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Kissin' Dynamite: Schwätzchen mit Sänger Hannes
Auf dem H.E.A.T-Festival lief mir auch noch Kissin' Dynamite Fronter Hannes über den Weg. Der blonde Sympathikus genoss diesmal als Fan in vollen Zügen die Auftritte der Bands. So stand er HMH gerne wieder spontan für ein paar Worte zum Stand der Dinge bei den Balinger Heavy-Rockern zur Verfügung, vor allem auch was das mit Spannung erwartete dritte Album betrifft. Natürlich sprudelten die Informationen in gewohnter Art nur so aus dem gesprächigen Shouter heraus. Lest die interessanten Ausführungen mit einigen Schmankerln aus dem Nähkästchen hier selbst!


HMH: Hi Hannes.

Hannes: Hey Pedro, wird das Interview als Audio veröffentlicht oder geschrieben?


HMH: Kommt in geschriebener Form....

Hannes: Sehr gut, dann kann ich ja schwäbisch schwätza......hehe.


HMH: Aber gerne doch, ok wir sitzen hier backstage mit Hannes von den mittlerweile allseits bekannten Kissin Dynamite. Hannes, so viel ich weiss, seid Ihr gerade im Studio mit Eurem neuen Album beschäftigt. Kannst Du uns schon sagen, wohin die Reise ungefähr geht, verglichen mit den ersten beiden Alben?

Hannes: Unser erstes Album kann stilistisch als Heavy-Rock bezeichnen, beim 2. Album haben wir ein bisschen unsere härtere Seite ausgetestet, vor allem bei tracks wie Iron Fist oder Addicted to Metal. Wo uns ja auch das Urgestein Udo Dirkschneider beiseite stand. Beim dritten Album machen wir eher einen Mix aus Beidem aber mit einem ein bisschen punkigerem oder besser gesagt dreckigeren Einschlag. Mit einer vielleicht etwas frischeren Attitude aber immer im Rahmen unserer bewährten Stilrichtung.

HMH: Klingt interessant.

Hannes: Wir sind ja Kinder des Rocks uns der Markt ist so übersättigt mit auf alt getrimmten oder nach 80er klingenden Hardrock-Bands, dass man evtl. mal ein bisschen mehr Frische reinbringen muss. Man kann sagen, wir klingen auf dem neuen Album schlichtweg ein bisscher rougher.

HMH: Kann man schon zum geplanten Veröffentlichungstermin etwas sagen?

Hannes: Leider noch nichts Genaues. Soviel ich weiss, hat die Plattenfirma die Veröffentlichung für Frühjahr 2012 geplant, aber den genauen Monat kann ich noch nicht sagen. Frühestens im März. Wir sind jetzt gerade in der Endphase vom Recording, die Platte steht noch nicht ganz aber wir sind schon ziemlich weit. Und jetzt beginnt schon parallel ein wenig die Promo-Arbeit, Artwork und was so dazu gehört.

HMH: Jetzt seid Ihr ja hier die letzten Jahre schon rauf und runter getourt, vor allem hier in Baden-Württemberg, konntet aber auch schon international für Aufsehen sorgen. Ihr habt jetzt meines Wissens teilweise mit Jobs und Ausbildungen angefangen, lässt sich das eigentlich noch unter einen Hut bringen oder bringt das schon Konflikte mit sich?

Hannes: Im Moment ist der Stand der Dinge, dass wir das noch miteinander vereinbaren können. Gigs finden ja fast ausschließlich an Wochenenden statt. Wir haben aber das Grundprinzip, dass sobald die Band uns so fordert, dass die Musik unter den anderen Aktivitäten leidet, hängen wir unsere Jobs oder Ausbildungen an den Nagel. Das ist natürlich unser Plan A, wir wollen irgendwann von der Musik leben und das geht nicht, wenn man das immer nur auf halber Flamme machst. Aber noch klappt das ganz gut, zwischen dem Studio und Live-Gigs.


HMH: Ich glaube Du und Jim, Ihr habt angefangen zu studieren?

Hannes: Ja, ich studiere Musik, Jim macht soviel ich weiss auch irgendwas im Medienbereich und auch die Anderen haben Jobs und Ausbildungen angefangen. Im Endeffekt ist das aber auch egal, denn für uns ist es nur eine Frage der Zeit, wann wir uns fulltime auf die Band konzentrieren. Ob das jetzt in einem Jahr ist, oder in drei Jahren, wenn wir evtl. unsere Ausbildungen vollendet haben.


HMH: Jetzt habt Ihr ja die letzten Jahre neben unzähligen Clubs ja auch schon einige große Bühnen gerockt, zuletzt z.B. mit Cinderella in Essen, kannst Du uns da ein bisschen mehr über Eure Erfahrungen erzählen?

