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J.B.O. - Nur die Besten werden alt - Review
25 Jahre gibt es die rosaroten Krieger zur Verteidigung des wahren Blödsinns.
Dass dies mit einem neuen Langeisen gefeiert wird versteht sich von selbst.
Und nach wie vor polarisieren sie, was hinlänglich bekannt sein dürfte.

Wer erwartet hat, dass sich J.B.O. neu erfunden haben anlässlich des Bandjubiläums, sieht sich getäuscht. Sie bleiben sich treu mit ihrem Mix aus Coversongs und eigenen Spaßkreationen, mal über und mal unter der Gürtellinie.
Begonnen wird die Scheibe mit dem für mich besten Song  „Vier Finger für ein Halleluja“ in dem proklamiert wird, dass Metal in allen Lagen des Lebens hilft.
Ein Bangersong mit einem Ohrwurmrefrain.  
Es folgt eine sehr gelungene Nachbearbeitung des Opussongs Life is Life, mit kräftigen Riffs metallisch verarbeitet und mit Death Is Death betitelt.
Auch fehlen nicht die üblichen Spots zwischen den Stücken, auf die hätte man gerne verzichten können bis auf die passende Ansage zum dritten Song die im alpenländischen Dialekt auf die darbietenden Zipfeltaler Mösenklatscher hinweist.
Ja, diese Stilrichtung kennt man von Medtlgschdanzl, hier lautet der Titel Sakradi mei Sack isch hi…..so platt der Text, so Volksmusikmetal es ist, der Song bleibt hängen und treibt mir ein übergroßes Schmunzeln ins Gesicht.
Für das nächste Cover wurde Nancy Sinatra bemüht, aus  These Boots Are Made For Walking wurde ein mit Weisheit gespickter Ratgeber namens „ das Bier ist da zum Trinken“.  
Musikalisch gut umgesetzt, der Text spricht für sich selbst.
Was sich die Jungs aus Erlangen sparen hätten können ist das Cover von Alice Cooper.
Eins zu eins umgesetzt, auch der Text in Deutsch.  
An dieser Stelle skippe ich immer.
Danach folgt die musikalische Frage: was würde Jesus tun?  Zum Beispiel wenn ein Kondom beim One-Night-Stand zerreisst, wenn Dir die Frau zuhause auf die Eier geht und noch mehr solche tiefgründige Fragen beantwortet Jesus, mit der Schlussfolgerung der Rosaroten dass Jesus heutzutage‚ ne coole Sau wäre.
Ein poppiger Song mit Schmunzeleffekt.
Ein Seitenhieb auf den Mittelalterrock mit Flöten und Sackpfeifen können sie nicht verkneifen, allerdings textlich auch auf das eigene „Mittelalter“.  
Ein gut rockendes Stück . Gefällt mir.
Im nächsten Song wird der „ Waldfee „  Bescheid gegeben wo sie einen mal kann, und zwar kreuzweise, spiralenförmig und im Pentagram.
Leicht rockiger Popsong .
Bescheiden wie sie sind wird uns gesagt dass mit J.B.O. alles besser geht.
Netter Tralalasong im angelehnten Ska-Rhythmus.
Tango No. 5 ist einem vor 15 Jahren auf den Sack gegangen weil es aus jeder Lautquelle einem entgegendröhnte.
So ging es mir auch und ich dachte so bei mir: ach Du Sch…. Was dann aber kam ist das beste Cover auf dieser Scheibe. Unterlegt mit metallischen, guten Riffs und metallischem Text; deshalb wohl auch Metal No. 666 getitelt.
Die Antwort weiss nur die Gitarre fällt in die Gattung Halbballade; so was muss ja jede Band machen.
Bei diesem Song suche ich die Antwort….
Und dann geht es noch mal richtig unter die Gürtellinie in dem ein Zipfel vom Glück besungen wird im geschmalzten Schlagergesülze; aber gut gemacht.
Muss ich mir Sorgen machen dass ich auf diese platte Aussagen abfahre?  
Werde ich mal meiner Freundin vorspielen.
Zum Abschluss gibt es noch ein livetaugliches Sauflied mit dem Titel Jung, Dumm und Besoffen.
Dementsprechend treibt der song mit guter Gitarrenarbeit nach vorne.
Ja, so waren wir einmal und die kids vor der Bühne sind es .
In mir löste dieses Lied einige Dejavus aus und ich ertappe mich schon wieder beim Grinsen.

Fazit: für alle, die J.B.O. mögen, ein absoluter Kauftipp. Es ist alles drauf was J.B.O. die letzten 25 Jahre ausmachte. Anzüglich, trinkanimierend und Mitgröhleffekt. Allerdings würde ich mir die ltd. Edition holen, denn da bekommt man noch 13 Livetracks spendiert mit allen Livemitgröhlsongs.  Für die, die J.B.O. noch nicht kennen: ausprobieren.  

Note: 2,5

Review von Gastredakteur "Klaus Graukopf"





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