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Kamelot - Stuttgart LKA Longhorn, 05.11.2012
Ob man bei dieser Tour von „Kamelot anno 2012 nun von einer Feuerprobe des neuen Sängers „Tommy Karevik“ sprechen kann oder nicht, dies kann jeder für sich selbst entscheiden.
Hatte er in der jüngeren Vergangenheit doch schon einige Konzerte mit der Band bestritten, gestaltet sich diese Tour nun jedoch als Einstand für ihn als alleiniger Sänger von „Kamelot“, während die vorangegangene Reise zusätzlich mit „Fabio Lione“ („Rhapsody Of Fire“) als zweiten Sänger von Statten ging.
Fest steht jedoch, dass mit ihrem neuen Album „Silverthorn“ im Gepäck alle Zeichen auf vollen Erfolg stehen.


Bevor „Kamelot“ ihren Siegeszug antraten, kamen aber noch nicht weniger als 3 Support-Acts zum Zug, die auf die Hauptband einstimmten.
Die Ersten im Bunde waren „Blackguard“ aus Kanada, die mit ihrem Melodic Death Metal zwar nicht zwingend ins Gesamtbild passten, ich den Jungs aber trotzdem nichts negatives nachsagen kann, denn ihre zwar sehr kurze, doch dafür mit guten Songs bestückte Setlist erregten durchaus mein Aufsehen.
Stücke wie „In Dreams“ und „Wastelands“ kamen knackig und direkt, auch wenn das Publikum eher verhalten reagierte.
Besonderen Respekt meinerseits verdiente auch Drummerin „Justine Ethier“, die absolut sauber und auf den Punkt spielte.
Leider hatten sie nur zwischen 20 und 25 Minuten Zeit, ihre Stücke dem Publikum nahe zu bringen, was dem Publikum leider nur einen verhaltenen Applaus entlockte.
Unverständlich für mich, aber allen kann man es wohl nie recht machen.

Auch die zweiten im Bunde „Triosphere“ profitierten nicht gerade von einem enthusiastischen Auditorium, was jedoch sicher nicht an der Qualität der Songs um Sängerin/Bassistin „Ida Haukland“ lag.
Da ihre bisherigen Alben „Onwards“ und auch „The Road Less Travelled“ hohes Potential innehaben, konnte man davon ausgehen, eine ordentliche Setlist serviert zu bekommen.
Genau dies bekamen die Anwesenden auch und das mit sehr viel Energie und einer Stimme, die mich persönlich sehr an „Marta Gabriel“ von „Crystal Viper“ erinnert, was man durchaus als Lob ansehen darf.
Doch auch der Rest der Band bot keinen Grund zur Kritik und so schöpften sie ihre leider auch nicht sehr große Spielzeit gut aus.
Eine insgesamt sehr interessante Band, die es auf jeden Fall wert ist, genauer unter die Lupe genommen zu werden.

Mit der dritten Band des Abends kam eine Band auf die Bühne, auf die ich mich besonders freute.
„Xandria“ betraten die Stage des LKA und legten mit ihrem symphonischen Metal los.
Zwar ist nach Sängerin „Lisa Middelhauve“ nun auch ihr Ehegatte „Nils Middelhauve“ nicht mehr Teil der Band, was an sich gesehen eigentlich schon sehr schade ist, aber die Welt dreht sich nun mal weiter und so hatten sie mit Aushilfsbasser „Lance Christensen“ zumindest einen recht guten Musiker an Bord, um die Tour durchzuziehen.
Zur Setlist sei gesagt, dass ich diese mit einem erfreulichem – sowie einem traurigen Blick betrachte.
Erfreut deshalb, weil sie mit „Valentine“, „Blood On My Hands“, „Euphoria“, „Forevermore“, „Cursed“, „The Dream Is Still Alive“, „Soulcrusher“ und “The Lost Elysion” nicht weniger als 8 Nummern ihres aktuellen Albums “Neverworld’s End“ darbrachten und traurig, weil es gleichzeitig auch die einzigsten in der Setlist waren.
Auf ältere Stücke wie beispielsweise „Ravenheart“ und „India“ wurde diesmal nämlich komplett verzichtet.
Dies änderte jedoch nichts an der der Tatsache, dass „Xandria“ auch an diesem Abend wieder voll überzeugten und das hoffentlich nicht nur mich.

