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Interview mit Radio Rock FM

Da wir gerade erst eine neue Partnerschaft mit Radio Rock FM eingegangen sind und Euch das Radio etwas näher bringen wollen, habe ich dem Macher Thorsten "The Count" mal auf den Zahn gefühlt, was denn an diesem Sender anders ist, als bei vielen anderen Web-Rock-Radios...

 

 

HMH: Stell euer Radio doch mal vor. Wie lange gibt es euch schon? Wie ist Euer Werdegang? Was zeichnet euch aus oder unterscheidet Radio Rock FM von anderen Internet-Radios? Wo liegt der musikalische Schwerpunkt?


The Count: Uns gibt es jetzt seit dem 17. Oktober 2013. Wir haben damals mit 3 Moderatoren und einem kleinen Hörerkreis angefangen und sind innerhalb 6 Monate schnell gewachsen. Was uns von anderen Internet Radios unterscheidet, ist dass wir vorallem den Ehrgeiz haben, aus dem herkömmlichen Webradio Einheitsbrei heraus stechen zu wollen. D.h. das wir nicht nur einfach irgendwelche Platten mit 0815 Ansagen (Und jetzt hör...und jetzt hört ihr....und jetzt hört ihr...) ins Netz drücken, sondern auch Informationen, Kritiken, Meinungen beiliefern und erstrecht nicht auf den Mund gefallen sind.
Ganz furchtbar finde ich es z.B. wenn in die Lieder einfach reingequatscht wird. Sowas werdet ihr bei uns auch nicht hören. Vernünftige Moderations Takes gehören bei RRFM genauso zum Alltag, wie der Spaß an der Sache.
Der Musikalische Schwerpunkt liegt deutlich im Rock und Metal Bereich. Wir versuchen hier ein möglichst großes Spektrum abzudecken, was natürlich nicht immer ganz einfach ist, denn nichts ist vielseitiger als der Metal. ;-)
Aber auch jeder Moderator hat seine eigenen Schwerpunkte und seinen eigenen Geschmack. Metal gibt es bei uns in allen Formen, in all seiner Pracht. Von Oldschool bis brandaktuell, von Headlinern bis No Names. Und genau da setzen wir ein weiteres Zeichen in Punkto "Unterscheiden". Wir möchten nämlich auch kleineren, nicht so bekannten Bands eine Plattform bieten.  Derzeit supporten wir ca. 50 Bands, die sich immer noch täglich vermehren, weil neue Zusagen herein flattern. Das ist aber noch längst nicht alles. Auch einige Subkulturen möchten wir abdecken. Mittelalterliche Musik, sowie Gothic, Darkwave, EBM, Industrial und all jener Stoff aus der schwarzen Szene ist bei uns auch immer gefragt. Und neuerdings haben wir auch den Deutschrock in unser Repertoire. Letztenendes werden wir sogar einen Gaming Livestream anbieten, wo wir - Live - diverse PC Games zocken und über diverse Metal News wird auch schon nachgedacht.


 

HMH: Gibt es irgendwelche Sonderformate in Euren Sendungen, z.B. dass die Hörer mit einbezogen werden?


The Count: Die hat es früher durchaus gegeben, aber wir mussten feststellen, das jene nicht so gefragt waren. Wir haben allerdings immer ein offenes Ohr für neue Vorschläge und Ideen, die im Forum an uns heran getragen werden können. Wenn etwas größeren Anklang finden sollte, setzen wir da auch gerne etwas um.
 

 

HMH: Auch bei Euch kommen und gehen die Moderatoren, wie bei uns die Redakteure. Wie viele stemmen das Projekt im Moment?


The Count: Derzeit sind wir 8 aktive Moderatoren.

 


HMH: Auf Eurer Internetseite habe ich gelesen, dass Ihr gerade auch eine Hängephase durchmacht oder durchgemacht habt. Woher kommt das Deiner Meinung nach? Haben sich die Hörer oder die Hörgewohnheiten verändert?


