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Iced Earth - Rockfabrik Ludwigsburg, 11.12.2011

Nach dem erneuten Ausstieg von Sänger "Matt Barlow" war die Spannung natürlich sehr groß, wie Neuzugang "Stu Block" sich in die Band um Bandleader "Jon Schaffer" einfügen würde.
Dies wurde mit der überraschung des Jahres schlechthin, dem neuen Album "Dystopia" positiv beantwortet, so daß es natürlich nur logisch war eine dementsprechende Tour nachzuschieben.
Unter ihren zahlreichen Anlaufstellen während dieser Rundreise, machten "Iced Earth" auch Halt in der Rockfabrik Ludwigsburg.


Doch bevor sie ihren ultimativen Auftritt hatten, galt es das Publikum auf dementsprechende Betriebstemperatur zu bringen.
Dies erledigten der Support "Fury UK".
Die Jungs aus Manchester erledigten das mit beachtlichem Erfolg und brachten mit ihrem durchweg gelungenem Material auch ordentlich Fun in die Bude.
Jedoch hatten nicht nur die Band und das Publikum Spaß, sondern anscheinend und vor allem auch einige Mitglieder von "Iced Earth". Die hatten den Schalk so sehr im Nacken, daß sie kurz vor Beginn des "Fury UK" Gigs kurzerhand ein Becken vom Drumkit durch nen Pappteller ersetzten.
Wer nun dachte, das war alles, der mußte bzw. durfte sich eines besseren belehren lassen.
Ob nun ein halbnackter, maskierter Komiker während des Auftritts über die Bühne flitzte, oder beim letzten Song schon mal das Drumkit abgebaut wurde, obwohl die Band eigentlich noch gar nicht fertig waren mit ihrem Set, man hatte permanent was zu lachen.
Aber abgesehen davon muß man den 3 Jungs ordentlich auf die Schulter klopfen.
Ihre Songs waren ausnahmslos vom Feinsten.
Dies sahen auch die Bandmitglieder von "Iced Earth" so und wurden auch nicht müde, es bei ihrem nun folgenden Gig mehrmals zu erwähnen.

Nach einer etwas längeren Umbaupause war es dann auch soweit und zu den Klängen des Intro's vom Titelsong des neuen Werks "Dystopia" kamen "Jon Schaffer" und seine Mitstreiter unter großem Beifall auf die Bühne und legten so derart los, das man nicht selten den Eindruck hatte, die Truppe wäre in dieser Konstellation schon seit Jahren zusammen unterwegs. So eingespielt und dermaßen viel Spaß bei der Sache, das machte definitiv Lust auf mehr.
Dem Wunsch kamen "Iced Earth" auch sehr gerne nach und legten eine Setlist vor, die einen vor Freude beinahe die Tränen in die Augen trieb.
Ob nun weitere Killer des neuen Albums, wie "V", "Dark City", "Anthem" und "Days Of Rage", oder good old Classics, wie z.B. "Angels Holocaust", "Burning Times", "When The Night Falls", "The Hunter", oder dem beeindruckenden "Watching Over Me", es kam einfach keine Langeweile auf.
Ständig wurde man aufs Neue überrascht.
So auch im Falle "Stand Alone" und "Damien", die beide schon seit längerem nicht mehr gespielt wurden.
Daß "Stu" aber nicht nur die Songs aus der "Matt Barlow" Ära vortrefflich darbrachte, sondern sich auch hinter einem "Tim (Ripper) Owens" nicht zu verstecken braucht, bewies er beim Zocken von "Declaration Day", das fast schon erschreckend perfekt den Weg ins Publikum fand.
Doch wer dachte, nun sei das Ende der Fahnenstange erreicht, der irrte gewaltig, denn im Zugabenteil kam mit "Dante's Inferno" in voller Länge, der absolute überhammer zum Zug.
über 15 Minuten am Stück eine Gänsehaut zu haben, ist mir persönlich schon lange nicht mehr passiert und dann noch der Abschlußtrack dieses gigantischen Gigs, der natürlich nur "Iced Earth" heißen konnte und fertig war der Herzinfarkt.
Man kann der Band nur dazu gratulieren, so einen starken Sänger wie es "Stu Block" ist, gefunden zu haben.
Hoffentlich bleibt uns "Iced Earth" in dieser Konstellation noch sehr lange erhalten.

Wer nun aber dachte, den Heimweg antreten zu müssen, der verpaßte eine echt coole Jam Session, der beiden Bands des Abends.
Am Mikro befand sich nun "Iced Earth" Basser "Freddie Vidales", der zusammen mit den Bandkollegen "Brent Smedley" (Drums) und "Troy Seele" (Guitar), sowie "Fury UK" Members "Chris Appleton" (Guitar) und "Luke Appleton" (Bass), den Song "War Machine" von Kiss zum Besten gaben.
Auch "Jon" und "Stu" ließen sich nicht zweimal bitten und unterstützten gegen Schluß des Songs ihren Bassplayer an den Vocals und sorgten somit für eine noch vollere Bühne und noch mehr Spaß auf selbiger.

Selten habe ich "Iced Earth" mit solch einer unglaublichen Spiellaune gesehen.
Den Altersdurchschnitt, den "Stu" mit seiner doch nicht allzu hohen Anzahl an Lenzen mit in die Band brachte, scheint den restlichen Mitgliedern doch sehr gut zu tun.
So will man die Truppe sehen und genau deshalb sind "Iced Earth" an der Speerspitze des Heavy Metal anzusiedeln.
Ein perfekter Gig von einer perfekten Band...basta!!!

Pics by Heiko (PictureMonster)



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