine Herren dann auch diesen Abend, der vor Power und Aggression (in positiven Sinne zu verstehen) nur so strotze.
Wer auf perfekten Thrash Metal steht, der kommt an „Kreator“ einfach nicht vorbei.

Die Konstellation der Bands dieser Tour konnte ausgeglichener gar nicht sein.
Von alten (aber nicht eingestaubten) Kapellen, bis hin zur Neuzeit wurde das volle Brett serviert.
Kein Wunder dass das Z7 das „Sold Out“ Schild vor die Türe hängen konnte.
Sehr beeindruckende Geschichte würde ich da mal sagen!

Pics by Hobbit Hauser




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