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Heavy-Metal-Heaven - Farewell Anthem

 

... it's time to say goodbye...

 

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Liebe Metal-Fans, Bands, Managements, Agenturen...

nach rund 26 Jahren haben wir beschlossen unser Portal "Heavy-Metal-Heaven" einzustellen.

Dieser Schritt ist uns nicht leicht gefallen, da wir viele Jahre mit Herzblut bei der Sache waren und im Dienste des Heavy-Metal und der Bands allen Widrigkeiten getrotzt haben. Leider ändert sich das Leben und auch die anderen Aufgaben ändern sich oder nehmen immer mehr zu.

Neue Leute zu finden, die einen unterstützen können, wird immer schwieriger und die Flut an Neuigkeiten im Heavy-Metal Bereich nimmt kontinuierlich zu. Alleine zum Sortieren der vielen täglichen E-Mails geht immer mehr Zeit verloren, so dass wir nicht mehr hinterher kommen.

Der Abschied fällt schwer, aber öffnet auch neue Türen. Vielleicht starten wir ein kleineres Projekt mit neuem Anfang. Das Ausmaß von Heavy-Metal-Heaven ist mit der Zeit einfach zu groß geworden und die Redakteure immer weniger. Das ist euch Fans und der Musikbranche gegenüber nicht mehr vertretbar.

Nun ist die Überlegung, ob wir Heavy-Metal-Heaven.de so als Archiv stehen lassen oder die Seiten ganz schließen.
Die Domain würden wir dann zum Verkauf anbieten. Angebote dürfen gerne an webmaster(at)heavy-metal-heaven(dot)de eingereicht werden, bevor wir entscheiden.

Wir blicken mit Stolz zurück und erinnern uns gerne an die vielen schönen Momente bei Konzerten oder Interviews. Herzlichen Dank an alle, die uns bis hierhin unterstützt haben.

… now it's time to say goodbye...

 

Euer HMH-Team
Holger + Stefan

 

 

04.03.2026

 

KISSIN' DYNAMITE Kiel Orange Club, 27. März 2015
Kiel01KISSIN' DYNAMITE 
Kiel Orange Club, 27. März 2015


War das geil! Noch nie habe ich KISSIN' DYNAMITE in solcher Bestform erlebt wie in Kiel. Nicht umsonst meinte Gitarrist Ande, sein Bruder Hannes sei wie ein guter Wein, der mit dem Alter immer besser wird. Dieser hatte offensichtlich mächtig Spaß und trällerte in höchsten Lagen, die man von ihm bislang meist nur im Studio zu hören bekam. Keinerlei Short-Cuts, im Gegenteil. In bester Rob Halford-Painkiller-Manier setzte der KISSIN' DYNAMITE-Fronter an diesem Abend Akzente, Shouts und Tremolos, die es in sich hatten. Und das, während er über die Bühne fegte. Die Setlist entsprach der vom Oktober in Hamburg, nur dass die Songs mit noch mehr Wucht knallten und die Bühnenpräsenz der fünf Jungs aus dem Schwäbischen noch stärker war.

Kiel02Leider konnte Gitarrero Jim Müller in Sachen Bewegung nicht ganz mit Rampensau Hannes mithalten, da er sich kurz zuvor das Schlüsselbein gebrochen hatte und deshalb im Sitzen ohne Gurt spielen musste. Jetzt hat der Pechvogel nicht nur einen medizinischen Reißverschluss durchs Tattoo, sondern musste auch noch die Häme seitens seines Bandkollegen ertragen. Jim nahm's mit Fassung und grinste fröhlich wie immer. Seinem Spiel tat die Verletzung jedenfalls keinen Abbruch, nur das sonstige Posen mit der Klampfe musste diesmal ausfallen.

Kiel03Die Band zeigte sich wie immer als bestens eingespieltes Team. Ande und Jim solierten und hauten sich die zweistimmigen Gitarrenparts synchron um die Ohren, Drummer Andi und Bassist Steffen sorgten für den richtigen Groove und Beat. Für die Akrobatik sorgte neben Hannes diesmal vor allem Steffen, der bis zum fast perfekten Spagat grätschte und nebenbei weiterspielte. Das erinnerte stark an David Lee Roth und Bruce Dickinson zu ihren besten Zeiten. Und natürlich durfte die SCORPIONS-Pyramide am Ende des Sets nicht fehlen. In Kiel hatte Hannes dann im Gegensatz zum Logo in Hamburg wenigstens genug Luft nach oben, so dass er den Kopf nicht einziehen musste.

Kiel04 Nach ihrem Opener "DNA" präsentierten KISSIN' DYNAMITE  mit "Running Free" und "V.I.P. In Hell" zwei weitere Kracher ihres aktuellen Albums. Und spätestens bei "She's A Killer" gab es kein Halten mehr. KISSIN' DYNAMITE schaffen es, allesamt vom Teeniemädchen bis zum alten Rocker zu begeistern. Wie sie immer wieder betonen, sind AC/DC ihre Vorbilder, deren Musik ebenfalls bestens generationenübergreifend funktioniert. Wenn KISSIN' DYNAMITE da hinwollen, sind sie garantiert auf dem richtigen Weg. Auch die Silvio Berlusconi-Hymne "Money, Sex and Power" riss alle mit, da blieb vermutlich kein Damenhöschen in den vordersten Reihen trocken. Und falls doch, sollten später ja noch "Six Feet Under" und "Fireflies" als Acoustic-Doppel folgen.

Kiel03 Zunächst ging es aber weiter mit der Aufforderung zum Tanz im "Maniac Ball", gefolgt von einem ausgedehnten Drumsolo. Ohnehin verlängerten KISSIN' DYNAMITE ihre Songs in der Schleswig-Holsteinischen Landeshauptstadt noch mehr als sonst durch Mitsingparts. Das Kieler Publikum dankte lautstark. "God In You", "Love Me/Hate Me", der gekonnte Akustikpart, "Sex Is War" und "Hysteria" läuteten quasi das heiligs Blechle "Steel Of Swabia" ein. Auch hier wurden Erinnerungen an Bruce Dickinson zu Zeiten von IRON MAIDENs "World Piece"-Tour wach. Denn ganz wie bei "The Trooper" schwenkte Hannes zwar nicht den Union Jack, dafür aber die Württembergische Flagge. Ein bisschen Heimatstolz muss dann doch sein. Mit "Ticket To Paradise" klang das gelungene Set aus.

Kiel06 Nach kurzer Pause und heftigen Zugaberufen enterten die fünf Jungs erneut die Bühne und ließen mit "I Will Be King" und "Operation Supernova" nochmal zwei Knaller vom Stapel. Da im Anschluss eine Ü-30 Party im Orange Club stattfinden sollte, war dann auch wirklich Schluss. Dennoch kamen Hannes, Jim, Ande, Steffen und Andi an Krustys Merch-Stand, um Autogramme zu geben und sich von und mit den hauptsächlich weiblichen Fans fotografieren zu lassen. Der Erfolg ist KISSIN' DYNAMITE echt zu gönnen.

Bericht von DANU (dem Schattenmann)
Fotos von BIANCA (der Schattenfrau)



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