Hannes: Genau, das war das Shout it out loud Festival in Mühlheim. Meine drei highlights sind erstens das Masters of Rock in Tschechien, 12 Stunden on the road, morgens die dritte Band und keine Ahnung was uns da erwartet. Ich hatte eine Scheisserkältung und alles kam anders als wir befürchteten. Es war bei der zweiten Band kein Schwanz vor der Bühne, auf einem Platz wo 15000 Fans hinpassen, etwa gerade mal 300 Leute. Da hatte ich schon Panik aber ich habe mich mal mit meinem Freund Jacky D. zur Beruhigung vertraut gemacht... (lacht). Wir fangen an zu zocken und auf einmal strömen die Leute und innerhalb von zwei Songs stehen da unten geschätzte 5000 Fans, was für den frühen Zeitpunkt echt enorm war. Auch meine Stimme ging auf einmal wie von selbst, einfach ein gigantisches Erlebnis für uns. übrigens spielen wir nächstes Jahr wieder dort.
Zweitens natürlich das bang your head Festival vor unserer Haustüre mit einem absoluten Heimvorteil. 2009 auf der großen Bühne, einfach geil. Eine Masse von stolzen Schwaben die uns supporten. Und dann natürlich zuletzt das schon genannte Festival in Mühlheim.


HMH: Habt Ihr mal Kontakt mit den Jungs von Cinderella gehabt?

Hannes: Leider nicht. Kurz vor deren Auftritt wurde der gesamte Backstage Bereich abgeriegelt und da musste Jeder raus. Da mach ich aber nicht mal die Band für verantwortlich, das könnte auch vom Management angewiesen worden sein. Aber Cinderella haben mir trotz bescheidenem Sound in der Halle richtig gut gefallen. Einfach Kult! Für mich sind sie auf einer Ebene mit Mötley Crüe und Skid Row.


HMH: Spaßfrage: Wenn Euer Basser weiter auf gigs den Jim auf den Schultern spazieren trägt und Jimmy irgendwann wie zu erwarten einen richtigen Bierbauch bekommt, bricht der arme Kerl dann nicht irgendwann mit Bandscheibenvorfall zusammen? ;)

Hannes: Nö, der Jimmy ist ja noch nicht so schwer. (lacht) Ist nur ein Showgag, vielleicht lassen wir uns da wieder was neues einfallen. Ich glaube nicht, dass bisher Schäden davon getragen wurden.


HMH: Habt Ihr schon irgendwelche Pläne für die nähere Zukunft, was Touraktivitäten betrifft. Was erhofft und erträumt Ihr Euch sonst so?

Hannes: Im Moment liegt der Focus klar auf der neuen Scheibe und es steht eine erste Headliner-Europa Tour im Raum. Natürlich hoffe ich, dass wir mit dem neuen Release unsere Chartsposition verbessern können, zuletzt stiegen wir in Deutschland auf 90 ein. Wäre cool hier mal die 50 zu knacken und vielleicht ergibt sich ja auch der ein oder andere Chartserfolg im Ausland. Wir touren Ende das Jahre zum erstem Mal Frankreich. Angefangen in Paris mit Chrashdiet, wo wir uns tierisch drauf freuen und um uns dort mal zu präsentieren. Wir wollen jetzt in einem Land nach dem anderen eine Art Aufbauarbeit machen. Und dann hoffen wir natürlich, dass die Tour im Frühjahr richtig erfolgreich wird.


HMH: Wir wünschen viel Glück dabei, noch eine abschließende Frage: Warum z.B. werden junge Acts aus dem Raum z.B. in den großen Radiostationen nicht gespielt, obwohl die Hörer nachweislich auf Rock stehen?

Hannes: Ich glaube das ist einfach die Angst, dass die Hörer das nicht wollen oder kennen. Es ist keine Frage des Geschmacks, schlichtweg des Mutes. Ist ja auch irgendwo verständlich, wenn Du erst Led Zepp und danach Kissin Dynamite spielst, dann liegen dazwischen natürlich schon noch ein paar Ebenen. (grinst). Natürlich wäre zu wünschen, dass man da ein wenig mehr airplay bekommt. Aber wir hoffen, dass das mit steigendem Bekanntheitsgrad auch besser wird, wir hatten ja auch schon einige Radio- und TV-Auftritte.


HMH: Hannes, wir danken Dir ganz herzlich, dass Du uns spontan für die Ausführungen zur Verfügung standst und freuen uns riesig auf die neue Platte. Wir wünschen Euch alles Gute und dass Ihr weiterhin mit Steel of Swabia die Bühnen der Welt rockt.

Hannes: Genau! Vielen Dank auch an Euch, sehr gerne!


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