Und so wurde es Zeit für den Headliner des Abends „Kamelot“ das Publikum endlich in Wallung zu bringen.
Dies gelang ihnen auch ohne Wenn und Aber, denn bei derart vielen Hits in der Hinterhand und einem vortrefflichen neuen Album lief es quasi wie von ganz alleine.
Um die femalen Parts in einzelnen Songs ehrenvoll darzubringen, griffen die Jungs auch diesmal wieder auf die Hilfe von „Elize Ryd“, ihres Zeichens Sängerin der Band „Amaranthe“ zurück, die mit ihrer wundervollen Stimme dafür sorgt, dass auch die Euro Tour 2012 ein voller Erfolg wird.
Die Setlist an sich war meiner Meinung nach sehr ausgewogen, obwohl ein paar Stücke mehr vom neuen Werk „Silverthorn“ sicher nicht von Nachteil gewesen wären.
So schmuggelten sich unter All Time Kracher der Marke „Rule The World“, „When The Lights Are Down“, „Center Of The Universe“, „Ghost Opera“ “Forever” und „Karma“, die vom (relativ) neuen Sänger „Tommy Karevik“ perfekt in Szene gesetzt wurden, folgerichtig auch neues Material wie “Veritas”, “Song For Jolee”, “Sacrimony (Angel Of Afterlife) und “Torn”, die begeistert angenommen wurden.
Doch was wäre ein „Kamelot“ Gig ohne das unvergleichliche „March Of Mephisto“?!
Genau dieser wurde wie bei den letzten Touren brillant als Abschluss gewählt.
Und wer sich die Frage stellte, wer denn an diesem Abend wohl die abgrundtiefen Growls, die seinerzeit „Shagrath“ von „Dimmu Borgir“ so brachial eingesungen hatte übernehmen würde, der wurde alsbald von „Blackguard“ Sänger „Paul Zinay“, der diesen Part übernahm, sprichwörtlich gegen die Wand gepresst.
So endete mit den Klängen des Outro’s „Continuum“ ein wahrlich großer Abend mit sehr guten bis sagenhaften Bands.

Eine im ersten Moment zwar merkwürdige, doch im Endeffekt durchaus interessante Zusammenstellung von Bands, die zwar leider nicht für ein ausverkauftes Haus sorgte, wie es an anderen Stellen der Tour zu beobachten war bzw. ist, was jedoch sicher nicht an besagter Zusammenstellung lag, sondern eher an der Tatsache, dass zum Einen das Konzert am schlimmsten Tag der Woche, einem Montag stattfand und zum Anderen innerhalb kürzester Zeit in nicht allzu weiter Entfernung, nämlich im Z7 in Pratteln und in Geiselwind in der Music Hall ebenfalls Halt gemacht wurde bzw. wird und beide an einem Samstag wohlgemerkt.
Trotz allem für mich ein unvergesslicher Abend, den ich sicherlich in bester Erinnerung behalten werde.
Für all diejenigen, die sich nun in den Allerwertesten beißen möchten, weil sie diesem Konzert nicht beiwohnten, hier noch die komplette Setlist von „Kamelot“:

•    Rule The World
•    When The Lights Are Down
•    The Great Pandemonium
•    Veritas
•    Center Of The Universe
•    The Human Stain
•    Song For Jolee
•    Drum-Solo
•    Ghost Opera
•    Sacrimony (Angel Of Afterlife)
•    Season's End
•    Keyboard-Solo
•    Forever
•    Bass-Solo
•    Torn
•    Karma
•    March Of Mephisto
•    Continuum (Outro)

Pics by Heiko (PictureMonster)
www.heiko-bendigkeit.de/




















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