The Count: Teils/Teils. Moderatoren, Hörer, Redakteure verhalten sich im Grunde alle gleich. Es ist ein standartmäßiges kommen und gehen und man muss auch kontinuierlich für Zuwachs sorgen, damit man am Ball bleibt und als Radio existieren kann. Das ist ein ständiger Prozess. In Deutschland gehen Jährlich um die 600 Webradios neu an den Start und ebenso viele verschwinden auch direkt wieder von der Bildfläche, weil sich die wenigsten Gedanken darüber machen, was so ein Projekt alles mitsich bringt und wie man es in der heutigen Zeit noch an den Mann bringt. Das ist auch zugegeben, bei all der Flut von Webradios im Netz, nicht mehr wirklich einfach.
Wir haben jüngst gemerkt, das wir uns nicht nur weiter entwickeln, sondern auch unser Netzwerk enorm vergrößern müssen. Um dies zu gewährleisten, ruht aktuell der Sendebetrieb, da wir viel im Hintergrund arbeiten. Die ganze Homepage hat ein neues Design bekommen, es läuft viel Email und Facebook Verkehr mit verschiedenen Bands und Platten Labeln und die eine oder andere Partnerschaft - so wie mit euch - ist auch immer mal wieder dabei.

 


HMH: Die Zeiten sind ja auch anders geworden. Fast jeder hängt am Smartphone und ist bei einem Streaming-Portal angemeldet, wo man sich seine Wunschlisten zusammen-touchen kann und dann an die HiFi-Anlage sendet. Habt Ihr schon Vorstellungen, wie Ihr als Radio dem entgegen wirken könnt?


The Count: Das stimmt, was ich persönlich ziemlich langweilig finde. So entdecke ich doch niemals wirklich neue Bands?! Seit ich Radio mache - und das schon bald 10 Jahre lang - habe ich stets neue Musik von anderen Kollegen für mich entdecken können, auf die ich sonst wahrscheinlich nie gestoßen wäre. Aber auch das selber danach recherchieren, wäre ohne ein Radio garnicht so wirklich gegeben. Streaming Portal Nutzer verschließen sich meiner Meinung nach einem enormen Musik Pool, den sie so nicht kennenlernen werden, aber scheinbar auch nicht möchten, denn heutzutage muss ja alles nur noch einfach und schnell gehen. Entgegensteuern möchten wir damit, das man bei uns eben auch viele Dinge hören kann, die es sonst nicht überall gibt oder noch kaum einer kennt.

 


HMH: Die finanzielle Seite spielt ja auch eine Rolle. Hauptsächlich dürften hier die GEMA-Gebühren durchschlagen. Wie finanziert Ihr Euch? Beteiligt sich da jeder Moderator? Das dürfte hauptsächlich für die interessant sein, die sich vielleicht noch bei Euch bewerben wollen.


The Count: Die Finanzierung obligt den Betreibern, die sich die Kosten teilen. Also mir selbst und einem Kollegen.

 


HMH: Welche Pläne habt Ihr noch für die Zukunft?


The Count: Wir möchten auf jeden Fall weiter kommen und bekannter werden. Wir sind da sehr flexibel und Ideenreich. Es werden also immer wieder mal neue Sachen ausprobiert, die unser Netzwerk ausweiten und
das Radio interessanter machen könnten. Wohin das noch führen wird, sehen wir in der Zukunft.

 


HMH: Im Moment fallen mir leider nicht mehr Fragen ein. Bei Musikern oder Bands ist das einfacher :-) Deswegen jetzt unsere berühmte Auskotz-Ecke. Hier darfst Du alles rauslassen, was Dich belastet. Also, was geht Dir momentan so richtig auf den Senkel?


The Count: Ich fürchte, wenn ich hier einmal anfange, höre ich so schnell nicht mehr auf, denn ich bin kein Mann der wenigen Worte. ;-) Nur eine Sache, die zu unser beider Konzept passt: Verdammter Zahn der Zeit! Immer mehr Legenden, Helden, Bands von früher sterben weg oder hören auf. Wenn in den nächsten 10 Jahren so ziemlich niemand mehr da sein wird, der den Metal zu dem gemacht hat, was er heute ist, wird das schon ziemlich seltsam sein, aber damit müssen wir uns langsam abfinden. Zumindest wird der Metal ansich keinesfalls irgendwann begraben, denn dafür ist jener zu sehr in seinen Täglich neu aufplöppenden Genres verwurzelt, das er wohl niemals aufhört. ;-)
 
 
HMH: Ich danke für das Interview und wünsche Radio Rock FM noch viele Hörer, viel Spaß bei der ganzen Arbeit und natürlich viel Erfolg...

 

 

http://www.radiorock-fm.de

 


 

 




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