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Judas Priest + Megadeth – Freiburg Sick Arena, 19.06.2018

The Priest Is Back!!!
Nie war solch ein Slogan treffender zu deuten.
Nachdem sie mit ihrem aktuellen Album „Firepower“ durch die Decke geschossen sind, war es natürlich nur logisch, dass die „Metal Gods“ auch live wieder am Start zu sein hatten.
Dafür suchte ich mir die Sick Arena in Freiburg aus, wo sie am 19.06. diesen Jahres gastierten.

 

Als Support holten sich die Herren keine Geringeren, als MEGADETH mit ins Boot, die mit „Dystopia“ auch enorm Staub aufwirbelten, denn ich hätte ihnen solch ein starkes Album im ersten Moment nicht zugetraut.
Dave Mustaine und seine Jungs mal wieder live zu erleben war schon eine sehr schöne Geschichte für mich.
Nicht zuletzt, da man davon ausgehen konnte, dass sich in der Setlist doch einige Kracher vom Erstling „Killing Is My Business...And Business Is Good“ befinden müssten, da eben dieses Album vor kurzer Zeit noch einmal veröffentlicht wurde. Und ich wurde nicht enttäuscht, wenngleich es leider nur zwei Stücke waren.
Doch bevor diese Stücke den Weg aus den Boxen fanden, wurde ich zuerst mal mit dem Opener „Hangar 18“ völlig an die Wand geklatscht.
Mit diesem gigantischen Song den Set zu beginnen, war für mich die absolute Genugtuung.
Mit „Rattlehead“, kam auch gleich der Erste, der beiden Tracks von besagtem „Killing Is My Business“, welches nur allzu gerne vom Publikum aufgenommen wurde.
Das nachfolgende „The Threat Is Real“ verwies einmal mehr auf die Klasse, d es aktuellen Albums „Dystopia“, während man mit dem darauffolgenden „Take No Prisoners“ zurück zu „Rust In Peace“ ging und man in schönen Erinnerungen an die Zeit damals schwelgen konnte.
Mit „The Conjuring“ wurde auch das Überalbum „Peace Sells...But Who's Buying“ zum ersten Mal beachtet.
Man konnte jetzt schon von einer fabelhaften Setlist sprechen.
Doch das Konzert war ja noch lange nicht vorbei, denn MEGADETH bekamen eine gute Stunde Spielzeit zugesprochen und dies nutzten sie wahrlich.
Mit „Tornado Of Souls“ von „Rust In Peace“ ging es weiter, bevor die letzten vier Songs vor der Zugabe, noch einmal alle Register zogen.
Zuerst war „Dystopia“, das Titelstück des aktuellen Werks am Start, gefolgt von dem Song, worauf wohl sehr viele in der Halle gewartet haben.
„Symphony Of Destruction“ schallte aus den Boxen und für das Publikum gab es kein Halten mehr.
Mit „Mechanix“ wurde noch einmal „Killing Is My Business“ gewürdigt, ehe „Peace Sells“, vom gleichnamigen Album, den Schlusspunkt setzte.
Doch das Ende war noch nicht erreicht, denn mit „Holy Wars...The Punishment Due“, von „Rust In Peace“ wurde erneut alles gegeben.
Und so konnte man MEGADETH glücklich und zufrieden entlassen und sich auf JUDAS PRIEST vorbereiten.
 
Nach einer Umbaupause waren die ersten Klänge jedoch nicht von JP, sondern von BLACK SABBATH.
Und zwar der Song „War Pigs“, welchen man vom Band abspielte, während die Bühne sich langsam zum Spielfeld der Metal Gods entwickelte.
Als dieser verklang, war es jedoch definitiv Zeit für JUDAS PRIEST.
Diese ließen sich nicht mehr lange bitten und legten mit dem Titelsong ihres neuen Albums „Firepower“ so dermaßen los, dass nicht nur ich mir verwundert die Augen rieb.
Unglaublich, was auf dieser Stage für eine Dynamik herrschte.
Mit den folgenden drei Stücken „Grinder“, „Sinner“ und „The Ripper“ ging die Reise sehr weit zurück in der Zeit und ich konnte mich des Gefühls nicht verwehren, mir wie ein Teil des Publikums, des genialen Live Albums „Unleashed In The East“ vorzukommen.
Mit „Lightning Strike“ zeigte man hingegen imaginär mit dem Finger auf des aktuelle Werk, welches nebenbei gesagt, für mich als eines, der besten Priest Alben durchgeht.
Mit dem nächsten Track wurde ich jedoch so richtig überrascht.
„Bloodstone“ von „Screaming For Vengeance“, fand ebenfalls den Weg auf die Setlist, was mich über alle Maßen freute.
Was für ein großartiger Song!
Und weiter ging die Reise „Back In Time“!
„Saints In Hell“ und „Turbo Lover“ schickten sich an, das Publikum in Ekstase zu bringen, was meiner Meinung nach auch absolut gelang.
Vor allem „Turbo Lover“ wurde aus vollen Kehlen mitgesungen.
Danach wurden mit „Tyrant“ noch einmal die 70er geehrt, ehe „Night Comes Down“ und „Freewheel Burning“ meinen Favoriten „Defenders Of The Faith“ ins rechte Licht rückten.
Mit „You've Got Another Thing Coming“, sowie „Hellbent For Leather“ ging es dann auch schon mit großen Schritten Richtung Ende des Sets.
Jedoch nicht ohne dem unvermeidlichen „Painkiller“, welches das Ende einläutete.
Doch keine Angst, denn wer JUDAS PRIEST kennt, der weiß, dass sie nicht nur einen Zugabenblock spielen, sondern dieser auch meist ordentlich gefüllt ist.
So auch diesmal!
Nicht weniger als vier Stücke wurden auf das hungrige Volk abgeschossen.
Mit „Guardians/Rising From Ruins“ wurde „Firepower“ noch einmal gewürdigt, was auch dringend notwendig war, denn ich finde, mit drei Songs wurde das neue Werk leider etwas minimalistisch ausgeleuchtet.
Aber das ist Meckern auf sehr hohem Niveau.
Im Anschluss kam der Titel, für den die Herren quasi stehen.
„Metal Gods“ wurde mit solch einer Inbrunst von der Bühne katapultiert, dass man das Gefühl hatte, das Publikum müsste vorsorglich in Deckung gehen.
Einfach brachial!
Den Abschluss des Zugabenblocks, sowie auch des Gigs an sich bildeten mit „Breaking The Law“ und „Living After Midnight“ erneut zwei Tracks, die immer für JUDAS PRIEST und ihre Klasse standen.
 
Mit unfassbar vielen positiven Eindrücken, endete dieser wahnsinnige Auftritt der Metal Gods und ich muss sagen, sowohl Ritchie Faulkner, als auch Andy Sneap machten ihre Sache an den Gitarren fantastisch, sodass ich nicht wirklich das Gefühl hatte, ich müsste jetzt unbedingt die Originale K.K. Downing und Glenn Tipton auf der Bühne sehen.
Außerdem hatte ich den Eindruck, dass Rob Halford sich von der Energie, die vor allem Ritchie verbreitete, nur allzu gerne anstecken ließ.
Was uns letztendlich nur zugute kommen konnte.
Ich hoffe, dass JUDAS PRIEST auf diesem Level bleiben, denn so liebe ich sie einfach!
 
Pics By Heiko Bendigkeit
 
 

 

 




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