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KOBRA AND THE LOTUS - Hamburg Docks, 25. Oktober 2012
KOBRA AND THE LOTUS01 Im Bann der Kobra
KOBRA AND THE LOTUS - Hamburg Docks, 25. Oktober 2012

Als wir mittags unser Hotel verließen, um KISSIN' DYNAMITE zu interviewen, sahen wir ein paar Musiker ihre Instrumente ausladen. Spontan fragten wir nach, wer sie seien und wann sie spielen. Bassist Pete klärte uns auf, dass es sich um KOBRA AND THE LOTUS aus Kanada handle, die am nächsten Abend für STEEL PANTHER eröffnen sollten. Wir führten ein nettes Gespräch und "verabredeten" uns für den morgigen Gig.

KOBRA AND THE LOTUS02 Das Feuerwerk, das KOBRA AND THE LOTUS im Hamburger Docks losließen, krachte gewaltig. Die ersten Töne vernahmen wir noch vom Vorraum. Ich ging davon aus, dass da ein Kerl auf der Bühne sang. Weit gefehlt, stattdessen erklang die beste weibliche Metal-Stimme, die ich je gehört habe. Und nicht nur mir ging es so. Als KISS' Gene Simmons eine CD der Band vorgespielt wurde, dachte er ebenfalls, dass es sich um männlichen Gesang handele. Der Altrocker nahm die Band sofort unter Vertrag.

KOBRA AND THE LOTUS03Dass KOBRA AND THE LOTUS keine Unbekannten sind, war mir gänzlich entgangen. Auftritte beim Wacken Open Air, Rock Am Ring und Rock im Park und natürlich Frontlady Brittany (Kobra) leichtbekleidet im Metal Hammer Kalender 2010 sind nicht von Pappe. Ebenso wenig wie der Sound der Kobras. Schneller, gitarrenrifforientierter Metal mit klassischem Einsatz der H-Moll 5-Tonleiter. So muss Metal klingen! Dagegen waren DRAGONFORCE vom Vorabend fast langweilig.

KOBRA AND THE LOTUS04Die zahlreich erschienenen Zuschauer brauchten etwas Zeit, bis die Menge mit einer gelungenen Coverversion von IRON MAIDEN's Wicker Man so richtig ausflippte. Da reckten sich die Pommesgabeln und Fäuste und blieben auch bei den folgenden Songs aus eigener Feder oben. Leider waren die eingeforderten Zugaben nach dem Ende des Kobra-Sets aufgrund des straffen Zeitplans nicht mehr drin.

KOBRA AND THE LOTUS05Vergesst die ganzen Pseudo-Metallerinnen mit ihrem Operettengekiekse von dem sich einem nur die Nackenhaare und Zehennägel kräuseln. Bei KOBRA AND THE LOTUS nervt nichts, sondern geht voll nach vorne los. Zieht Euch das Video zu "50 Shades Of Evil" auf rocktube.us rein. Wenn das nicht überzeugt… Ich wünsche der Band jedenfalls von ganzem Herzen, dass sie groß rauskommt. Die Jungs und das Mädel sind auf dem besten Weg. Der arme Charlie Parra del Riego hatte nur vier Wochen Zeit, sich in die Stücke einzuarbeiten, ehe es auf Tour ging. Zusammen mit Jasio Kulakowski harmoniert er nicht nur bestens, die beiden bilden ein Gitarrenduo, das es wirklich in sich hat. Auch die Rhythmusfraktion mit Pete Dimov am Bass und Bandgründungsmitglied Lord Griffin Kissack an den Trommeln darf nicht unerwähnt bleiben. Ein unglaubliches Stageacting, bei dem die Haare nur so fliegen. Selten gab es einen Drummer, der während des Spielens dermaßen den Hubschrauber macht. Leider geht die Tour nach dem Gig mit STEEL PANTHER  in Köln direkt in Kanada und den Staaten weiter. Wem sich die Gelegenheit bietet, der sollte sich KOBRA AND THE LOTUS' nächste Auftritte live reinziehen. Denn live setzen die fünf dem Ganzen noch ein i-Tüpfelchen drauf. Prädikat: absolut sehens- und hörenswert!

Bericht von DANU (dem Schattenmann)
Fotos: BIANCA (Schattenfrau)




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